Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Erfolgreicher Runder Tisch mit Bayerns Staatsminister Aiwanger zum Thema Weihnachtsmärkte 2021: Wegweisendes Rahmenkonzept für Weihnachtsmärkte veröffentlicht

Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zeigte sich bereits zu Beginn der Coronakrise als Freund pragmatischer Lösungen und unterstützte die Veranstaltung sog. temporärer Freizeitparks in seinem Bundesland, so lange die Landesregierung Volksfeste untersagte.

In der Folgezeit und insbesondere seit Beginn der Pandemie intensivierte sich die ohnehin gute Zusammenarbeit zwischen dem Wirtschaftsministerium und dem Deutschen Schaustellerbund. So fand in diesem Rahmen am 12. Oktober ein neuerlicher „Runder Tisch Weihnachtsmärkte“ statt, um mit Vertretern der Schaustellerverbände, des Hotel- und Gaststättenverbandes, der kommunalen Spitzenverbände, einiger veranstaltender Städte und Repräsentanten der maßgeblichen bayerischen Ministerien die Bedingungen auszuloten, unter denen Weihnachtsmärkte in diesem Jahr möglich sind. Von Seiten des DSB nahmen die Vizepräsidenten Lorenz Kalb und Edmund Radlinger, Bundesfachberater Josef Diebold, der Erste Vorsitzende des Münchner Schausteller-Vereins e.V. Peter Bausch und Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg teil.

Mit respektvollem Blick auf die Entwicklung der Pandemie muss festgestellt werden, dass mit der unlängst veröffentlichten, doch sehr hohen Impfquote von mehr als 85 Prozent mittlerweile ein Status erreicht wurde, der eine Rückkehr ins normale berufliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben ermöglicht und die „Herdenimmunität“ nun zum Greifen nah ist.

Diese Sichtweise vertritt erfreulicherweise auch das bayerische Wirtschaftsministerium und erklärte sich hinsichtlich der Veranstaltung der diesjährigen Weihnachtsmärkte zu dem Verzicht auf die 3-G-Regeln, auf Einzäunung, Kontaktverfolgung und Alkoholverbot – bereit.

Der DSB sprach während des Gesprächs die dringende Bitte und Empfehlung aus, diese Sichtweise des Ministeriums zu verschriftlichen, denn im Alltag zeigt sich ständig, wie sehr die veranstaltenden Städte und Kommunen verunsichert sind, ob ihre demnächst anstehenden Feste oder Märkte von der Coronaschutzverordnung des jeweiligen Bundeslandes gedeckt sind. Der Informationsfluss zwischen den Landesregierungen und den Rathäusern, Landkreisen, Landratsämtern usw. vor Ort müsse laut DSB-Vertretern dringend verbessert werden – dies gilt nicht nur für Bayern.

Bayern reagierte zügig und erfreulich und hat wenige Tage später in dem unter diesem Link: http://url.dsbev.de/5d nachzulesenden Rahmenkonzept für Weihnachtsmärkte seine Sicht der Dinge mitgeteilt.
Im Wesentlichen sind dies:

  • Verzicht auf die 3-G-Regeln unter freiem Himmel
  • Einhaltung der 3-G-Regeln in geschlossenen Räumen (z.B. Zelten und Geschäften)
  • Verzicht auf Kontaktverfolgung und Einzäunung,
  • keine Einschränkung beim Verkauf alkoholischer Getränke

Selbstverständlich – und auch verbandsseitig nicht im Geringsten angezweifelt – ist das Erfordernis eines tragfähigen Hygienekonzeptes, dessen Einhaltung fortlaufend überwacht wird sowie ein detaillierter Reinigungs- und Desinfektionsplan für einzelne Geschäfte.

Bayern ist nach der Wahrnehmung des DSB damit gegenwärtig das Land, das den Schaustellern die erträglichsten Voraussetzungen schafft, um die erneut desolate Saison zumindest noch mit einem gelungenen Weihnachtsmarkt zum Abschluss zu bringen.