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wir begrüßen Sie zu einer neuen Ausgabe des DSB Newsletters.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr Deutscher Schaustellerbund e.V.

Traditioneller Parlamentarischer Abend des DSB

Den visuellen Höhepunkt der Dekoration bildeten aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Berliner Verbandes über 40 Schaustellertraditionsfahnen aus ganz Deutschland, die die Bühne in ein temporäres historisches Museum über die Geschichte des Schaustellergewerbes und seiner Berufsverbände verwandelten.
Neben einem herzlichen Dankeschön für die jahrelange Treue zum Deutschen Schaustellerbund richtete Präsident Albert Ritter in seiner Begrüßung einen dringenden Appell an die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die Schausteller auch weiterhin bei der Lösung von Problemen zu unterstützen. Er verwies aktuell auf den Erhalt des reduzierten Umsatzsteuersatzes für das Schaustellergewerbe.
Im Anschluss an die Begrüßung durch den DSB-Präsidenten hieß es: Auf geht’s zur Schaustellerkirmesolympiade! Nach den beliebten Disziplinen, wie Dosenwerfen, Hau-den-Lukas, Riesenrutsche und Musikexpress, konnte sich Wolfgang Wohnhas, persönlicher Referent des Staatsministers für Kultur und Medien, Bernd Neumann, den ersten Platz sichern. Die Silbermedaille ging an Marianne Schieder MdB, Bronze holte Martin Burkert MdB. Alle Platzierten unterstrichen in einer kurzen Ansprache die wirtschaftliche und besonders die kulturelle Bedeutung der Volksfeste und Kirmessen in Deutschland.

Bildergalerie Parlamentarischer Abend 2010

Wir sind die Experten

Pro Jugendschutz! Kontra Flatrate-Saufen! Familienfreundlichkeit nach vorne!
Volksfeste in Richtung Ballermannisierung zu schieben, ist der absolut falsche Weg. Dazu gehört auch die Ballung und die Aneinanderreihung von Bierzelten. Die Vermeidung einer Konzentration des Bierkonsums auf Volksfesten muss bei neueren Überlegungen unbedingt berücksichtigt werden.
In Arbeitskreisen, die für den Erhalt und die Zukunftsplanung von Volksfesten gegründet werden, sollte man Schausteller nicht nur als Feigenblatt benutzen und nach stundenlangen Diskussionen dann doch an den Argumenten der Schausteller vorbei entscheiden. Schausteller sind die wahren Experten, wenn es um Volksfeste geht. Schausteller entscheiden nicht abgehoben am Grünen Tisch, sondern sie üben ihren Beruf Woche für Woche, Jahr für Jahr und meistens über Generationen hinweg aus und sind mit dem Thema hautnah befasst – im Gegensatz zu einer Vergabebehörde, die Entscheidungen vielleicht nur einmal im Jahr treffen muss.
Die Schausteller können berichten, was auf anderen Veranstaltungen falsch gemacht wurde, um somit Schaden abzuwenden.
Der Vergabe-Mix auf Volksfesten und Kirmessen muss stimmen. Nur der gute Branchen-Mix ist der Garant für eine gelungene Veranstaltung.
Die Gestaltung von Volksfestplakaten darf nicht davon abhängig sein, ob ein Politiker gerne einem beliebten Künstler auf dem Plakat eine Plattform zur Selbstdarstellung geben möchte. Die einfachen Kriterien für eine Plakatgestaltung "Was? Wann? Wo?" haben immer noch Gültigkeit und sind mit Erfolg gekrönt.
Und das, was auf einem Plakat ist, immer noch am erfolgreichsten mit einem kirmestypischen Motiv darzustellen, ohne dass man künstlerische Deutungsversuche unternehmen muss. Auch wissen wir Schausteller, welche Werbemedien die effektivsten sind. Auch darüber gibt die Marketingstudie erfolgreich Auskunft.

Ich appelliere an alle Volksfest- und Kirmesverantwortlichen: Nehmen sie die wahren Experten für Kirmes und Volksfeste, die Schauteller, mit ins Boot!
Ignorieren sie nicht die Erfahrung von Generationen! Das soll nicht heißen, dass diese über Platzvergabe entscheiden sollen. Nein, aber über die strukturelle Zukunftsausrichtung der deutschen Volksfeste können die Schausteller aufgrund ihrer jahrhundertelangen Erfahrung einen erheblich positiven Beitrag leisten.
Umso mehr bin ich darüber enttäuscht, dass die vom DSB initiierten Seminare für junge Verantwortliche, die in die Organisation von Kirmes und Volksfesten hineinkommen, nicht angenommen wurden. Leider hat dies mangels Anmeldungen zur Absage der geplanten Seminare geführt, die dazu dienen sollten, den neu ins Amt gekommenen Platzmeistern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie mit Hilfe erfahrener Platzmeister namhafter Veranstaltungen zu schulen.

Sachkompetenz der Schausteller zum Wohle der Städte nutzen!
Keiner sollte sich gut genug sein, um nicht doch noch etwas dazu zu lernen.
Wenn wir Schausteller in unserer Marketingstudie mit uns selbst sehr kritisch umgehen, um deutsche Volksfeste nach vorne zu bringen, dann erwarten wir dieses auch von den Kirmesverantwortlichen.
Es ist doch keine Schande, eine gewisse Unwissenheit zuzugeben, wenn man, bevor man in die Verantwortung für ein Volksfest gelangt ist, z. B. im Wahl- oder Grünflächenamt Dienst getan hat und auf einmal, durch eine Behördenrotation, in die Verantwortung für eine Kirmes gekommen ist. Dann aber muss man auch lernbereit sein und sich nicht nur von den Schaustellern, sondern auch von anderen Platzmeistern, die dieses schon seit Jahrzehnten machen, Rat einholen und von ihnen lernen.
Eine Argumentation wie "Ich kann doch als Vergabebehörde von den Antragstellern keinen Rat annehmen!" muss endgültig der Vergangenheit angehören.
Jedem, der sich Volksfesten in Deutschland verantwortlich fühlt, muss klar sein, dass Schausteller und Veranstalter in einem Boot sitzen und es erfolgreiche Kirmessen Volksfeste und Weihnachtsmärkte nur geben kann, wenn alle Betroffenen in die gleiche Richtung rudern, wenn es um die Platzgeldkalkulation oder die Verlagerung von Volksfesten geht.
Ich richte daher nochmals den dringenden Appell an Politik und Verwaltungsoberste: Bedienen Sie sich der Sachkompetenz der Schausteller!
Seit über 125 Jahren gibt es Schaustellerorganisationen in Deutschland.
Nach dem Aufheben des Nazi-Verbots für freie Schaustellerverbände durch alliierte Stadtkommandanten nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es nunmehr seit 60 Jahren auch den Deutschen Schaustellerbund, der sich als sachkompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Zukunftsgestaltung von Volksfesten einen guten Namen gemacht hat. Nutzen Sie die Sachkompetenz der Schausteller  zum Wohle Ihrer Städte und zum Wohle Ihrer Veranstaltung!
In jeder Stadt Deutschlands ist die Kirmes und das Volksfest die Veranstaltung mit den größten Besucherzahlen. Man kann also von einer "Abstimmung mit den Füßen" sprechen. Rechnen Sie in diese Veranstaltung keine Fantasie-Kosten ein, die nicht unmittelbar durch die Kirmes verursacht werden. Behalten Sie die Volksfeste in der öffentlich-rechtlichen Verantwortung, denn dies ist der Garant für die Zukunft deutscher Volksfeste! Der Deutsche Schaustellerbund mit seinen über hundert regionalen Verbänden bietet ausdrücklich seine konstruktive Zusammenarbeit bei der Lösung von Problemen für die Zukunftsgestaltung von Volksfesten an.

Ihr
Albert Ritter

SPD-Landeschefin Hannelore Kraft im Gespräch mit dem DSB

Das Präsidium und die Hauptgeschäftsführung des DSB konnten am 15. Juni 2010 im Rahmen einer Präsidiumssitzung einen prominenten Gast begrüßen: Die nordrhein-westfälische Landeschefin und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Hannelore Kraft (Bildmitte), war trotz zahlreicher Termine spontan der Einladung zu einem Gespräch in die Berliner Hauptgeschäftsstelle gefolgt. Nach einer intensiven Diskussion über die aktuellen Schaustellerthemen sagte Hannelore Kraft zu, dass sie sich, falls sie in die Regierungsverantwortung in NRW kommen sollte, intensiv um die Schaustellerprobleme im Land kümmern werde.

Geht doch! "Reichsacht" für Autoscooter aufgehoben!

Es war Ihnen nicht zu viel, immer und immer wieder nach Borbeck zu fahren und immer und immer wieder  Einzelgespräche mit den Politikern zu führen, in denen klargemacht werden konnte, dass eine negative Entscheidung einem Berufsverbot für die Essener Schausteller gleichgekommen wäre! Besonders erstaunt waren die Essener Kollegen darüber, dass sich die Grünen und die CDU zu einem Bündnis gegen die Schausteller geschlossen hatten und somit eine Mehrheit gegen die Schausteller zu erwarten war. Dennoch ließen sich die Kollegen vor Ort nicht entmutigen und kämpften ohne Ermüdungserscheinungen weiter. Termin um Termin wurde wahrgenommen, die Handys glühten! Die Presse wurde auf unsere Seite gezogen.
Und es konnte - man mag es mit Verwunderung lesen, eine Gegenkoalition geschmiedet werden. So stimmten in der entscheidenden Sitzung die FDP, SPD und Linke für die Schausteller.
Ein Dank sei an dieser Stelle auch der Landesvorsitzenden der SPD in Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, ausgesprochen, der es nicht zu viel war, sich auch mitten im Wahlkampf klar auf die Seite der Kirmessen und Schausteller in Nordrhein-Westfalen zu stellen. Damit hat Frau Kraft einen großen Beitrag zum positiven Ausgang der Entscheidung zum Wohle der Schausteller beigetragen. Zwar hätte man vermuten können, dass die Borbecker Osterkirmes von den Politikern in der Landeshauptstadt Düsseldorf gar nicht wahrgenommen wird, aber Frau Kraft hat unterstrichen, dass gerade die Vielfalt und der Erhalt kleiner und mittlerer Volksfeste in Nordrhein-Westfalen nicht nur äußerst wichtig ist, um die Vielfalt unsres Landes darzustellen, sondern auch um die Existenz des Schaustellergewerbes zu sichern.
Ich bin Stolz darauf, dass meine Kolleginnen und Kollegen auch in meiner Heimatstadt wieder einmal unter Beweis gestellt haben, dass es sich lohnt, zu kämpfen und dass nur der feste Zusammenschluss in einer starken Berufsorganisation unseren Beruf erfolgreich schützen kann.

Nur Einigkeit macht stark!
Glück Auf!

Albert Ritter

DSB baut sein Internet-Angebot aus

Der Deutsche Schaustellerbund bittet in diesem Zusammenhang um aktive Unterstützung beim Ausbau der Video-Sammlung. Wenn Sie im Besitz ähnlicher Videos bekannter Volksfeste in Deutschland sind, die Sie noch nicht auf unserer Homepage gefunden haben, dann freut sich der DSB, wenn Sie sich mit unserer Hauptgeschäftsstelle in Verbindung setzen.
Für die Videos bitten wir darum, folgende technische Rahmendaten einzuhalten:
•    Auflösung: ca. 480 x 360 Pixel (Seitenverhältnis muss 4:3 sein)
•    Länge: max. 5 Minuten
•    Format: AVI, MPEG, WMV oder Quicktime
Bitte senden Sie die Daten per Post (CD) oder E-Mail (max. 5 MB) an:
Deutscher Schaustellerbund e.V., Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin, E-Mail: mail@dsbev.de

Termine - Termine - Termine

Weihe der neuen DSB-Bundesfahne
23. September 2010 in München

174. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes e.V.
12.-13. November 2010 in Bad Kreuznach

62. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes e.V.
17.-19. Januar 2011 in Paderborn