Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Die deutschen Schausteller demonstrieren am 2.7. in Berlin: Volksfeste müssen wieder stattfinden dürfen!

Berlin, 30.06.2020 – Die deutschen Schausteller sind durch das Verbot der Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober faktisch mit einem Berufsausübungsverbot belegt. Ihre letzten Einnahmen haben sie auf den Herbstkirmessen oder Weihnachtsmärkten im Jahr 2019 erzielt. Damit sind mehr als 5.000 Familienunternehmen massiv in ihrer Existenz bedroht.

Um auf diese dramatische Situation aufmerksam zu machen, organisiert der Deutsche Schaustellerbund e.V. (DSB) am 2. Juli 2020 eine rollende Großkundgebung mit Schaustellerfahrzeugen, die am Bundeswirtschafts-, Bundesgesundheits- und Bundesfinanzministerium vorbei um 13:00 Uhr am Brandenburger Tor ihr Ziel findet. Neben einer Ansprache des Präsidenten des DSB Albert Ritter werden weitere politische Gäste erwartet.

Fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens werden wieder geöffnet – nur die Schausteller dürfen ihren Beruf auf den traditionellen Volksfesten nicht ausüben. Aber wenn die Geschäfte in den Fußgängerzonen der Städte und in Einkaufszentren wieder öffnen, wenn Strandpromenaden zum Flanieren einladen, wenn Cafés, Biergärten und Restaurants sich wieder um das leibliche Wohl ihrer Gäste kümmern dürfen, dann kann auch eine kleine Stadt, errichtet aus Kirmesgeschäften, aufgebaut unter freiem Himmel und an frischester Luft, stattfinden!

„Wenn unsere Kinder im Freibad gemeinsam im Planschbecken sitzen dürfen, muss es auch möglich sein, dass sie gemeinsam Karussell fahren können. Wenn es wieder erlaubt ist, dicht gedrängt im Flugzeug nach Mallorca zu fliegen, muss es erst recht gestattet sein, im Autoskooter nebeneinander zu sitzen“, sagt DSB-Präsident Albert Ritter.

Das pauschale Verbot auch der kleinsten Kirchweih, der kleinsten Dult oder Kirmes ist eine Ungleichbehandlung des Schaustellergewerbes gegenüber anderen Gewerbetreibenden. Die deutschen Schausteller fordern die politischen Vertreter mit der Großkundgebung auf, hierüber auf Bundes-, Landes- und auch kommunaler Ebene umgehend ins Gespräch zu kommen.