Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB-Handlungsleitlinien und -empfehlungen für Volksfeste und temporäre Freizeitparks im Jahr 2021

Allerorten wird darüber diskutiert, wie und wann unser persönliches, unser gesellschaftliches und unser Wirtschaftsleben nach Monaten des Stillstands wieder hochgefahren werden kann.

Das gilt auch für unsere Branche, die am längsten – seit Dezember 2019 – stillliegt, die Branche der Schausteller.

Dabei sind wir realistisch.

Angesichts weiterhin (zu) hoher Infektionszahlen und einer sicherlich ausbaufähigen Impfkampagne, wird es noch etwas dauern, bis es auf unseren traditionellen Volksfesten wieder unbeschwert rund geht.

Aber auch wir brauchen eine Öffnungsperspektive. Für unsere Familien, unsere Gäste, unsere Psyche – und unsere Banken.

In unserer politischen Arbeit mahnen wir daher gegenwärtig in den Staatskanzleien und den Ministerien der Länder klar an, dass Volksfete und temporäre Freizeitparks in den zukünftigen Corona-Verordnungen der Länder stattfinden müssen.

Die Bedingungen für solche Freiluft-Veranstaltungen müssen klar benannt werden, denn wir stellen jeden Tag fest: Die Städte und Kommunen wollen Feste veranstalten – sichere Feste, selbstverständlich unter Coronabedingungen.

Und sie schauen fragend zu ihren Landesregierungen, damit sie ihnen Orientierung geben.

Dabei fordern wir als Verband nicht nur, wir liefern auch.

Mit unserem „DSB-Hygienekonzept“ haben wir schon im Frühsommer vergangenen Jahres konkrete Wege aufgezeigt, mit denen es möglich ist, Schaustellern wieder einen Arbeitsplatz und den Menschen einen (sicheren) Ort bieten zu können, an dem sie, nach Monaten der Isolation, Zerstreuung finden und Lebensfreude tanken können.

Dass die darin dargestellten Maßnahmen (neue Platzarchitektur, veränderte Wegeführung, erhöhter Hygienestandard u.v.m.) verlässlich sind, haben die Schausteller im vergangenen Jahr mit einer Vielzahl sogenannter temporärer Freizeitparks bereits bewiesen!

Es gab nachweislich in keinem dieser Parks einen Vorfall, der den die Aufsicht führenden Gesundheits- und Ordnungsbehörden Anlass zur Sorge gegeben hätte!

Die Erfahrungen unserer Mitglieder im Corona-Jahr haben wir – das Präsidium und die Bundesfachberater – in den „Handlungsleitlinien und -empfehlungen für Volksfeste und temporäre Freizeitparks im Jahr 2021“ zusammengetragen.

Was hat sich bewährt, was könnte man besser machen, welchen Fehler sollte man nicht wiederholen?

Sei es die Gestaltung der Eingangssituation, die Registrierung der Besucher, die Kommunikation mit den Gästen und vieles mehr, alles wurde hinterfragt und zusammengetragen.

Diese Ergebnisse haben die Hauptvorstände des DSB überprüft. Im Anschluss haben wir die Handlungsleitlinien mit Mitgliedern der Volksfestreferententagung diskutiert, also den Veranstaltern, den Profis „auf der anderen Seite des Tisches“.

Ihr einhelliges Signal: Mit diesen Maßnahmen können wir die Volksfestkultur wieder „flott machen“. Schritt für Schritt, verantwortlich wieder zurück in das Leben vor Corona.

Klar ist: Temporäre Freizeitparks können ein erster Schritt sein.

Sie bieten in dieser Zeit – genau wie die stationären, etablierten Parks – die Möglichkeit, auf einem eingegrenzten Areal eine zuvor definierte Anzahl von Gästen begrüßen zu können – mit einem konsequenten Besuchermanagement.

Unter freiem Himmel, an frischer Luft.

Klar ist aber auch: Sie können und werden niemals unsere traditionellen Volksfeste ersetzen!

Frank Hakelberg
Rechtsanwalt
Hauptgeschäftsführer