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DSB – Deutscher Schaustellerbund e.V.

200 Jahre Nürnberger Volksfest – DSB und Politik gratulieren zum großen Jubiläum

DSB-Präsident Albert Ritter (l.) und Lorenz Kalb, Vorsitzender des Süddeutschen Schaustellerverbandes (r.), eröffneten gemeinsam mit Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (2.v.l.) und Nürnbergs Volksfestkönigin Lorena Hofmann (2.v.r.) das 200. Nürnberger Herbstvolksfest.
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Das Nürnberger Herbstvolksfest stand in diesem Jahr ganz im Zeichen eines großen Jubiläums: Seit nunmehr 200 Jahren gehören die Nürnberger Volksfeste fest zum gesellschaftlichen Leben der Frankenmetropole. Zur feierlichen Eröffnung am 28. August waren zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf den Festplatz gekommen. Auch DSB-Präsident Albert Ritter und DSB-Vizepräsident Josef Diebold ließen es sich nicht nehmen, dem Nürnberger Schaustellerverband persönlich zu diesem besonderen Jubiläum zu gratulieren.

Den Auftakt bildete ein stimmungsvoller Festzug über den Volksfestplatz, bevor Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König gemeinsam mit Lorenz Kalb, Erster Vorsitzender des größten DSB-Mitgliedsverbandes, dem Süddeutschen Verband reisender Schausteller und Handelsleute, mit dem traditionellen Bieranstich das Jubiläumsvolksfest offiziell eröffnete. Zu den politischen Ehrengästen zählten unter anderem der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann sowie der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein.

Passend zur Aufnahme der Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes hatten die Nürnberger Schausteller mit viel Liebe zum Detail eine historische Ausstellung zum 200-jährigen Jubiläum vorbereitet. Ab dem 3. September nahm sie die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch zwei Jahrhunderte Nürnberger Volksfestgeschichte. Historische Exponate und Erinnerungsstücke zeigten anschaulich, wie sich die Nürnberger Volksfeste und die Schaustellerbetriebe über Generationen hinweg entwickelt haben.

Für den Deutschen Schaustellerbund bot die Jubiläumsfeier zugleich Gelegenheit, mit den anwesenden politischen Vertretern über die aktuellen Anliegen der Schaustellerbranche zu sprechen. DSB-Präsident Albert Ritter, DSB-Vizepräsident Josef Diebold und der Vorsitzende des Süddeutschen Schaustellerverbandes, Lorenz Kalb, machten dabei auf die aktuellen Herausforderungen für die Betriebe auf der Reise aufmerksam und setzten sich für praxisgerechte politische Rahmenbedingungen ein.

In seiner Ansprache griff DSB-Präsident Albert Ritter auch die aktuelle Diskussion um die von der Stadt München geforderte Umgestaltung des traditionellen Teufelsrads auf dem Oktoberfest auf. Dabei stellte er die klare Position des Deutschen Schaustellerbundes heraus: Sexismus und Rassismus haben auf den Volksfestplätzen keinen Platz. Zugleich gehören bunte, manchmal überzeichnete Darstellungen seit jeher zur Gestaltung und zum besonderen Charakter vieler Schaustellergeschäfte. Der DSB weist deshalb überzogene Forderungen nach Veränderungen traditioneller Gestaltungen entschieden zurück und warnt vor aktionistisch geführten Symboldebatten. Die mehr als 50 anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region schlossen sich der Position des Deutschen Schaustellerbundes an und stimmten Ritters Ausführungen zu. Wo tatsächlich Grenzen überschritten werden, stehen der DSB und seine Mitgliedsverbände den Veranstaltern selbstverständlich für einen offenen und konstruktiven Austausch zur Verfügung.

Seit 200 Jahren prägen Generationen von Schaustellerfamilien die Nürnberger Volksfeste und haben sie über die Jahrzehnte immer wieder weiterentwickelt. Der Deutsche Schaustellerbund gratuliert dem Süddeutschen Verband reisender Schausteller und Handelsleute und allen beteiligten Schaustellerinnen und Schaustellern herzlich zu diesem besonderen Jubiläum und wünscht viele weitere erfolgreiche Nürnberger Volksfeste.