Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB zu Gast bei der Landesregierung Schleswig-Holstein

Das Land Schleswig-Holstein richtet bereits seit 1986 jährlich in den Sommermonaten an vielen verschiedenen Spielorten in Schleswig-Holstein sowie im angrenzenden Niedersachsen, in Hamburg und im Süden Dänemarks das klassische Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) aus. Zum Auftakt des Festivals lädt die Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund in Berlin stets zu einem SHMF-Empfang mit anschließendem Gartenfest ein.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltungen und Organisationen folgten auch in diesem Jahr der Einladung und besuchten am 21. Mai die Landesvertretung. Auch DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg, Bundesfachberater für Bildung Andreas Horlbeck und der zweite Vorsitzende des Schaustellervereins Westküste - Sitz Heide - Thomas Horlbeck nahmen an dem Empfang teil.

Dabei nutzten sie die Gelegenheit, sich mit den politischen Vertretern zu jenen Themen auszutauschen, die die Schausteller derzeit in Schleswig-Holstein, aber auch im gesamten Bundesgebiet, vor Herausforderungen stellen. So sprachen sie u.a. mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther, dem Chef der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei Dirk Schrödter und dem Staatssekretär im Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein Torsten Geerdts.

Die DSB-Vertreter bedankten sich bei Staatskanzleichef Schrödter und Staatssekretär Geerdts zudem dafür, dass mit vereinten Kräften dafür gesorgt werden konnte, dass das Kieler Volksfest trotz des zeitgleich stattfindenden Tages der deutschen Einheit im Jahr 2019 auf dem Wilhelmsplatz veranstaltet werden kann. Sah der Plan zunächst vor, das Fest für die Einheitsfeierlichkeiten ausfallen zu lassen, konnte im gemeinsamen Dialog zwischen der Landesregierung Schleswig-Holsteins, den regionalen Schaustellerverbänden und dem DSB eine Lösung gefunden werden, bei der beide Veranstaltungen parallel laufen können.

Ein weiteres Thema waren die Kosten für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten. Hierbei wiesen die DSB-Vertreter nochmals auf das Gutachten von Prof. Dr. Christian Pielow von der Ruhr-Universität in Bochum hin, das dem DSB seinerzeit seine Rechtsauffassung bestätigt hatte, dass die Kosten für die Abwehr von Terror weder von Seiten der Veranstalter noch von Seiten der Beschicker getragen werden müssen. Da terroristische Angriffe dem Staat und nicht den einzelnen Veranstaltungen gelten, muss dieser auch organisatorisch und finanziell für dessen Abwehr sorgen.