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Ihr Deutscher Schaustellerbund e.V.
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 Aufmarsch der Traditionsfahnen in der Innenstadt von Neu-Ulm
Aus allen Bundesländern haben sich Schaustellerdelegationen am 18. März in Neu-Ulm zu einer Großkundgebung versammelt, um die Solidarität mit den Kollegen vor Ort zu beweisen.
Über 400 Teilnehmer mit über 40 Traditionsfahnen wurden während des Aufzugs gezählt. Rund 50 Schaustellerzugmaschinen unterstützten dabei die eindrucksvolle Demonstration. Anschließend brachte ein durch den örtlichen Schaustellerverband gut organisierter Bustransfer alle Demonstranten in die Innenstadt von Neu-Ulm. Von dort fand erneut ein Fußmarsch mit den Traditionsfahnen und Transparenten zum Kundgebungsort statt. Auf einer Bühne mit gut ausgestatteter Lautsprechanlage wurden die Forderungen der Schausteller lautstark und mit Herzblut vorgetragen. Sprecher waren der örtliche Vorsitzende Manfred Winter, der Präsident des DSB und der ESU, Albert Ritter und der DLV-Präsident Wenzel Bradac. Nicht nur die angereisten Schausteller aus nah und fern quittierten die Ausführungen der Kundgebungsredner mit großem Applaus, sondern auch über 150 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Neu-Ulm. Da sich der Bürgermeister der Stadt nach wie vor nicht verhandlungsbereit zeigt, wird die Konsequenz sein, dass die betroffenen Schausteller vor Gericht ziehen, um ihre legitimen Forderungen durchzusetzen.
Multifunktionshalle statt Volksfest Wenn nichts geschieht, dann wird am 23. April wohl das letzte Neu-Ulmer Volksfest stattfinden. Bereits am 28. Januar hatten die Städte Ulm und Neu-Ulm den Vertrag für den Bau der Multifunktionshalle unterzeichnet. Damit wurde auch das Schicksal des Neu-Ulmer Volksfestes mit seiner über 100-jährigen Tradition besiegelt, das jetzt verschwinden soll.
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Die rund 27 Millionen Euro teure Halle, die von beiden Städten finanziert wird, soll für kulturelle und sportliche Ereignisse genutzt werden und rund 6000 Besucher fassen. Es ist eine folgenschwere Entscheidung, bei der die Interessen der betroffenen Schausteller aber auch der Bürger der Stadt von Anfang an weder gesehen noch diese in die Entscheidungsfindung einbezogen worden sind. Enttäuscht zeigt sich der DSB vor allem darüber, dass trotz der bislang guten kooperativen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Neu-Ulm und den Beteiligten der Volksfeste, diese nunmehr bei einer sie existenziell betreffenden Frage nicht beteiligt worden sind. Nun bereiten mehrere Schausteller aus der Region eine Klage gegen die Stadt vor und berufen sich dabei auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes. In dieser wichtigen Entscheidung hat das Gericht die besondere Bedeutung von Volksfesten für das Gemeinwesen herausgestellt. Städte und Gemeinden übernehmen dabei eine besondere Verantwortung und deren Bestand. Eine vorübergehende Verlegung auf die württembergische Donauseite in die Friedrichsau, wo dann im Juli das Ulmer Volksfest stattfinden soll, lehnt ein Großteil der betroffenen Schausteller ab. Hierfür gebe es zwei Gründe: Einerseits wollen sich die Schausteller nicht gegenseitig Konkurrenz machen, andererseits soll das Neu-Ulmer Volksfest auch ein bayerisches Volksfest bleiben.
 Kämpferische Schaustellertruppe in Neu-Ulm, u. a. mit dem Präsidenten des DSB und der ESU, Albert Ritter, dem BLV-Präsident Wenzel Bradac und dem örtlichen Vorsitzenden Mafred Winter (Fotos: M. Winter)
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 Grünkohlkönig 2010 trifft Volksfestherz; v. l..: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, Verteidigungs-Staatssekretär Thomas Kossendey, DSB-Vizepräsident für Marketing und Vorsitzender des Oldenburger Schaustellerverbandes, Michael Hempen, Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Helmut Mondorf
Viele neue und alte Bekannte gaben sich in diesem Jahr ein Stelldichein in der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin beim 53. traditionellen „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ (Deftigen Oldenburger Grünkohl-Essen). Hier machte der frisch zum Grünkohlkönig gekürte Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erstmals die persönliche Bekanntschaft mit dem Maskottchen der Volksfeste in Deutschland – dem Volksfestherz.
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Zu diesem Rendezvous verhalfen der 1. Vorsitzende des Oldenburger Schaustellerverbandes und DSB-Vizepräsidenten für Marketing Michael Hempen und Helmut Mondorf. Sie verstanden es auch in diesem Jahr vorzüglich, für die Volksfeste in Deutschland aber auch für ihre Stadt Oldenburg kräftig die Werbetrommel zu rühren.
Grünkohl satt - 270 Kilo wurden zubreitet Am traditionellen Mahl nahmen am 22. März – der Frühling stand auch in Berlin in den Startlöchern, rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung teil, darunter auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (Kohlkönig 2005) und die scheidende Grünkohlkönigin, Bundesbildungsministerin Annette Schavan, die nach 14 Monaten ihre Amtsgeschäfte an Guttenberg abgibt. Der neue Grünkohlkönig verpflichtet sich nun, in seiner Amtszeit mindestens einmal nach Oldenburg zu kommen. Für den aus Oberfranken stammenden Guttenberg gibt es schon zwei gute Gründe, in die Stadt an der Hunte zu reisen. Zum einen, um den berühmten Kramermarkt mit seinen vielen Traditionen zu erleben. Zum anderen natürlich, um das Rezept für einen defftig Ollnborger Gröönkohl zu beschaffen, der in Oberfranken bislang keine Tradition hat. Adel verpflichtet eben.
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 Freut sich über ein volles Haus zum Jahresempfang: Lorenz Kalb (links im Bild)
Über ein buchstäblich volles Haus mit rund 300 Gästen konnten sich die Verantwortlichen von „Hax’n Liebermann“ freuen. Hier fand am 25. März der Jahresempfang des Süddeutschen Verbandes reisender Schausteller und Handelsleute e. V. statt. Die Ehrengäste wurden auf einem roten Teppich ins Zelt geführt. Ein buntes Programm mit Lassowerfer und Tänzerinnen sorgten für einen köstlichen Vorgeschmack auf das beliebte Frühlingsfest in Nürnberg, das vom 3. bis 18. April auch in diesem Jahr Heerscharen von Besuchern anziehen wird. „Wir haben den Ruf als sicherstes und sauberstes Volksfest in ganz Deutschland, und darauf sind wir stolz“, sagte Lorenz Kalb, 1. Vorsitzender des Schaustellerverbandes. Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, stimmte ihm bei: In Nürnberg setze man zudem auf Familienfreundlichkeit und nicht auf Ballermann. „Wir sind gegen die Ballermannisierung“, so Ritter. „Dass in München ab 18 Uhr Kinderwagen auf dem Festplatz verboten sind, ist der falsche Weg“.
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Volkstümliche Preise contra kommunale Gebühren Aus diesem Grund sei auch die Kostenflut, die auf die Schausteller zukomme, nicht mehr tragbar, sagte Kalb zu den zahlreich anwesenden Politiker. Höhere kommunale Gebühren und volkstümliche Preise stünden im Widerspruch zueinander. „Dennoch, wir sind Berufsoptimisten, keine Jammerer“, stellte Kalb fest. An Oberbürgermeister Ulrich Maly richtete er die Bitte, dass das Kulturgut Volksfest nicht untergehe.Der Oberbürgermeister konnte zwar nicht versprechen, dass Schausteller künftig von Preiserhöhungen verschont bleiben, zeigte sich aber überzeugt, dass das Frühlingsfest nach dem kalten Winter ein voller Erfolg werde. Auch die Zukunft der Volksfeste sieht der Oberbürgermeister optimistisch: „Ihr Schausteller seid in der Lage, euch mit unglaublicher Kreativität immer neu zu erfinden“, sagte Maly. Dank für langjährige Zusammenarbeit Michael Weber, scheidender Leiter der Congress- und Tourismuszentrale erhielt ein Geschenk der besonderen Art: Mit einem Miniatur-Karussell bedankte sich der Schaustellerverband bei Weber für die langjährige Kooperation. Der Fremdenverkehrschef versprach, auch im Ruhestand ein Freund der Schausteller zu bleiben.
 DSB-Präsident Albert Ritter trifft Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (alle Fotos: Dieter Germann)
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 Riesenvergnügen nicht nur für die Kleinsten: der historische Jahrmarkt in Bochum
Es war wieder ein Riesenspaß für Familien, historisch Interessierte und für alle, die sich an ihre Jugendzeit erinnern. Sie strömten auch in diesem Jahr zum einzigen historischen Jahrmarkt Europas nach Bochum, der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 im Ruhrgebiet.
Am letzten Februar- und am ersten März-Wochenende konnten die rund 20.000 Besucher historische Originale bewundern, wie z. B. original 120-jährige Karusselle, mechanische Barock-Konzertorgeln, Puppentheater in Aktion oder Original-Schaubuden der Jahrhundertwende mit Live-Programm im historischen Spiel, hundertjährigen Wohnwagen und Zugmaschinen aus den 20er-Jahren. Alle Exponate konnten natürlich von den Besuchern auch benutzt werden. Der Historische Jahrmarkt stand in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und wurde in engster Zusammenarbeit mit den Kulturschaffenden der Jahrhunderthalle Bochum, der Arbeitsgemeinschaft der NRW-Schausteller im DSB, und vor allem mit der Historischen Gesellschaft Deutscher Schausteller organisiert. Deren 1. Prinzipal, Albert Ritter, zeigte sich hocherfreut über den Besucheransturm: „Man kann wirklich schon von einer kleinen Tradition sprechen.
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Zum dritten Mal wurde der historische Jahrmarkt in der traditionsreichen Jahrhunderthalle durchgeführt. Ich kann den Mitgliedern der Historischen Gesellschaft Deutscher Schausteller nicht genug danken für ihr ehrenamtliches Engagement für dieses gewaltige Stück positiver Öffentlichkeitsarbeit“. Mit dieser Veranstaltung seien Besucherschichten angesprochen worden, die man normalerweise nicht auf einer Kirmes antreffe: Der sogenannte Bildungsbürger - jeder zweite mit einem Fotoapparat ausgestattet und höchst neugierig auf die Geschichte der deutschen Schausteller“, resümierte Ritter. Die Organisationen haben sich als erstes Ziel auf ihre Fahne geschrieben, die Jahrtausend alte Volksfesttradition in Deutschland als schützenswertes Stück Brauchtum und typisches deutsches Kulturgut zur Anerkennung zu bringen. Sichtlich begeistert von den Exponaten war auch Christa Thoben, NRW-Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, die sich von DSB-Präsident Albert Ritter zu einer Fahrt in der legendären Raupe hinreißen ließ, bei der sich der Himmel am Ende der Fahrt schließt.
Grußwort von Staatsminister Bernd Neumann
 Furchtlose Erwachsene zog es in die Geisterbahn (Fotos: Jahrhunderthalle Bochum, Fotograf M. Grossler)
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 Arbeitskreis Bildung: Konstruktive Ergebnisse in Berlin
Für die Berufsgruppe der Schausteller ist Bildung eine der wichtigsten Ressourcen. Der Deutsche Schaustellerbund hat dazu im Bereich Bildung in der Vergangenheit die Rahmenbedingungen geschaffen, die auch in Zukunft weiter ausgebaut werden. Eine wichtige Rolle bei der Erarbeitung neuer Standards spielt dabei der Arbeitskreis Bildung, der am 4. März im Berliner Verbändehaus tagte. Die Teilnehmer des Arbeitskreises Bildung sehen es als primäres Ziel an, die Bildungsvoraussetzungen für Schausteller weiter zu verbessern und neue Angebote zu schaffen, um so dem gestiegenen Qualitätsanforderungen des Berufsstandes gerecht zu werden. Schausteller sind heute moderne Unternehmer im Dienstleistungsbereich, die für ihre Zukunft planen müssen. Hierbei gilt: Nur wer attraktiv im Angebot bleibt, ständig auf dem aktuellen Stand ist und Qualität bietet, ist am Markt existenzfähig. Qualifizierung bedeutet daher für die Schausteller sowohl Arbeitsplatzsicherung als auch nachhaltige Zukunftssicherung.
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Nachhaltiges professionelles Know-how in technischem und kaufmännischem Wissen wird jedoch in Zukunft auch im Schaustellergewerbe darüber entscheiden, ob ein Betrieb lebensfähig ist oder nicht. Deshalb ist die Berufsausbildung heute eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg eines Schaustellerunternehmens. Auf dem 60. Delegiertentag 2009 in Berlin beschlossen die DSB-Vertreter einstimmig die Gründung eines Arbeitskreises Bildung. Am 27. März 2009 tagte der Arbeitskreis erstmals in Hamburg.In der letzten Sitzung hat sich der Arbeitskreis mit der Entwicklung eines Leitbildes zur Entwicklung eines Berufsbildungsganges Schausteller für die weitere notwendige Arbeit auseinandergesetzt und wird seine Vorschläge beim nächsten Delegiertentag dem Plenum zur Diskussion und Entscheidung vorlegen können. Hauptgeschäftsführer Helmut Gels stellte das besondere ehrenamtliche Engagement der im Arbeitskreis beteiligten in den bisherigen Prozessen gemeinsamer Arbeit heraus und machte deutlich, dass mit dem eingeschlagenen Weg, dass Betroffene sich mit der Entwicklung wichtiger sie persönlich betreffender Zukunftsfragen auseinandersetzen, eine Garantie dafür sei, dass praktikable Lösungen und Vorschläge wahrscheinlich seien und richtige Entscheidungen getroffen würden. Er sagte gleichzeitig zu – wie schon auf den Delegiertentagen angekündigt – dass man die Mitglieder über jeden Schritt in der weiteren Entwicklung umfassend und kontinuierlich auf dem Laufenden halten werde.
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Unter dem Titel „Die Kirmes-Könige - Familie Schneider“ sendet der WDR am 14. Mai um 20.15 Uhr eine Dokumentation über die Dynastie Schneider. Der Film von Arnd Güttgemanns zeigt den Alltag der Schaustellerfamilie und blickt hinter die Kulissen der Kirmes-Industrie. Mit bisher noch unveröffentlichten Fotos und Filmen der Familie gibt die Dokumentation einen einzigartigen Einblick in die Firmen- und Familiengeschichte - und in ein Stück Kulturgeschichte der Jahrmärkte in Deutschland. Porträtiert werden im Film folgende Unternehmen: Michael Schneider, Pirates Adventure, Lippstadt; Johann Schneider, Autoskooter, Münster; August Schneider, Berg- und Talbahn Achterbahn, Lippstadt sowie Walter und Ewald Schneider, Power Tower, Bielefeld.
Download für weitere Informationen zum Film: www.wdr.de/unternehmen/presselounge/programmhinweise/fernsehen/2010/05/20100514_dynastieninnrw_schneider.phtml
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174. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes e.V. 12.-13. November 2010 in Bad Kreuznach
62. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes e.V. 17.-19. Januar 2011 in Paderborn
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