Liebe Leserinnen und Leser, wir begrüßen Sie zu einer neuen Ausgabe des DSB Newsletters.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Deutscher Schaustellerbund e.V.
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 Präsident Albert Ritter (links) und Thilo Wollenschlaeger, 1. Vorsitzender Schaustellerverband Berlin, heißen die Gäste herzlich willkommen.
Der Parlamentarische Abend des Deutschen Schaustellerbundes hat seit nunmehr acht Jahren einen festen Platz in den Terminkalendern der Bundestagsabgeordneten. Kein Wunder, denn es ist eine Veranstaltung, die eben nicht in einem Fünf-Sterne-Hotel stattfindet, sondern auf einem traditionellen Volksfest – und das macht seinen besonderen Reiz aus. Am 16. Juni konnte der DSB beim Parlamentarischen Abend 2010 wieder einmal mit einem Pfund herzlicher Gastfreundschaft wuchern, wie es sie nur auf dem traditionellen Volksfest gibt. Die Mitglieder des Berliner Schaustellerverbandes hatten mit sehr viel Arbeitsmühe und Liebe zum Detail ein eigens für den Abend aufgebautes Festzelt in der Kulisse des Französischen Dorfes auf dem Zentralen Volksfestplatz stilvoll geschmückt und in einen Galafestsaal verwandelt.
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Den visuellen Höhepunkt der Dekoration bildeten aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Berliner Verbandes über 40 Schaustellertraditionsfahnen aus ganz Deutschland, die die Bühne in ein temporäres historisches Museum über die Geschichte des Schaustellergewerbes und seiner Berufsverbände verwandelten. Neben einem herzlichen Dankeschön für die jahrelange Treue zum Deutschen Schaustellerbund richtete Präsident Albert Ritter in seiner Begrüßung einen dringenden Appell an die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die Schausteller auch weiterhin bei der Lösung von Problemen zu unterstützen. Er verwies aktuell auf den Erhalt des reduzierten Umsatzsteuersatzes für das Schaustellergewerbe. Im Anschluss an die Begrüßung durch den DSB-Präsidenten hieß es: Auf geht’s zur Schaustellerkirmesolympiade! Nach den beliebten Disziplinen, wie Dosenwerfen, Hau-den-Lukas, Riesenrutsche und Musikexpress, konnte sich Wolfgang Wohnhas, persönlicher Referent des Staatsministers für Kultur und Medien, Bernd Neumann, den ersten Platz sichern. Die Silbermedaille ging an Marianne Schieder MdB, Bronze holte Martin Burkert MdB. Alle Platzierten unterstrichen in einer kurzen Ansprache die wirtschaftliche und besonders die kulturelle Bedeutung der Volksfeste und Kirmessen in Deutschland.
Bildergalerie Parlamentarischer Abend 2010
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Ein Kommentar von DSB-Präsident Albert Ritter über Kompetenz in Sachen Volksfeste.
Immer wieder muss ich mit großem Erstaunen bei Verhandlungen über Kirmessen und Volksfeste feststellen, dass die Aussagen der wirklichen Experten für Kirmessen, Volksfeste und Weihnachtsmärkte – die Meinung der Schausteller – nicht ernst genommen und gewürdigt werden. Es versetzt mich immer wieder in Erstaunen, dass frische Volksfestmacher, die erst kurz in der Verantwortung stehen, versuchen, an allen Erfahrungen von Jahrzehnten vorbei, Neuerungen durchzusetzen, die gegen alle vernünftige Logik sprechen und sogar die Zukunft mancher Volksfeste aufs Spiel setzen! Es ist nicht nachzuvollziehen, dass manche Neulinge vollkommen beratungsresistent sind und die Fachkompetenz der Schausteller leugnen, und die Behauptung aufstellen, dass man – auch wenn man vollkommen branchenfremd ist – es besser könne, da man ja von außen unvorbelastet Neues probieren könnte. Aber unsere deutschen Traditionsvolksfeste dürfen nicht durch Experimente beschädigt werden. Ist ein Volksfest erst am Boden, dauert es Jahrzehnte, um es wieder ans Laufen zu bringen – wenn es überhaupt jemals wieder gelingt. Die Volksfeste sind wichtiges kulturelles Brauchtum und für uns Schausteller auch unverzichtbarer Teil zur Arbeitsplatz- und Existenzsicherung. Wir Schausteller sind auf funktionierende Feste angewiesen, um zu überleben. Wir können nicht einfach in ein anderes Amt wechseln, wenn die Kirmes am Boden liegt. Es ist z. B. hanebüchen, dass jüngst in einer Bezirksvertretung der fünftgrößten Stadt in Deutschland allen Ernstes, ohne Sachargumente, aus rein emotionalen Beweggründen heraus, von den politischen Vertretern gefordert wird, nach 60 Jahren Kirmes im Park, den traditionellen Autoskooter und Karusselle zu verdammen und alle anderen anwesenden Politiker mit dem Kopf nicken, wenn dann – man will es nicht für möglich halten – alternativ angeboten wird, doch eine größere Anzahl an kleinen Buden aufzustellen, was sicherlich der Attraktivität der Kirmes keinen Abbruch leisten würde. Solcherlei Unwissen ist nicht nachzuvollziehen. Von Politikern wird geplant, Plätze an die Peripherie der Städte zu legen. Und wenn dann solche Politiker mit einen Augenzwinkern den Schaustellern sagen: "Ihr seid doch so attraktiv, ihr zieht euch die Leute schon dorthin!", bekomme ich Wut im Bauch! Die finanzielle Zumutbarkeit von Gebühren und Standgeldern ist längst erreicht und geht vollkommen an den Tagesrealitäten der zu erzielenden Umsätze auf Kirmesplätzen vorbei. Dass die Kirmesstandgelderhöhung dabei einfach an den jährlich wachsenden Lebenshaltungsindex gekoppelt wird, ist für die Schaustellerkollegen einfach nicht mehr zumutbar. Ein voller Kirmesplatz bedeutet nicht gleichzeitig volle Kassen für die Schausteller. Wenn viele Menschen über die Kirmes laufen, bedeutet das nicht, dass diese auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ausreichend Geld dort ausgeben können. Den Politikern und Entscheidungsträgern empfehle ich daher dringend, den Kirmesplatz auch einmal an einem Werktag oder bei schlechtem Wetter aufzusuchen und nicht nur am Feuerwerksabend, wenn der Platz gefüllt ist, weil die Schausteller von ihren Standgeldern den Bürgerinnen und Bürgern ein Feuerwerk schenken. Es ist der total falsche Ansatz, eine Kirmes für eine Stadt als erfolgreich einzustufen, wenn alle Schausteller drei Monate vor Kirmesbeginn ihr Platzgeld bezahlt haben. Ein Volksfest ist dann erfolgreich, wenn die Menschen einer Stadt Spaß und Freude auf Ihrem Fest haben und nicht, wenn nur der Gebührenhaushalt der Kommune aufgebessert wird.
Wenn’s um Kirmes geht, fragen sie nicht ihren Arzt oder Apotheker! Da werden beispielsweise die Einfahrten zu Kirmesplätzen von Verantwortlichen gestaltet, die selber große Mühe haben, mit ihrem Golf in eine Parklücke zu gelangen. Diese Planer glauben trotzdem, sie wüssten, was gut und richtig wäre, um mit einem Schwerlasttransport nach Schaustellerart auf einem Festplatz rangieren zu können. Wir brauchen auch keine selbsternannten Kirmesexperten, die meinen, nach einigen Jahren Berichterstattung in den einschlägigen "Fachzeitschriften“, einen Doktortittel in Sachen Schaustellerei erlangt zu haben, um dann zu allen Volksfest- und Kirmesthemen kompetent Stellung nehmen zu können. Um wirklich beurteilen zu können, ob z. B. Schaustellergeschäfte verträglich gegenüber platziert werden können oder nicht, muss man selber einmal Stunde um Stunde am Mikrofon gearbeitet haben. Nur wer selbst einmal rekommandiert oder eine Parade gemacht hat, kann beurteilen und wirklich einschätzen, was nachbarschaftsverträglich ist oder nicht! Ob die Oberfläche eines Kirmesplatzes karusselltauglich ist, kann man ebenfalls nicht vom Schreibtisch aus ermitteln. Nur derjenige, der nach durchgearbeiteter Nacht schon einmal versucht hat, mit Kollegenhilfe und drei Zugmaschinen einen tonnenschweren Mittelbau wieder von einem Platz herunter zu bekommen, welcher aus künstlerischen Gestaltungsgründen nur mit Mutterboden belegt wurde, der weiß aus leidvoller Erfahrung, wie Standplätze beschaffen sein müssen. Wenn’s um Kirmes geht, fragen sie nicht ihren Arzt oder Apotheker! Fragen Sie die wahren Experten: die Schausteller! Denn die Schausteller machen Kirmes nicht nur einmal im Jahr, sondern Woche für Woche, Jahr für Jahr, ein Leben lang und schöpfen aus der Erfahrung von Generationen, die ebenfalls vor Ihnen diesen Beruf ausgeübt haben. Wer in Vorgesprächen zu Volksfesten die Schausteller befragt und dennoch offenen Auges ihre Anregungen außer Acht lässt, könnte leicht in den Verdacht geraten, dass dies die Arroganz der Macht ist. Weit geht es da an den Tagesrealitäten vorbei, eine Kirmes oder ein Volksfest nur mit Rabattaktionen beleben zu wollen. Die "Geiz-ist-geil"-Mentalität gehört der Vergangenheit an. Es muss den Besuchern vermittelt werden, dass die harte Arbeit der Schausteller ihr Geld wert ist. Es muss das Alleinstellungsmerkmal und die Qualität nach vorne gebracht werden, so, wie es auch in der Marketing-Studie des Deutschen Schaustellerbundes empfohlen wird, die gemeinsam mit Volksfestveranstaltern erarbeitet wurde.
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Pro Jugendschutz! Kontra Flatrate-Saufen! Familienfreundlichkeit nach vorne! Volksfeste in Richtung Ballermannisierung zu schieben, ist der absolut falsche Weg. Dazu gehört auch die Ballung und die Aneinanderreihung von Bierzelten. Die Vermeidung einer Konzentration des Bierkonsums auf Volksfesten muss bei neueren Überlegungen unbedingt berücksichtigt werden. In Arbeitskreisen, die für den Erhalt und die Zukunftsplanung von Volksfesten gegründet werden, sollte man Schausteller nicht nur als Feigenblatt benutzen und nach stundenlangen Diskussionen dann doch an den Argumenten der Schausteller vorbei entscheiden. Schausteller sind die wahren Experten, wenn es um Volksfeste geht. Schausteller entscheiden nicht abgehoben am Grünen Tisch, sondern sie üben ihren Beruf Woche für Woche, Jahr für Jahr und meistens über Generationen hinweg aus und sind mit dem Thema hautnah befasst – im Gegensatz zu einer Vergabebehörde, die Entscheidungen vielleicht nur einmal im Jahr treffen muss. Die Schausteller können berichten, was auf anderen Veranstaltungen falsch gemacht wurde, um somit Schaden abzuwenden. Der Vergabe-Mix auf Volksfesten und Kirmessen muss stimmen. Nur der gute Branchen-Mix ist der Garant für eine gelungene Veranstaltung. Die Gestaltung von Volksfestplakaten darf nicht davon abhängig sein, ob ein Politiker gerne einem beliebten Künstler auf dem Plakat eine Plattform zur Selbstdarstellung geben möchte. Die einfachen Kriterien für eine Plakatgestaltung "Was? Wann? Wo?" haben immer noch Gültigkeit und sind mit Erfolg gekrönt. Und das, was auf einem Plakat ist, immer noch am erfolgreichsten mit einem kirmestypischen Motiv darzustellen, ohne dass man künstlerische Deutungsversuche unternehmen muss. Auch wissen wir Schausteller, welche Werbemedien die effektivsten sind. Auch darüber gibt die Marketingstudie erfolgreich Auskunft.
Ich appelliere an alle Volksfest- und Kirmesverantwortlichen: Nehmen sie die wahren Experten für Kirmes und Volksfeste, die Schauteller, mit ins Boot! Ignorieren sie nicht die Erfahrung von Generationen! Das soll nicht heißen, dass diese über Platzvergabe entscheiden sollen. Nein, aber über die strukturelle Zukunftsausrichtung der deutschen Volksfeste können die Schausteller aufgrund ihrer jahrhundertelangen Erfahrung einen erheblich positiven Beitrag leisten. Umso mehr bin ich darüber enttäuscht, dass die vom DSB initiierten Seminare für junge Verantwortliche, die in die Organisation von Kirmes und Volksfesten hineinkommen, nicht angenommen wurden. Leider hat dies mangels Anmeldungen zur Absage der geplanten Seminare geführt, die dazu dienen sollten, den neu ins Amt gekommenen Platzmeistern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie mit Hilfe erfahrener Platzmeister namhafter Veranstaltungen zu schulen.
Sachkompetenz der Schausteller zum Wohle der Städte nutzen! Keiner sollte sich gut genug sein, um nicht doch noch etwas dazu zu lernen. Wenn wir Schausteller in unserer Marketingstudie mit uns selbst sehr kritisch umgehen, um deutsche Volksfeste nach vorne zu bringen, dann erwarten wir dieses auch von den Kirmesverantwortlichen. Es ist doch keine Schande, eine gewisse Unwissenheit zuzugeben, wenn man, bevor man in die Verantwortung für ein Volksfest gelangt ist, z. B. im Wahl- oder Grünflächenamt Dienst getan hat und auf einmal, durch eine Behördenrotation, in die Verantwortung für eine Kirmes gekommen ist. Dann aber muss man auch lernbereit sein und sich nicht nur von den Schaustellern, sondern auch von anderen Platzmeistern, die dieses schon seit Jahrzehnten machen, Rat einholen und von ihnen lernen. Eine Argumentation wie "Ich kann doch als Vergabebehörde von den Antragstellern keinen Rat annehmen!" muss endgültig der Vergangenheit angehören. Jedem, der sich Volksfesten in Deutschland verantwortlich fühlt, muss klar sein, dass Schausteller und Veranstalter in einem Boot sitzen und es erfolgreiche Kirmessen Volksfeste und Weihnachtsmärkte nur geben kann, wenn alle Betroffenen in die gleiche Richtung rudern, wenn es um die Platzgeldkalkulation oder die Verlagerung von Volksfesten geht. Ich richte daher nochmals den dringenden Appell an Politik und Verwaltungsoberste: Bedienen Sie sich der Sachkompetenz der Schausteller! Seit über 125 Jahren gibt es Schaustellerorganisationen in Deutschland. Nach dem Aufheben des Nazi-Verbots für freie Schaustellerverbände durch alliierte Stadtkommandanten nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es nunmehr seit 60 Jahren auch den Deutschen Schaustellerbund, der sich als sachkompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Zukunftsgestaltung von Volksfesten einen guten Namen gemacht hat. Nutzen Sie die Sachkompetenz der Schausteller zum Wohle Ihrer Städte und zum Wohle Ihrer Veranstaltung! In jeder Stadt Deutschlands ist die Kirmes und das Volksfest die Veranstaltung mit den größten Besucherzahlen. Man kann also von einer "Abstimmung mit den Füßen" sprechen. Rechnen Sie in diese Veranstaltung keine Fantasie-Kosten ein, die nicht unmittelbar durch die Kirmes verursacht werden. Behalten Sie die Volksfeste in der öffentlich-rechtlichen Verantwortung, denn dies ist der Garant für die Zukunft deutscher Volksfeste! Der Deutsche Schaustellerbund mit seinen über hundert regionalen Verbänden bietet ausdrücklich seine konstruktive Zusammenarbeit bei der Lösung von Problemen für die Zukunftsgestaltung von Volksfesten an.
Ihr Albert Ritter
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Das Präsidium und die Hauptgeschäftsführung des DSB konnten am 15. Juni 2010 im Rahmen einer Präsidiumssitzung einen prominenten Gast begrüßen: Die nordrhein-westfälische Landeschefin und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Hannelore Kraft (Bildmitte), war trotz zahlreicher Termine spontan der Einladung zu einem Gespräch in die Berliner Hauptgeschäftsstelle gefolgt. Nach einer intensiven Diskussion über die aktuellen Schaustellerthemen sagte Hannelore Kraft zu, dass sie sich, falls sie in die Regierungsverantwortung in NRW kommen sollte, intensiv um die Schaustellerprobleme im Land kümmern werde.
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Ein Beitrag von DSB-Präsident Albert Ritter.
Das von einigen Politikern geforderte Autoscooterverbot auf der traditionellen Essener Osterkirmes im Borbecker Schlosspark konnte durch intensive Verbandsarbeit verhindert werden! Das Verbot sollte ohne Sachzwänge und aus rein subjektiven Schönheitsgründen durchgesetzt werden. Mit großer Spannung war Anfang Juni die entscheidende Bezirksversammlung der Bezirksvertretung 4 von den Essener Schaustellern erwartet worden: Würden die kirmesfreundlichen Politiker Wort halten und in der so wichtigen finalen Kampfabstimmung zu Ihrem Wort stehen und zum Wohle der traditionellen Osterkirmes in Essen entscheiden? Trotz Schweigegebot – wie es das Kommunalrecht vorschreibt, gab es dann aber doch großen Jubel unter den anwesenden Schaustellern auf der Zuschauertribüne. Nach der demokratischen Abstimmung gab die Bezirksbürgermeisterin mit ernstem Gesicht das Ergebnis bekannt. Mit nur einer Stimme Mehrheit wurde entschieden, dass die traditionelle Osterkirmes in das Nutzungskonzept des Borbecker Schlossparks wieder eingefügt wird. Insbesondere die geplante "Reichsacht" für Autoscooter wurde aufgehoben! Die Entscheidung ist für die Essener Schausteller existenziell äußerst wichtig und besitzt darüber hinaus Signalwirkung, da im Essener Stadtgebiet noch sechs weitere traditionelle Veranstaltungen auf den Grünflächen der Stadt durchgeführt werden. Als Präsident des Deutschen Schaustellebundes, aber auch als örtlicher Vorsitzender des Essener Schaustellerverbandes von 1919, möchte ich allen guten Kräften von Herzen danken, die zu diesem guten Ausgang des über Monate geführten Kampfes der Essener Schausteller beigetragen haben. Die Arbeit meiner Kollegen vor Ort erfüllt mich mit Stolz und großer Freude. Namentlich möchte ich ganz besonders der Schaustellerkollegin Renate Rendschmidt und meinem zweiten Vorsitzenden Richard Müller danken, aber auch dem Gesamtvorstand des Essener Schaustellerverbandes.
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Es war Ihnen nicht zu viel, immer und immer wieder nach Borbeck zu fahren und immer und immer wieder Einzelgespräche mit den Politikern zu führen, in denen klargemacht werden konnte, dass eine negative Entscheidung einem Berufsverbot für die Essener Schausteller gleichgekommen wäre! Besonders erstaunt waren die Essener Kollegen darüber, dass sich die Grünen und die CDU zu einem Bündnis gegen die Schausteller geschlossen hatten und somit eine Mehrheit gegen die Schausteller zu erwarten war. Dennoch ließen sich die Kollegen vor Ort nicht entmutigen und kämpften ohne Ermüdungserscheinungen weiter. Termin um Termin wurde wahrgenommen, die Handys glühten! Die Presse wurde auf unsere Seite gezogen. Und es konnte - man mag es mit Verwunderung lesen, eine Gegenkoalition geschmiedet werden. So stimmten in der entscheidenden Sitzung die FDP, SPD und Linke für die Schausteller. Ein Dank sei an dieser Stelle auch der Landesvorsitzenden der SPD in Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, ausgesprochen, der es nicht zu viel war, sich auch mitten im Wahlkampf klar auf die Seite der Kirmessen und Schausteller in Nordrhein-Westfalen zu stellen. Damit hat Frau Kraft einen großen Beitrag zum positiven Ausgang der Entscheidung zum Wohle der Schausteller beigetragen. Zwar hätte man vermuten können, dass die Borbecker Osterkirmes von den Politikern in der Landeshauptstadt Düsseldorf gar nicht wahrgenommen wird, aber Frau Kraft hat unterstrichen, dass gerade die Vielfalt und der Erhalt kleiner und mittlerer Volksfeste in Nordrhein-Westfalen nicht nur äußerst wichtig ist, um die Vielfalt unsres Landes darzustellen, sondern auch um die Existenz des Schaustellergewerbes zu sichern. Ich bin Stolz darauf, dass meine Kolleginnen und Kollegen auch in meiner Heimatstadt wieder einmal unter Beweis gestellt haben, dass es sich lohnt, zu kämpfen und dass nur der feste Zusammenschluss in einer starken Berufsorganisation unseren Beruf erfolgreich schützen kann.
Nur Einigkeit macht stark! Glück Auf!
Albert Ritter
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Der Deutsche Schaustellerbund hat seinen Online-Auftritt unter www.dsbev.de um einen weiteren optischen Leckerbissen erweitert. Mit dem neuen Volksfest-Videoportal kann der Besucher jetzt auch virtuell über Deutschlands schönste und größte Volksfeste und Kirmessen schlendern. Bislang gibt es vier Videos, die das Kultur- und Wirtschaftsgut Volksfest in Deutschland eindrucksvoll präsentieren. Das Cannstatter Volksfest, das Nürnberger Herbstvolksfest, die Soester Allerheiligen-Kirmes und der Oldenburger Kramermarkt sind erst die Vorreiter einer ganzen Reihe von Volksfest-Videos, die in diesem Jahr folgen werden.
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Der Deutsche Schaustellerbund bittet in diesem Zusammenhang um aktive Unterstützung beim Ausbau der Video-Sammlung. Wenn Sie im Besitz ähnlicher Videos bekannter Volksfeste in Deutschland sind, die Sie noch nicht auf unserer Homepage gefunden haben, dann freut sich der DSB, wenn Sie sich mit unserer Hauptgeschäftsstelle in Verbindung setzen. Für die Videos bitten wir darum, folgende technische Rahmendaten einzuhalten: • Auflösung: ca. 480 x 360 Pixel (Seitenverhältnis muss 4:3 sein) • Länge: max. 5 Minuten • Format: AVI, MPEG, WMV oder Quicktime Bitte senden Sie die Daten per Post (CD) oder E-Mail (max. 5 MB) an: Deutscher Schaustellerbund e.V., Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin, E-Mail: mail@dsbev.de
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Weihe der neuen DSB-Bundesfahne 23. September 2010 in München
174. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes e.V. 12.-13. November 2010 in Bad Kreuznach
62. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes e.V. 17.-19. Januar 2011 in Paderborn
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