Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




71. Delegiertentag in München: Engagierte Diskussionen in den Fachgruppensitzungen

Die Arbeit der Bundesfachberater bildet ganzjährig eine wichtige Säule der DSB-Verbandsarbeit, um die Probleme der Schausteller lösen zu können. Auch die Fachgruppensitzungen sind ein wichtiger Bestandteil davon und somit auch für die Fortentwicklung des Schaustellergewerbes. Die Delegierten diskutieren hier aktuelle und dringliche Themen und bringen gemeinsam Lösungsvorschläge für die Branche auf den Weg. Im Vorfeld des Delegiertentages stellten die Bundesfachberater auch in diesem Jahr ihre Berichte zu den Themen Fahrgeschäfte, Verkauf und Zelte, Bildung, Schau und Belustigung, Schießen und Ausspielung vor. Bereits am 23. Januar kamen die Mitglieder des AK Marketing und des AK Zukunft zusammen und besprachen die aktuellen Themenschwerpunkte.

AK Marketing
Zu Beginn der Sitzung stellte der Leiter des AK Marketing und DSB-Vizepräsident für Marketing Kevin Kratzsch unter großem Beifall gemeinsam mit dem Regisseur und Kameramann Ralf Clauß sowie der Videoredakteurin Sarah Diekmann den neuen DSB-Imagefilm vor, der von den beiden im vergangenen Jahr auf zahlreichen Volksfestplätzen in ganz Deutschland gedreht und für den zudem ein eigener Song produziert wurde. Der Imagefilm ist ab sofort im YouTube-Kanal des DSB unter: http://url.dsbev.de/ouube verfügbar und kann in der Hauptgeschäftsstelle zum Download angefordert werden.
Der zweite Punkt auf der Agenda war das Thema Onlinemarketing, das AK-Leiter Kratzsch zunächst in einer Podiumsrunde gemeinsam mit Vizepräsident Edmund Radlinger und Volker Clément sowie Ireen Vollrath von der Agentur MasterMedia GmbH und anschließend rege mit dem Plenum diskutierte. Zukünftig wird die Agentur den DSB in Fragen den Onlinemarketings beraten.

AK Zukunft
Die Leitung des AK Zukunft um Franziska Schunk berichtete den Schaustellerjugendlichen am Anfang der Sitzung von den Aktionen des vergangenen Jahres und stellte danach ihre Visionen und Ziele für die weitere Arbeit im Jahr 2020 vor. Anschließend diskutierten die Teilnehmer nach einem Vortrag von Selfmade Unternehmer Adrian Rouzbeh polarisierend über die Zukunft von Volksfesten und Schaustellern. Die Schaustellerjugendlichen setzten sich intensiv mit den Kritikpunkten Rouzbehs am Gewerbe auseinander und zeigten ihm im Gegenzug sehr selbstbewusst ihre Brancheninnensicht auf.

Die einzelnen Fachgruppensitzungen
Unter der Leitung von Bundesfachberater Josef Diebold kam die Fachgruppe Fahrgeschäfte am Morgen des 24. Januars zusammen. Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg warf zunächst einen Blick zurück auf das Jahr 2019, hier insbesondere das Normungsgeschehen in Bezug auf die DIN EN 13814, die Änderung der Musterbauordnung und die neue Tarifstruktur der GEMA. Im Anschluss moderierte Bundesfachberater Diebold die lebhaften grundsätzlichen und technischen Diskussionen mit den anwesenden Vertretern der Prüforganisationen.
Jennifer Schorr von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) und Uwe Seisenberger, Beauftragter für Schankanlagen im Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure brachten ihre Fachkenntnis zu den Themen Zertifizierung durch die DLG und Ahndung von Fälschungen, Nachahmungen, Wertminderung und Täuschung von Produkten in ihren Vorträgen in der Fachgruppensitzung Verkauf und Zelte ein, die von den Bundesfachberatern für reisende Zeltgaststätten nach Schaustellerart Guido Ehlers und für Verkaufsgeschäfte nach Schaustellerart Andreas Manke geleitet wurde.
Die Mitglieder der Fachgruppe Schau und Belustigung erörterten unter der Leitung des Bundesfachberaters Rudolf Schütze intensiv rechtliche und technische Fragen zum Bau und Betrieb ihrer Geschäfte und setzten sich ausführlich mit den derzeitigen Herausforderungen in ihrem Fachbereich auseinander.
In der Sitzung der Fachgruppe Schießen und Ausspielung, die von den Bundesfachberatern für Ausspielungsgeschäfte Bernhard Kracke und für Schießgeschäfte Diana Schliebs geleitet wurde, standen ebenfalls unterschiedlichste Themen auf der Agenda, so zum Beispiel die Voraussetzungen der Genehmigungsfreiheit des Spiels auf Volksfesten nach der Spielverordnung, die insbesondere bei unerfahrenen Veranstaltern nicht hinreichend bekannt sind und so immer wieder zu freudlosen Diskussionen führen. Darüber hinaus standen Florian Hasler, Geschäftsführer Technik bei der DIANA Mayer & Grammelspacher GmbH & Co. KG, und Thomas Lehnberger vom Verband unabhängiger Schießstandsachverständiger VuS e.V. den Delegierten Rede und Antwort.
Mathias Michl, Ausbildungsleiter an der Berufsschule Nidda, stand den Teilnehmern in der vom Bundesfachberater Andreas Horlbeck geleiteten Fachgruppensitzung Bildung mit seiner Expertise in Bezug auf den BeKoSch-Unterricht zur Verfügung. Auch Jürgen Hein und Birgid Oertel vom Verband zur Förderung der schulischen Bildung und Erziehung von Kindern der Angehörigen reisender Berufsgruppen in Deutschland e.V. (BERiD), Prof. Eva Briedigkeit vom Wissenschaftlichen Zentrum Frühpädagogik an der Fachhochschule Südwestfalen und Ursula Quest, Gebietsleitung Essen vom Zweckverband Katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen, waren zu Gast, um über die aktuellen Fortschritte im Bereich der frühkindlichen Bildung zu berichten.

Die Fachberaterberichte sowie weitere Informationen zu den Vorträgen sind online im Mitgliederbereich verfügbar.

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