Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Backstage-Touren zur Dippemess in Frankfurt

Auch in diesem Jahr veranstaltete der Schaustellerverband Frankfurt-Rhein/Main wieder seine beliebten Backstage-Touren, die einen Blick hinter die Kulissen eines Volksfestes gewähren. Eine besonders interessante Tour fand Anfang September statt und richtete sich an ein Fachpublikum aus staatlichen, kommunalen und überregionalen Behördenvertretern, die berufliche Berührungspunkte mit dem Thema Volksfest haben.

Der Frankfurter Verband konnte so den Gießener Regierungspräsidenten Dr. Ullrich begrüßen, dessen Behörde in ganz Hessen für die „Fliegenden Bauten“ zuständig ist. Aber auch Vertreterinnen und Vertreter u.a. der Straßenbaubehörde, des Tourismus und Congress Veranstalters und der Lebensmittelüberwachung waren herzlich willkommen.

Während am Morgen die Lieferanten aus der Region die Dippemess mit allem belieferten, was am vorangegangenen Wochenende verbraucht wurde, ging die Gruppe um den stellvertretenden Vorsitzenden Patrik Drexel zunächst zum Schießstand der Familie Markurth. Hier durfte der Regierungspräsident das Baubuch nachsehen und sich über den Ausbau des Wagens und seiner Ausstattung informieren. Dass der Wagen aus dem Baujahr 1965 stammte, fiel den wenigsten auf. Er wurde über all die Jahre immer auf dem neusten Stand gehalten. Eine Nachhaltigkeit, wie sie noch häufiger an diesem Morgen angetroffen werden konnte.

Vom Schießstand ging es zu den kandierten Nüssen der Familie Eiserloh. Dass die Familie die qualitativ besten Nüsse und Mandeln aus Spanien bezieht, war den wenigsten Teilnehmern bekannt. Ebenso wenig die Geschmacksinnovationen Ingwer/Orange- oder Red-Bull-Mandeln. Alles eigene Entwicklungen mit viel Liebe und viel Arbeit.

Als nächstes Geschäft stand der „Break-Dancer“ der Familie Schramm im Fokus. Ein echter Kult auf vielen Volksfesten und oben wie unten in einem Top Zustand. Alex Schramm selbst führte in und durch das Fahrgeschäft, das auf 3 Hängern transportiert wird.

Die eingeschränkte Flexibilität der Schausteller durch zeitraubende Fahrgenehmigungen und Fahrverbote war hier ein Thema. Alleine die Möglichkeit, mit dem Behördenleiter Dr. Ullrich die komplizierte Praxis zu besprechen, machte die Tour lohnenswert.

Den kulinarischen Abschluss bildete dann der Besuch bei Mike Roie und seinem „Ochs am Spieß“. Aber nicht, ohne auch hier hinter die Kulissen zu sehen und festzustellen, dass kein Gastronom so häufig und intensiv kontrolliert wird, wie jener auf den Volksfesten – und zwar mit dem Ergebnis, dass Qualität und Frische und die Arbeitsbedingungen stets einwandfrei sind.

Der Schaustellerverband wird aufgrund der stets guten Erfahrungen mit den Backstage-Touren auch in Zukunft an dem Angebot festhalten und sie weiterentwickeln. Der Dank der Teilnehmer und ihr Fazit zukünftig mit ganz anderen Augen über den Volksfestplatz zu gehen, geben den Schaustellern recht.

Fotonachweis: Schaustellerverband Frankfurt Rhein-Main