DSB in München: Voller Einsatz für die Schaustellerbranche
Als größtes Volksfest der Welt steht das Münchner Oktoberfest in besonderer Weise für Gemeinschaft, Lebensfreude und die traditionsreiche Kultur der Schausteller. Nicht zuletzt deshalb ist die Wiesn Jahr für Jahr Treffpunkt für mehr als sechseinhalb Millionen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt sowie für zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die enge Verbindung des weltgrößten Schaustellerverbandes zwischen dem weltgrößten Volksfest nutzte der DSB, um auf dem 191. Oktoberfest in zahlreichen politischen Gesprächen die aktuellen Anliegen der Schaustellerbranche einzubringen und zugleich am Beispiel der Wiesn die große gesellschaftliche Bedeutung der Volksfeste zu vermitteln. Dafür reisten das gesamte DSB-Präsidium sowie DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg und Mitarbeiter Lukas Sutter (Presse, Kommunikation und Marketing) nach München und kamen an vier intensiven Tagen mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik zusammen.
Den Auftakt bildete am Donnerstagmorgen der traditionelle Presserundgang über das Oktoberfest, an dem in diesem Jahr mehr als 260 Journalistinnen und Journalisten teilnahmen. An der Seite des Münchner Oberbürgermeisters, des Wiesn-Chefs Dr. Christian Scharpf, der Wiesn-Stadträtin Anja Berger und des Ersten Vorsitzenden des Münchner Schausteller Vereins Peter Bausch nutzte DSB-Präsident Albert Ritter die große mediale Aufmerksamkeit, um über die Aufnahme der „Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland“ in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zu informieren. Zugleich stellte er die Position des DSB in der im Vorfeld des Oktoberfestes geführten Diskussion um die Gestaltung traditioneller Schaustellergeschäfte unmissverständlich klar: Überzogene Forderungen nach Veränderungen traditioneller Gestaltungen, wie zuletzt beim Teufelsrad, und aktionistisch geführte Debatten weist der DSB entschieden zurück. Wo tatsächlich Grenzen überschritten werden, steht der DSB jederzeit für einen offenen und konstruktiven Austausch zur Verfügung.
Noch am selben Abend nahm das DSB-Präsidium an der Beschickerversammlung des Oktoberfestes teil und nutzte die Gelegenheit, mit zahlreichen Schaustellerkolleginnen und -kollegen sowie Vertreterinnen und Vertretern des Münchner Schausteller Vereins und der Politik ins Gespräch zu kommen.
DSB im intensiven Austausch mit Bayerns Ministerpräsident und Münchens Stadtspitze
Am Folgetag standen die politischen Gespräche im Mittelpunkt: zunächst mit Wiesn-Chef Dr. Christian Scharpf und Veranstaltungschef André Listing, anschließend im Münchner Rathaus mit Oberbürgermeister Dominik Krause, Wiesn-Stadträtin Anja Berger und Stadtrat Beppo Brem (alle Bündnis 90/Die Grünen). In der CSU-Zentrale folgten weitere Gespräche mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sowie mit den aus Berlin angereisten Vertretern des Seeheimer Kreises der SPD um Sprecherin Claudia Moll und Sprecher Esra Limbacher.
Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem die weiterhin hohen Energiekosten für Schaustellerbetriebe sowie die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen. Die DSB-Vertreter verwiesen in diesem Zusammenhang auf das vom Deutschen Schaustellerbund in Auftrag gegebene Rechtsgutachten von Prof. Dr. Johann-Christian Pielow, wonach die Gewährleistung der inneren Sicherheit und die Gefahrenabwehr hoheitliche Aufgaben des Staates sind und die daraus entstehenden Kosten nicht auf die Schausteller abgewälzt werden dürfen. Ein weiteres Thema war die Nachhaltigkeit der Schaustellerbranche, die sich bereits 1991 im Rahmen einer Selbstverpflichtung zu nachhaltigem Wirtschaften bekannt hat.
Weitere Informationen: Die Nachhaltigkeitspräsentation des DSB sowie weitere Informationen zur Nachhaltigkeit der Schaustellerbranche finden Sie auf der DSB-Website unter www.dsbev.de/nachhaltigkeit.
Breiten Raum nahmen auch die aktuellen städtebaulichen Planungen in München ein. Gemeinsam mit Peter Bausch und Reinhold Brenner vom Münchner Schausteller Verein machte der DSB auf die möglichen Auswirkungen des geplanten Baus der U9 auf die Theresienwiese aufmerksam. Die Schaustellervertreter unterstrichen die herausragende gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Oktoberfestes und forderten, dass die Durchführung des größten Volksfestes der Welt sowie die Existenzgrundlagen der Schaustellerfamilien, die vielfach seit Generationen zu seinem Erfolg beitragen, durch die Bauarbeiten nicht gefährdet werden dürfen. Auch mit Blick auf die Münchner Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 brachten die Schaustellervertreter ihre Sorgen hinsichtlich einer möglichen Nutzung der Theresienwiese als Sport- oder Veranstaltungsfläche zum Ausdruck. Die Gesprächspartner aus Landes- und Kommunalpolitik betonten ihrerseits den hohen Stellenwert des Oktoberfestes für München und sicherten zu, die Interessen des Volksfestes und seiner Schausteller bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen.
Feierliche Eröffnung des 191. Münchner Oktoberfests
Am Samstag wurde das 191. Münchner Oktoberfest feierlich eröffnet. Pünktlich um 12 Uhr zapfte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause im Schottenhamel-Festzelt mit zwei sicheren Schlägen das erste Fass an und eröffnete mit dem traditionellen „O’zapft is!“ die Wiesn 2026. Die erste Maß überreichte er traditionsgemäß dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der den Schaustellerinnen und Schaustellern sowie den Gästen aus aller Welt friedliche und erfolgreiche Festtage wünschte.
Gemeinsam mit dem Münchner Schausteller Verein und seinem Ersten Vorsitzenden Peter Bausch nahm auch das DSB-Präsidium an der feierlichen Eröffnung teil. Dabei nutzten die DSB-Vertreter die Gelegenheit zu zahlreichen persönlichen Begegnungen und Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik.
Starker politischer Austausch beim Schaustellerstammtisch
Im Anschluss an die Eröffnung lud der Deutsche Schaustellerbund zahlreiche politische Gäste zum Schaustellerstammtisch ein. Über mehrere Stunden führten das DSB-Präsidium und die Schaustellervertreter intensive Gespräche mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten über die aktuellen Anliegen und Herausforderungen der Schaustellerbranche.
Zu den hochrangigen politischen Gästen zählten Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause. Bei einem anschließenden gemeinsamen Rundgang über den gut besuchten Festplatz brachte das DSB-Präsidium dem Oberbürgermeister die Besonderheiten des Schaustellergewerbes und des Arbeitsalltags auf der Reise näher. Krause dankte den Schaustellervertretern für den persönlichen Austausch und ließ es sich nicht nehmen, eine Runde Achterbahn zu fahren.
Auch zahlreiche weitere Gäste aus Gesellschaft und Öffentlichkeit, darunter Comedian Oliver Pocher und Gloria von Thurn und Taxis, kamen mit dem DSB-Präsidium und den Schaustellerkolleginnen und -kollegen des Münchner Schausteller Vereins ins Gespräch und erfuhren aus erster Hand, welche Themen die Schaustellerbetriebe derzeit bewegen.
Weißwurstfrühstück mit dem Seeheimer Kreis: DSB setzt intensiven politischen Austausch auf der Wiesn fort
Am Sonntag kamen Vertreter des Deutschen Schaustellerbundes auf der Oidn Wiesn mit zahlreichen Bundestagsabgeordneten des Seeheimer Kreises zu einem traditionellen Weißwurstfrühstück zusammen. Gemeinsam mit dem Münchner Schausteller Verein nutzte der DSB die Gelegenheit, den Politikerinnen und Politikern die zentralen Anliegen der Schaustellerbranche in engem Austausch zu erläutern.
Dabei knüpfte der DSB an die Gespräche der vorangegangenen Tage an und bekräftigte gegenüber den Vertretern des Seeheimer Kreises seine Forderungen insbesondere bei den Sicherheits- und Energiekosten. Auch der anhaltende Arbeitskräftemangel und die dafür notwendigen politischen Rahmenbedingungen wurden intensiv diskutiert.
Die Vertreter des Seeheimer Kreises, darunter Sprecherin Claudia Moll und Jens Behrens, Mitglied des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages, dankten den Schaustellervertretern für den konstruktiven Austausch und sicherten dem DSB auch für die Zukunft ihre Unterstützung zu.
Vier intensive Tage auf der Wiesn, zahlreiche Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene und bereits vor Ort vereinbarte Folgetermine: Der DSB nutzte das Oktoberfest auch in diesem Jahr, um die Anliegen der Schaustellerfamilien dort einzubringen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Die Gespräche in München werden nun auf den verschiedenen politischen Ebenen konsequent fortgesetzt.
Der DSB dankt dem Münchner Schausteller Verein, insbesondere seinem Ersten Vorsitzenden Peter Bausch und seinem Zweiten Vorsitzenden Reinhold Brenner, für die hervorragende Organisation und die herzliche Gastfreundschaft.