DSB – Deutscher Schaustellerbund e.V.

Gemeinsam für die Schaustellerbranche – Die politische Arbeit der Schaustellerverbände

Am 12. Mai 2026 tauschten sich DSB-Präsident Albert Ritter, die Vizepräsidenten Andreas Horlbeck und Bethel Thelen sowie DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg im Bundeskanzleramt mit Staatsminister Dr. Michael Meister über aktuelle Herausforderungen der Schaustellerbranche sowie Fragen der Bund-Länder-Zusammenarbeit aus. Von links: Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg, Vizepräsident Bethel Thelen, Präsident Albert Ritter, Staatsminister Dr. Michael Meister, Vizepräsident Andreas Horlbeck, Ministerialrat Helge Hassold
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Verbandsarbeit ist immer Teamleistung: Die Mitglieder des DSB, ihre Hauptvorstände, Fachberater und Fachberaterinnen, das Präsidium und die Hauptgeschäftsstelle in Berlin wirken immer gemeinsam.

Täglich gibt es kleine Probleme, Anliegen, Unkenntnis oder Missverständnisse, die oft mit mehr oder weniger geringem Aufwand und viel Erfahrung aus der Welt geschafft werden können. Doch es gibt auch dicke, richtig dicke Bretter, deren Bearbeitung Monate, manchmal sogar Jahre dauert.

Die Normumstellung im Bereich der Fliegenden Bauten ist dafür ein gutes Beispiel. Mit vereinter Kraft, guten Netzwerken und Kompetenz wurden technische und regulatorische Lösungen erarbeitet, wo zu Beginn nur Ratlosigkeit und auch Wut waren.

Die Arbeitszeiten und ihre Erfassung – auch hier ging es darum, den politischen Entscheidern in ungezählten Gesprächen die Besonderheiten des Alltags „auf der Reise“ zu verdeutlichen, der eben anders ist als der in einer Fabrik mit festen Pausenzeiten und Stechuhr am Halleneingang.

Und Corona? Es bedarf nicht vieler Worte, denn wohl jeder weiß, dass ohne die gemeinsam erreichten Anpassungen der Hilfen an unser von der Saison und der Straße geprägtes Metier viele unserer Familienbetriebe diese Pandemie nicht überlebt hätten.

Die Bretter der Gegenwart und Zukunft sind gerade ganz besonders finanz- und steuerrechtlicher Art. Die mancherorts immer noch bestehende Weigerung der Hauptzollämter, selbstfahrende Packwagen im Schaustellergewerbe von der Kfz-Steuer zu befreien, die noch nicht beendete Diskussion um die offene Ladenkasse gemäß § 146 der Abgabenordnung bei gleichzeitiger Möglichkeit der unbaren Zahlung und natürlich die im Koalitionsvertrag vereinbarte Registrierkassenpflicht.

Hier ist es die Aufgabe aller Akteure, aufzuzeigen, dass eine solche Pflicht im stationären Gewerbe funktionieren mag, auf der Reise aber kaum lösbare Probleme mit sich bringt, die bei einem Tätigwerden des Gesetzgebers zwingend berücksichtigt werden müssen.

Gerade diese Themen sind im Laufe der letzten Monate sehr intensiv bearbeitet und in vielen Gesprächen thematisiert worden.

Hier ein paar Impressionen aus dem Verbandsalltag – in Berlin und überall in Deutschland.