DSB – Deutscher Schaustellerbund e.V.

DSB zu Gespräch im Bundeskanzleramt – Schaustellerthemen auf Bundesebene im Fokus

v.l. Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg, Vizepräsident Bethel Thelen, Präsident Albert Ritter, Staatsminister Dr. Michael Meister, Vizepräsident Andreas Horlbeck, Ministerialrat Helge Hassold
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Am 12. Mai 2026 tauschten sich DSB-Präsident Albert Ritter, die Vizepräsidenten Andreas Horlbeck und Bethel Thelen sowie DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg im Bundeskanzleramt mit Staatsminister Dr. Michael Meister über aktuelle Herausforderungen der Schaustellerbranche sowie Fragen der Bund-Länder-Zusammenarbeit aus.

Ein zentrales Thema des Austauschs war die steigende finanzielle Belastung von Volksfesten und Weihnachtsmärkten. Insbesondere die Frage der Kostenübernahme für Maßnahmen der Gefahrenabwehr beschäftigt vielerorts Veranstalter und Schaustellerbetriebe. Höhere Anforderungen an Sicherheitskonzepte und Schutzmaßnahmen haben in den vergangenen Jahren zu erheblichen Mehrkosten geführt und stellen Veranstalter vor große Herausforderungen. Die Vertreter des DSB machten gegenüber Staatsminister Dr. Meister deutlich, dass es hier gemeinsamer und tragfähiger Lösungen von Bund, Ländern und Kommunen bedarf, um den langfristigen Erhalt der Volksfestkultur zu sichern.

Darüber hinaus wurden die weiterhin hohen Energiekosten auf Kirmessen und Weihnachtsmärkten thematisiert. Der DSB machte gegenüber Staatsminister Dr. Meister deutlich, dass die im Koalitionsvertrag vorgesehene Senkung der Energiesteuer sowie weitere Entlastungen auch bei den Familienbetrieben der Schaustellerbranche ankommen müssen. Nur wenn die Familienbetriebe der Schausteller spürbar entlastet werden, können sie sich auch künftig auf die Reise machen und den Menschen Freude bringen.

Auch der andauernde Arbeitskräftemangel, der viele Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen stellt, war Gegenstand des Gesprächs. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung beim Transport großer Fahrgeschäfte, die als Leuchttürme vieler Volksfeste eine zentrale Rolle spielen. Der aufgrund des Arbeitskräftemangels zunehmend schwieriger werdende Transport dieser Attraktionen gefährdet das vielfältige Angebot zahlreicher Volksfeste und betrifft damit die gesamte Schaustellerbranche.

Den besonderen Schlusspunkt des von großer gegenseitiger Wertschätzung geprägten Gesprächs setzte das gemeinsame Foto mit Staatsminister Dr. Michael Meister vor dem mehr als 120 Jahre alten Karussellpferd, das seit dem Jahr 2003 einen festen Platz im Bundeskanzleramt hat. Es steht es nicht nur für die große gesellschaftliche Bedeutung der Volksfeste, sondern auch für die enge Verbundenheit zwischen Schaustellerbranche und Bundespolitik.