Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Backstage-Tour auf der Warendorfer Mariä Himmelfahrtskirmes

Das Hochfest Mariä Himmelfahrt wird in dieser besonderen Weise seit fast 270 Jahren in Warendorf zu Ehren der Gottesmutter Maria gefeiert. Jedes Jahr errichten die Bogengemeinschaften Mitte August die in Deutschland einmaligen, prächtigen Marienbögen. Die Festwoche mit Konzerten und feierlichen Gottesdiensten erfährt ihren Höhepunkt mit der Illumination in der Innenstadt am Samstagabend und der großen Stadtprozession am nächsten Morgen.

Gleichzeitig zu diesen kirchlichen Festivitäten findet in Warendorf auf dem Lohwall auch die Himmelfahrtskirmes statt. Dort findet dann vier Tage lang die traditionelle Mariä-Himmelfahrtskirmes mit sieben Fahrgeschäften, vier Kinderkarussells und rund 180 Spiel- und Imbissstände statt. Die Kirmes endet traditionell am letzten Tag mit einem Höhenfeuerwerk.

In diesem Jahr gab es eine Neuerung bei der Warendorfer Himmelfahrtskirmes. Der erste Vorsitzende des Schaustellerverbandes Weser-Ems e.V. Bernhard Kracke jr. hatte in diesem Jahr die Idee, für die Verantwortlichen der Stadt Warendorf und die Entscheider aus der Politik eine Backstage-Tour anzubieten, die mit regem Interesse wahrgenommen wurde.

Die Tour ging über drei Stunden zum Kinderkarussell der Fa. Lünne, dem Mandelwagen der Fa. Röber, dem Laufgeschäft der Fa. Cornelius, dem Autoscooter der Fa. Petter und dem Musik-Express der Fa. Rasch.

Fast alle Anwesenden aus Rat, Verwaltung und der Politik kannten die Kirmes als Besucher, aber keiner hatte bisher hinter die Kulissen geschaut.

Insbesondere beim Thema Wirtschaftsfaktor Volksfest spitzten alle Anwesenden die Ohren, als Bernhard Kracke jr. ein paar interessante Zahlen zum Wirtschaftsfaktor Volksfest zum Besten gab.

Diese Flut an Informationen in kompakter Form hatte bisher keiner der „Außenstehenden“ gehört. Viele waren sehr beeindruckt und hätten nie gedacht, dass die Volksfeste in Deutschland eine solche Dimension einnehmen. Auch von den Erklärungen der einzelnen Fahrgeschäfts- und Standbetreiber waren die Gäste aus Verwaltung und Politik sehr angetan und hörten interessiert zu.

Die Backstage-Tour war rundum gelungen und wurde mit einem langanhaltenden Applaus gewürdigt. Bernhard Kracke jr. konnte zum Schluss ein durchweg positives Resümee ziehen: „Es ist wichtig, mit der Verwaltung und der Politik im konstruktiven Dialog zu stehen und zuallererst über die positiven Dinge des Kulturgutes Volksfestes zu sprechen, aber wenn nötig auch über die Sorgen und Nöte, wenn der Schuh drückt.“ Auf jeden Fall wird dieses nicht die letzte Backstage-Tour sein, die Bernhard Kracke jr. durchführen wird, um für das Kulturgut Volksfest zu werben.

Text und Fotonachweis: Jürgen Leimkühler