Liebe Leserinnen und Leser,
wir begrüßen Sie zur zweiten Ausgabe des DSB Newsletter mit aktuellen Informationen und Positionen rund um das Schaustellergewerbe und die Volksfeste in Deutschland.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr Deutscher Schaustellerbund e.V.
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Bankenkrise, Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Rezession und Insolvenzen – seit Monaten kriselt es in Deutschland. Kein Tag vergeht ohne neue Hiobsbotschaften aus den Machtzentren von Wirtschaft und Politik. Doch wie reagieren die Menschen in unserem Land? Welche Folgen hat die Finanzkrise auf die Volksfeste und die 5000 klein- und mittelständischen Schaustellerunternehmen? Wie beurteilen die Schausteller ihre Aussichten und welche Forderungen stellen sie an die Politik? Am 18. Juni 2009 informierte der Deutsche Schaustellerbund zur Halbzeit der Volksfestsaison über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Branche. Erstmals hatte der DSB zum Pressegespräch in das Verbändehaus Handel - Dienstleistung – Tourismus, dem Sitz des Deutschen Schaustellerbundes im Zentrum der Bundeshauptstadt, eingeladen. Die Vertreter der Nachrichtenagenturen und Tagesmedien sorgten mit ihrer Berichterstattung für eine bundesweite Verbreitung der DSB-Themen (siehe Pressespiegel). „Auf den Volksfesten wird die Freizeit zum Vergnügen, hat die Lebensfreude – auch in Krisenzeiten – Konjunktur“, kommentierte Präsident Albert Ritter die Situation auf den Plätzen. Die Menschen seien nach wie vor bereit, Geld für das Freizeitvergnügen Nummer 1 auszugeben. Neben dem „Wohlfühl-Effekt“ sieht Ritter in neuen Marketingaktionen und verbesserten Angeboten auf den Volksfesten sowie der niedrigen Inflationsrate in den
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vergangenen Monaten weitere Gründe für die positive Entwicklung im Schaustellergewerbe. „Volksfeste sind ein beliebtes Freizeitprodukt. Das belegen die konstant hohen Besucherzahlen. Und dort, wo an diesem Produkt mit neuen Ideen und Angeboten weitergearbeitet wird, stimmen auch die Umsätze“, betonte der DSB-Präsident. Nach Einschätzung des Deutschen Schaustellerbundes hat sich auch das Investitionsprogramm der Bundesregierung positiv auf das Konsumverhalten der Menschen ausgewirkt. Ob die Feierlaune auf den Volksfesten auch in den kommenden Monaten konstant bleibe, hänge aber entscheidend von der Lage auf dem Arbeitsmarkt ab, betonte Albert Ritter. Forderung nach einer Bestandsgarantie für das Kulturgut Volksfest bekräftigt Vor den Medienvertretern bekräftige der DSB seine Forderung nach Anerkennung der Volksfeste als immaterielles Kulturgut. „Damit wäre eine besondere Schutzfunktion verbunden“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Gels. „Den öffentlich-rechtlichen Einrichtungen würde gleichzeitig die Verpflichtung auferlegt, diesen Kulturgütern einen besonderen Bestandschutz zukommen zu lassen und alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einzusetzen, das geschützte Gut aktiv und dauerhaft zu sichern.“ Der Anspruch auf Anerkennung sei auch deshalb gerechtfertigt, weil Volksfeste über Jahrhunderte hinweg die Gemeinwesen und die dort lebenden Menschen entscheidend mitgeprägt und entwickelt hätten. „Viele Städte und Gemeinden verdanken heute ihre Existenz den vor Jahrhunderten abgehaltenen Märkten und Volksfesten“, sagte Helmut Gels. Weitere Informationen im Pressespiegel zum Download
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Die allgemeine und berufliche Bildung im Schaustellergewerbe ist durch die Reisetätigkeit der Eltern ständigen Wechseln unterworfen. Obwohl in den meisten Fällen die allgemeine Schulpflicht erfüllt wird, fehlen den Schülern doch häufig die erforderlichen Nachweise von erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Schon früh werden sie in den Familienbetrieb integriert und leisten dort ihren Beitrag zum Betriebserfolg. Professionelles Know-how in technischen und kaufmännischen Fächern wird jedoch in Zukunft auch in der Schaustellerbranche über die wirtschaftliche Existenz eines Betriebs entscheiden. Die Kultusministerkonferenz der Bundesländer hat in den letzten Jahren den Schwerpunkt der Individualförderung in die Rahmenrichtlinien aufgenommen. Entsprechend sind die Voraussetzungen gesetzt, im Rahmen dieses Förderungsanspruchs, Schüler je nach Bedarf individuell zu fördern. Der DSB hat auf diese Entwicklung bereits früh reagiert und gemeinsam mit den zuständigen staatlichen Stellen Pilotprojekte entwickelt, die speziell auf die Ausbildungssituation von Schaustellerkindern zugeschnitten sind. Lehrgänge für berufsschulpflichtige Schausteller Bereits seit 2001 werden mit großem Erfolg an deb Berufskollegs der Stadt Herne in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Schulversuches BeKoSch (Entwicklung beruflicher Kompetenzen für Schausteller durch blockweisen Unterricht) Lehrgänge für berufsschulpflichtige Schausteller durchgeführt. Dieses Angebot ist einmalig in der europäischen Schullandschaft und der große Erfolg führte im Januar 2007 zum Start des von der Europäischen Union geförderten Projektes ELVET (Elektronisches Lernen zur beruflichen Bildung Reisender) mit dem Ziel, Lernkonzepte für das Internet zu entwickeln. Am Ende der zweijährigen Projektphase können wir mit Stolz auf ein erfolgreiches Ergebnis blicken. ELVET bedeutet einen entscheidenden Schritt zur Sicherung einer verlässlichen, aktuellen Berufsbildung für die Schausteller. Dabei wird den besonderen Bedürfnissen dieser Berufsgruppe nach einer gleichermaßen umfassenden wie zielgerichteten Ausbildung Rechnung getragen. Doch ELVET bedeutet noch mehr, denn Bildung ist nicht nur eine notwendige Voraussetzung zur Absicherung des Berufsstandes, sondern schafft Perspektiven für die individuelle Entwicklung der Schaustellerkinder und -jugendlichen. Zukunftssicherung heißt heute auch, Alternativen zu schaffen, um so auf die Veränderung von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagieren zu können. Wer seine Lebensplanung einmal ändern muss, dem stehen mit einer fundierten Ausbildung alle Wege offen.
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Bildungsprojekt LAR-S – „Lernen auf Reisen“-Schule Ein weiteres Bildungsprojekt, das vom Deutschen Schaustellerbund unterstützt wird, ist die „Lernen auf Reisen“-Schule (LAR-S). LAR-S ist ein Projekt der Bezirksregierung Detmold mit dem DSB, der Universität Paderborn, dem Heinz-Nixdorf-Forum und weiteren Kooperationspartnern. Es ergänzt den Unterricht in den Stamm- und Stützpunktschulen. Durch die virtuelle „Lernen auf Reisen“-Schule werden neue Lernangebote für Schülerinnen und Schüler auf Reisen bereitgestellt und die Möglichkeit zu strukturiertem Lernen verbessert. Als Plattform für das Projekt wird der im Schuleinsatz bewährte Server bid-owl (Bildung im Dialog) eingesetzt. Das Bildungsforum bid-owl ermöglicht es den Schülern und Lehrern, kooperativ miteinander zu arbeiten und die Arbeitsergebnisse gezielt für bestimmte Benutzergruppen oder auch für die Öffentlichkeit bereitzustellen. Es werden Hilfsmittel angeboten, mit denen auf sehr einfache Art und Weise innerhalb der „Virtuellen Schule“ produziert, kommuniziert und diskutiert werden kann. Die Bedienung erfolgt über eine leicht verständliche und schnell erlernbare Benutzungsoberfläche in einem WWW-Browser. Somit kann von jedem internetfähigen Computer aus die gesamte Funktionalität genutzt werden. Speziell für die „Lernen auf Reisen“-Schule wurde eine Unterstützung zur Verwaltung individueller Lehrpläne umgesetzt, in denen die Lernbegleiter die Lernbedarfe und die Lehrer der Stützpunktschulen die Lernfortschritte ihrer Schüler dokumentieren. Das Projekt profitiert außerdem von weiteren Funktionalitäten, die im Rahmen von bid-owl entwickelt wurden. Neben den Möglichkeiten zum Austausch von Dokumenten, die nur für die jeweils Beteiligten sichtbar sind, sind dies insbesondere Portale für den individuellen Zugang der Schüler. Die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern und den Lehrern untereinander wird durch Foren unterstützt. Zukunft durch Bildung Die Rahmenbedingungen, die im Bereich Bildung für Schaustellerkinder und -jugendliche in der Vergangenheit geschaffen wurden, sind ein Weg in die richtige Richtung. Hier wird der Deutsche Schaustellerbund ansetzen und in Kooperation mit den staatlichen Stellen und Bildungseinrichtungen die Bildungsvoraussetzungen weiter verbessern und neue Angebote schaffen, um so jedem Schausteller und jeder Schaustellerin einen Schulabschluss zu ermöglichen. Bildung schafft die Perspektiven für die individuelle Entwicklung der Schaustellerkinder und -jugendlichen. Weitere Informationen: www.schule-unterwegs.de
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AMUSEMENT EXPO - An Interschau-Technofolies partnership 28.-30. Oktober 2009 in Genua/Italien Weitere Informationen: www.amusementexpoeurope.com
Jubiläumsveranstaltung 125 Jahre Schaustellerverband Hamburg von 1884 e.V. 11. November 2009 in Hamburg
173. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes 12.-13. November 2009 in Oldenburg
61. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes 19.-21. Januar 2010 in Düsseldorf Weitere Informationen: http://business.duesseldorf-tourismus.de/schausteller_deligiertentag.html
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