Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB zu Gast bei Tourismusausschuss der SPD-Bundestagsfraktion: Arbeitskräftemangel und Stärkung der ländlichen Regionen stehen im Fokus

Der Tourismus in Deutschland ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und sichert in den verschiedensten Bereichen mittlerweile drei Millionen Arbeitsplätze. Da auch die Tourismusbranche vor vielfältigen Herausforderungen steht, kommen die Vertreter jener Branchen, die eine führende Rolle in der deutschen Tourismuslandschaft spielen, alljährlich zum „Tourismuspolitischen Dialog“ der SPD-Bundestagsfraktion zusammen.

Ziel ist es dabei, Lösungen herauszuarbeiten, um die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen, damit der Tourismus  auch zukünftig als starker Wirtschaftsfaktor und Deutschland selbst als attraktives Reiseziel im internationalen Wettbewerb bestehen können.

In diesem Jahr ging es um die Sicht der Verbände auf das jüngst vorgelegte Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion zu den Anforderungen an eine nationale Tourismusstrategie der Bundesrepublik (hier abzurufen).

Während der Veranstaltung tauschten die Teilnehmer ihre Gedanken zu dem Positionspapier aus. Für den DSB nahm Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg an dem Dialog teil, der am 15. Mai im Bundestag stattfand. Eine Woche zuvor war er zu dem Thema bereits zu Gast bei der Parallel-Veranstaltung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Eines der Themen, das im Vordergrund der Diskussionen stand, war der Arbeitskräftemangel, der in den vielfältigen Bereichen der Tourismusbranche – sowie ebenfalls in der Schaustellerbranche – ein zentrales Problem darstellt. Aber auch das nicht mehr zeitgemäße Arbeitszeitgesetz, das gerade kleine Betriebe, die nicht in der Lage sind, im Schichtbetrieb zu arbeiten, in kaum lösbare Konflikte stürzt, wurden erörtert. Auch hier traten die nur schwer miteinander zu vereinbaren Positionen der Arbeitgeber und der Gewerkschaften zu Tage.

Ein weiteres wichtiges Thema war auch das Bekenntnis zu ländlichen Räumen und deren Stärkung, die mit verbesserter Verkehrsanbindung, mit leistungsfähiger Digitaltechnik, aber eben auch mit einem vielseitigen kulturellen Angebot, also auch dem Erhalt von Traditionsfesten wieder attraktiver gestaltet werden müssen, um der allerorten zu beobachtenden Flucht in die Ballungszentren zu begegnen.

Mit Blick auf die Stärkung der ländlichen Regionen lässt sich anhand der Ergebnisse der jüngst vom DSB durchgeführten Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der Volksfeste in Deutschland eine positive Entwicklung ablesen: Nach durchschrittener Talsohle in den vergangenen Jahren sind die Besucherzahlen auf Volksfesten mit ggw. ca. 190 Mio. wieder deutlich gestiegen. Gründe dafür sind neben der stetigen Professionalisierung des Schaustellergewerbes auch die gewachsene Bereitschaft der Kommunen, die Volksfeste und Weihnachtsmärkte als Besucher-Magneten in den Innenstädten und als Leuchttürme für den Tourismus vor Ort zu unterstützen. Zudem ist auch eine Rückbesinnung auf analoge Freizeitangebote festzustellen. Die Besucher haben Sehnsucht nach „echten Erlebnissen“, die sie weg von PC & Co. und wieder zurück auf die Volksfestplätze zieht.

Fotonachweis: spdfraktion.de