Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB im Gespräch mit CDU-Politikern David McAllister und Christian Freiherr von Stetten

Am 26. August war das Mitglied des Europäischen Parlaments und ehemaliger Ministerpräsident von Niedersachsen David McAllister (CDU) zu Gast in der Hauptgeschäftsstelle des DSB in Berlin, um mit Präsident Albert Ritter, Vizepräsident Kevin Kratzsch und Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg über die existenzbedrohende Lage im Schaustellergewerbe im Corona-Jahr zu sprechen.

Zentrales Thema des Dialogs war das Überbrückungshilfeprogramm der Bundesregierung. Die Vertreter des DSB berichteten McAllister in diesem Zusammenhang von dem ergänzenden Programm aus Schleswig-Holstein als positives Beispiel, bei dem 3 Mio. Euro aus Mitteln des Kultusministeriums zur Unterstützung der Schausteller bereitgestellt werden. Dabei betonten sie, dass das Programm insbesondere zur Tilgung von Krediten diene, mit der die Schausteller ihre laufenden Verpflichtungen bedienen können, was einem Großteil durch die Umsatzeinbußen aufgrund der Absage der Großveranstaltungen in ganz Deutschland bis Ende Dezember 2020 derzeit nicht aus eigenen Mitteln möglich ist.  

In diesem Zusammenhang traten die DSB-Vertreter mit der Forderung an McAllister heran, sich auch in Niedersachsen für ein solches Programm einzusetzen. Die Schausteller wiesen den Europa-Abgeordneten McAllister zudem auf die Wichtigkeit der Erlangung von Europamitteln zur Unterstützung der notleidenden Branche hin, woraufhin er versprach zu prüfen, inwiefern Hilfen aus den Kulturetats der Europäischen Union bereitgestellt werden könnten.

Ein weiteres Treffen fand am 3. September mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Christian Freiherr von Stetten, ebenfalls in Berlin, statt. DSB-Präsident Albert Ritter, der Erste Vorsitzende des Schaustellervereins Groß-Duisburg e.V. Mike Bengel und Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg besprachen mit von Stetten ebenfalls schwerpunktmäßig das Überbrückungshilfeprogramm. Zudem würdigte er die Demonstrationen der Schausteller in den vergangenen Monaten und betonte, wie ausgesprochen präsent und sichtbar die Schausteller bei der Politik und in der Öffentlichkeit durch ihre Aktionen und ihre stetige politische Arbeit seien.

Um die Branche im Nachgang an die Corona-Krise vor dem Ruin zu bewahren, wolle er sich im Bundestag dafür einsetzen, die Schausteller in den kommenden Jahren durch steuerliche Erleichterungen zu entlasten.

Fotonachweis: DSB