Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Hygienemaßnahmen auf Weihnachtsmärkten 2020

Weihnachtsmärkte sind in einer Jahreszeit, in der sich unser aller Leben in geschlossene Räume zurückzieht, das sichere Frischluft-Freizeitangebot im Corona-Winter 2020!

Unter welchen Bedingungen sie stattfinden können, wird derzeit in ganz Deutschland diskutiert.

Die vielen Möglichkeiten, die den Schaustellern zur Verfügung stehen, um Infektionsrisiken zu minimieren, hat der DSB bereits in seiner Machbarkeitsstudie im September detailliert vorgestellt.

Dass diese Maßnahmen funktionieren und erfolgreich sind, haben die Schausteller bundesweit in diesem Sommer mit alternativen Veranstaltungen, wie u.a. temporären Freizeitparks, erfolgreich unter Beweis gestellt und von den örtlichen Gesundheitsämtern bestätigt bekommen.

Da Bilder aber häufig mehr als Worte sagen, hat der DSB diese Maßnahmen kurz und bündig in einem ca. dreiminütigen Film zusammengefasst, der auch auf unserem YouTube-Kanal zu finden ist.

Zahlreiche Politiker und Organisationen haben sich bereits für die Veranstaltung der Weihnachtsmärkte auch im Corona-Jahr 2020 ausgesprochen. Hier beispielhaft ein Auszug aus den Rückmeldungen, die dem DSB zugegangen sind:

Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen (CDU):
„Sehr geehrter Herr Ritter,
[…] Seien Sie versichert, dass die Hessische Landesregierung die Sorgen und Nöte der Schausteller im Blick hat und intensiv bestrebt ist, sobald wie nur irgend möglich weitere Öffnungen bei Volksfesten und ähnlichen Veranstaltungen möglich zu machen.
Ich freue mich daher besonders, Ihnen mitteilen zu können, dass Weihnachtsmärkte in Hessen erlaubt sein werden. Dies zwar weiterhin unter Auflagen, aber ich bin zuversichtlich, dass die Menschen die Weihnachtsmärkte mit Freude wahrnehmen werden und dass auch die Schaustellergemeinde dies als ein Zeichen der Verbundenheit und für eine positive Entwicklung verstehen. […]“

Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein (CDU):
Sehr geehrter Herr Ritter,
[…] Zum Thema der Durchführbarkeit von Veranstaltungen und auch zum Anliegen Ihres Schreibens habe ich in den letzten Wochen viele Gespräche geführt, unter anderem mit dem Schaustellerverband Schleswig-Holstein. Die Ergebnisse sind in die aktuelle Überarbeitung der Corona-Bekämpfungsverordnung Schleswig-Holstein eingeflossen, die seit 19. September 2020 in Kraft ist. Ich gehe davon aus, dass die Änderungen Ihrem Anliegen in großem Umfang Rechnung tragen und eine verantwortungsvolle Durchführung von Weihnachtsmärkten in diesem Jahr ermöglichen. […] Zu der von Ihnen besonders angesprochenen Frage, ob Alkohol ausgeschenkt werden darf, möchte ich darauf hinweisen, dass mit ausdrücklicher Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamtes nun in den Fällen auch der Ausschank von begrenzten Mengen Alkohol pro Person ermöglicht werden kann, wenn dies zum typischen Charakter der Veranstaltung gehört. Hiervon können Sie in der Regel beim Glühweinausschank auf Weihnachtsmärkten ausgehen. […]
Ich hoffe, dass die weitere Entwicklung des jeweiligen lokalen Infektionsgeschehen es erlaubt, dass möglichst viele Weihnachtsmärkte so stattfinden können. Sollten weitere Lockerungen möglich werden, passen wir unsere Verordnungen natürlich auch weiterhin laufend an, so dass möglichst viel privates wie öffentliches Lebens stattfinden kann und dies mit der nötigen Sicherheit für Menschen in Einklang bleibt.
Weiterhin wünsche ich Ihnen, dass die Weihnachtsmärkte gut angenommen werden und den Menschen viel Freude bereiten. Die Schausteller leisten damit einen großen Beitrag für eine schöne Weihnachtszeit in unserem Land. Dafür danke ich Ihnen herzlich. […]“

Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (CDU):
„Sehr geehrter Herr Ritter, sehr geehrter Herr Hakelberg,
[…] Die Landesregierung verfolgt seit Beginn der Pandemie eine Strategie von Maß und Mitte. Dabei geht es nicht nur darum, die richtige Balancezwischen Infektionsschutz und Alltag herzustellen, sondern auch Ihnen und Ihren Mitgliedern rechtzeitig vor der Adventszeit Planungssicherheit für die Durchführung von Weihnachtsmärkten zu geben. Mit der seit 30. September gültigen Fassung der Coronaschutzverordnung ist diese Planungssicherheit nun gegeben. Weihnachtsmärkte unter freiem Himmel können grundsätzlich stattfinden, sofern ein Infektionsschutz-, Hygiene- und Zugangskonzept vorgewiesen werden kann. Ich füge diesem Schreiben die ausführliche Anlage der Coronaschutzverordnung zu Weihnachtsmärkten bei und hoffe, dass diese Regelung Ihren Mitgliedern in diesem wirtschaftlich herausfordernden Jahr zumindest eine gewisse Erleichterung verschafft. Das wäre mir angesichts des großen Wertes des Schaustellergewerbes für die Lebensqualität in unserem Land besonders wichtig. […]

[…] Wie Sie sicherlich bereits der Medienberichterstattung entnommen haben, werden wir in Nordrhein-Westfalen den Betrieb von Weihnachtsmärkten mit Glühweinausschank erlauben, allerdings unter bestimmten Auflagen. Denn Voraussetzung für das Gelingen von Weihnachtsmärkten in Corona-Zeiten ist ein gut durchdachtes Infektionsschutz-, Hygiene- und Zugangskonzept, das die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt.

Lieber Herr Ritter, für viele von uns gehört der Besuch eines Weihnachtsmarktes untrennbar zur kalten Jahreszeit dazu. Daneben geht es aber immer auch um die Menschen, die damit einen Teil ihres Lebensunterhalts verdienen. Deshalb freue ich mich wirklich, dass wir diese liebgewordene Tradition trotz Pandemie auch dieses Jahr fortsetzen können. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass wir mit Hilfe der Auflagen einen sicheren Betrieb der beliebten Weihnachtsmärkte gewährleisten können. […]“