Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Sicherheit auf Volksfesten: DSB-Forderungen werden zum Start der Volksfestsaison 2019 vielerorts umgesetzt

Das Osterfest steht bevor und damit auch der Start in die neue Volksfestsaison 2019.

Zu den Vorbereitungen gehört natürlich auch die Überprüfung und Anpassung der Konzepte für die Sicherheit unserer Gäste.

In der Rückschau auf die vergangenen zwei Jahre nach dem schrecklichen Attentat von Berlin stellen wir fest, dass die meisten Veranstalter nach einem anfänglichen (und verständlichen) Aktionismus ein Maß gefunden haben, das aus Festen keine Festungen macht.

Dort, wo die speziellen räumlichen Gegebenheiten es aber als unverzichtbar erscheinen lassen, werden mit Zufahrtssperren aus Stahl und Beton Barrieren geschaffen.

Eine Umfrage des DSB unter vielen Veranstaltern kommt zu dem guten Ergebnis, dass die diesbezüglichen Mehrkosten in der Regel nicht auf die Standgebühren der Schausteller umgelegt werden.

Ein gutes und anerkennenswertes Beispiel dafür ist das Land Berlin, das die Kosten für die Sicherung des Weihnachtsmarktes 2018 auf dem symbolträchtigen Breitscheidplatz komplett selbst getragen hat.

Auch wenn sich die Politik in vielen anderen Teilen unseres Landes bisher noch nicht in der von uns gewünschten Deutlichkeit positioniert hat, zeigt uns der Verzicht auf Kostenabwälzungen, dass unsere Appelle und unsere Rechtsauffassung vor Ort – auf Ebene der Verwaltung – überzeugt haben:

Der Angriff eines Attentäters gilt nicht in erster Linie der Veranstaltung, er ist ein Angriff auf unsere Werteordnung, auf die Regeln, die wir unserem Zusammenleben gegeben haben – und damit ein Angriff auf unseren Staat.

Die Abwehr eines solchen Angriffs ist seine Aufgabe, die weder tatsächlich noch finanziell auf die Veranstalter und erst recht nicht auf uns Schausteller abgewälzt werden kann.

Die Sorge für die innere Sicherheit und die Abwehr von Gefahren ist eine Hoheitsaufgabe des Staates.

Dort, wo diese Diskussionen noch immer mit Leidenschaft geführt werden, möchten wir noch einmal auf das Rechtsgutachten hinweisen, das Prof. Dr. Christian Pielow von der Ruhr-Universität in Bochum zu dieser Problematik erstellt hat. Es ist nicht nur im Mitgliederbereich, sondern auch für die Allgemeinheit im „ABC der gelungenen Volksfeste“ des Deutschen Schaustellerbundes online einzusehen.