DSB – Deutscher Schaustellerbund e.V.

Im Zeichen der Zukunft – Bundestagung der Markt- und Volksfestreferenten in Düren

Die Vertreter der Schaustellerbranche um DSB-Präsident Albert Ritter (2.v.l.) und Hans-Bert Cremer, Erster Vorsitzender des Verbandes Reisender Schausteller Düren (l.) referierten über die aktuelle Situation der Schausteller in Deutschland.
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Die Verantwortlichen insbesondere großer und mittelgroßer Volksfeste aus dem gesamten Bundesgebiet treffen sich alljährlich zur Bundestagung der Markt- und Volksfestreferenten, um sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Veranstaltungsbranche auszutauschen. In diesem Jahr fand die Tagung vom 27. bis 29. Juli parallel zur traditionsreichen Dürener Annakirmes statt.

Auf der Agenda standen unter anderem Fragen zur Finanzierung von Veranstaltungen, Sicherheitskonzepte, der Arbeitskräftemangel in der Schaustellerbranche sowie neue Möglichkeiten der Besucherzählung. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie kurzfristige Absagen von Beschickerinnen und Beschickern künftig besser aufgefangen werden können. Einigkeit bestand darüber, dass hierfür weniger Konkurrenzdenken als vielmehr ein enger Austausch und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Veranstaltern erforderlich sind.

DSB-Präsident Albert Ritter gab – unterstützt vom Ersten Vorsitzenden des Verbandes Reisender Schausteller Düren, Hans-Bert Cremer – in einem Fachvortrag Einblicke in die aktuellen Herausforderungen der Schaustellerbranche und berichtete über die bundespolitische Arbeit des Deutschen Schaustellerbundes. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Aufnahme der Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes – ein bedeutender Meilenstein für den Erhalt der Schaustellerkultur und der Volksfeste in Deutschland. Ritter machte deutlich, dass diese Anerkennung nicht nur Grund zur Freude, sondern zugleich Auftrag für Politik und Gesellschaft sei: „Wer Volksfeste als Orte der Begegnung, der Tradition und des gesellschaftlichen Zusammenhalts bewahren will, muss auch die Schausteller als ihre Träger nachhaltig stärken. Dafür braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine weiterhin enge Partnerschaft zwischen Schaustellergewerbe, Veranstaltern und der Politik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.“

Die Themen wurden jedoch nicht nur im Sitzungssaal behandelt, sondern konnten in unmittelbarer Nähe auf der Dürener Annakirmes bei einem Rundgang über den Festplatz aus nächster Nähe erlebt werden. Dabei bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit, sich mit Schaustellerinnen und Schaustellern über aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen des Schaustellergewerbes auszutauschen.

Zum Abschluss der Tagung zog Achim Greiff, Marktmeister der Dürener Annakirmes und Mitarbeiter der Vermessungsabteilung im Amt für Stadtentwicklung der Stadt Düren, ein durchweg positives Fazit: „Der offene und kollegiale Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland war ausgesprochen wertvoll. Alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und voneinander zu lernen. Dass wir diese Tagung in Düren ausrichten konnten, war eine tolle Gelegenheit, unsere Stadt und die Annakirmes als leistungsstarken und gastfreundlichen Veranstaltungsort zu präsentieren.“