Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB im Gespräch mit den Arbeitsgruppen Tourismus der CDU/CSU und SPD-Bundestagsfraktionen

Der Tourismus in Deutschland ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und sichert in den verschiedensten Bereichen mittlerweile drei Millionen Arbeitsplätze. Viele unserer Volksfeste, vor allem viele unserer Weihnachtsmärkte, sind unter normalen Bedingungen beliebte Ziele insbesondere für den Tages- und Wochenendtourismus, sehr zur Freude auch des stationären Einzelhandels, der Gastronomie und der Hotellerie vor Ort. Dementsprechend sind sie auch feste Bestandteile regionaler Tourismuskonzepte. Um die vielfältigen Herausforderungen der Branche zu diskutieren, kommen jene Vertreter, die eine führende Rolle in der deutschen Tourismuslandschaft spielen, alljährlich zu den jeweiligen „Tourismuspolitischen Dialogen“ der CDU/CSU und der SPD-Bundestagsfraktionen zusammen.

Die AG Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion traf sich dazu in diesem Jahr am 18. September 2020 im Paul-Löbe-Haus in Berlin, um über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Tourismusbranche zu sprechen. Auch DSB-Präsident Albert Ritter und Vizepräsident Kevin Kratzsch nahmen daran teil. Während des Dialogs machten sie u.a. darauf aufmerksam, dass es weit bis in das Jahr 2021 hinein speziell auf die Schaustellerbranche zugeschnittene Fördermaßnahmen geben müsse, da sie aufgrund der Corona-Pandemie bereits seit dem Frühjahr 2020 einem faktischen Berufsausübungsverbot unterliegen. Die Schausteller hatten deswegen in diesem Jahr keine Möglichkeit, sich das Wintergeld zu erwirtschaften, das sie jährlich für die saisonal bedingte Pause ihres Gewerbes dringend benötigen. Sie erläuterten den CDU/CSU-Vertretern zudem die große Bedeutung der Weihnachtsmärkte und unterstrichen, dass den Schaustellern nach einem solch dramatischen Jahr ohne Einnahmen ein wirtschaftliches Überleben kaum möglich sei. 

Am 29. September 2020 fand die Parallel-Veranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion als Webinar statt, in dem DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg die Interessen der Schausteller vertrat. Während des Dialoges waren sich die Teilnehmer aus den verschiedenen Zweigen der Tourismusbranche darüber einig, dass die Durchführung der Weihnachtsmärkte in diesem Jahr der Krise ganz besonders wichtig ist. Nicht nur für die Schaustellerbranche wäre die Absage der Weihnachtsmärkte eine wirtschaftliche Katastrophe: Insbesondere die Einzelhändler, die Hoteliers, viele private Vermieter, auch Jugendherbergen und weitere Bereiche des Tourismus sind in der düsteren Winterzeit auf die Weihnachtsmärkte angewiesen. Sie sind in diesem ohnehin sehr verlustreichen Jahr die letzte Gelegenheit, vor der anschließenden Winterpause etwas zu verdienen.

Aber auch für die Bevölkerung stellen die Weihnachtsmärkte nach einhelliger Meinung der Teilnehmer ein unverzichtbares Ritual in der Adventszeit dar, das den Menschen insbesondere nach den letzten Monaten des Verzichts und der Unsicherheit etwas Trost spenden kann.

Um das Überleben der zahlreichen Betriebe der Tourismusbranche auch im Jahr 2021 zu sichern, wurde auch im Dialog mit der SPD von allen Teilnehmern schließlich nochmals eindringlich eine Weiterführung der Überbrückungshilfen bis in das nächste Jahr hinein von den politischen Vertretern gefordert.