Liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des DSB Newsletter. Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein gutes, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr!
Ihr Deutscher Schaustellerbund e.V.
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 Präsident Albert Ritter
Die Faszination Volksfest lebt – und das trotz wirtschaftlicher Probleme. Freizeitforscher haben herausgefunden, dass in Zeiten der Wirtschaftskrise das kleine Glück für wenig Geld gesucht wird und ein Hauch von Nostalgie. Die Leute sehnen sich nach etwas Beständigem, nach Spaß, der schon Generationen zuvor erfreut hat. Das alles bietet das gute alte Volksfest. Und auch wir Schausteller sehen gegenüber den schlechten Ergebnissen der vergangenen Jahre einen Silberstreif am Horizont. Die Besucher gaben im Jahr 2009 ein wenig mehr aus auf den Festplätzen. Deutlich spürbar war diese Entwicklung im Frühjahr und vor allem dort, wo die Marketingstudie des DSB konsequent umgesetzt wurde. Ein weiteres erfreuliches Zeichen: Die Besucherzahlen sind nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Volksfeste sind das Freizeitvergnügen Nummer eins! Trotz dieser positiven Entwicklung darf nicht vergessen werden, dass sich die Schaustellerbranche nach wie vor in einem harten Konkurrenzkampf zu den zahlreichen alternativen Angeboten im Freizeit- und Unterhaltungsbereich befindet. Hinzu kommt der immerwährende Kampf um akzeptable Rahmenbedingungen für das Schaustellergewerbe. Vor diesem Hintergrund ist der Zusammenhalt innerhalb einer Berufsorganisation unerlässlich. Die Einigkeit, die der Deutsche Schaustellerbund in den 60 Jahren seines Bestehens gegenüber Politik, Wirtschaft und Verwaltung demonstriert hat, hat uns stark gemacht.
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Nur durch diese Einigkeit und die personelle Stärke einer großen Mitgliederzahl im Rücken, konnten in der Vergangenheit Erfolge, wie die Befreiung von der LKW-Maut oder steuerlich Entlastungen, erzielt werden. Diese Sonderregelungen und Vergünstigungen für die ca. 5000 Schaustellerunternehmen mit ihren ca. 45.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fallen nicht so einfach vom Himmel. Sie sind das Ergebnis einer harten Arbeit. Jeden Tag setzen sich überall in Deutschland Schausteller im Namen des Deutschen Schaustellerbundes für die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen ein. Da wird mal mit Engelszungen geredet und mal knallhart argumentiert. Immer jedoch geht es um das Wohl des Berufsstandes und die Zukunftssicherung des Gewerbes. Daher gilt mein Dank den vielen Schaustellerinnen und Schaustellern in den Verbänden, den Funktionsträgern, den Delegierten, dem Hauptvorstand, dem Präsidium, den Fachberatern, den Schaustellerfrauen, der Schaustellerjugend, den Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle und allen, die sich im Verbandswesen vorbildlich und tatkräftig für uns einsetzen. Der Deutsche Schaustellerbund ist die weltweit größte Schaustellerorganisation. Er ist aber auch die einzige Interessenvertretung für den Erhalt des wunderbaren deutschen Kulturgutes Volksfest und für uns Schausteller; ein Bollwerk gegen Willkür und Ungleichbehandlung. Unser Leitspruch "Einigkeit macht stark!" soll verdeutlichen, dass die Gemeinschaft stärker als der Einzelne ist, aber auch – in umgekehrter Richtung – die Gemeinschaft nur stark sein kann, wenn jeder für sie einsteht.
Glück auf! Albert Ritter Präsident
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Zum Start in das Jahr 2010 steht Düsseldorf ganz im Zeichen der Schaustellerbranche. Unter dem Motto „Volksfeste – Kultur erleben!“ veranstaltet der Deutsche Schaustellerbund vom 19. bis 21. Januar in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt mit über 500 Teilnehmern seinen 61. Delegiertentag. Schaustellerinnen und Schausteller aus dem gesamten Bundesgebiet und den europäischen Nachbarländern werden in Düsseldorf zusammenkommen und das internationale Branchentreffen zu einem intensiven Meinungsaustausch nutzen. Der Delegiertentag ist die zentrale Verbandstagung der Schausteller. In Fachgruppensitzungen, Arbeitskreisen, Ausschüssen und im großen Schaustellerplenum werden die Delegierten in Düsseldorf verbandspolitische Themen beraten und die Weichen für die berufliche Zukunft des Schaustellergewerbes und der Volksfeste in Deutschland stellen. Meinungsaustausch, Beratung und Diskussion bilden die Grundpfeiler der DSB-Jahrestagung. Die Themen Aus- und Weiterbildung von Schaustellerkindern spielen dabei eine besondere Rolle. Daher werden, wie in den Vorjahren, die KMK Länderkonferenz und der BERID Arbeitskreis "Circus und Schausteller" den Delegiertentag für ihre Fachsitzungen und Gespräche mit Verbänden und Eltern nutzen. Die Organisation des großen Schausteller-Treffens liegt in den bewährten Händen des Düsseldorfer Schaustellerverbandes. Das Team um den 1. Vorsitzenden Bruno Schmelter hat ein attraktives Rahmenprogramm vorbereitet und begrüßt alle Gäste mit dem Motto des Delegiertentages "Volksfeste – Kultur erleben!" Neben zahlreichen prominenten politischen Gästen (siehe Rednerliste) wird der DSB zur Großkundgebung am 19. Januar als Vertreter der Bundesregierung den Parlamentarischen Staatssekretär Ernst Burgbacher begrüßen dürfen.
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Ernst Burgbacher, der seit vielen Jahren dem DSB und den Schaustellern eng verbunden ist, wurde im Dezember letzten Jahres zum Beauftragten der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus ernannt.
Redner auf der Großkundgebung (Auszug) • Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus sowie offizieller Vertreter des Bundeswirtschaftsministers • Dr. Ingo Wolf, Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen • Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen • Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen • Dr. Helmut Linssen, Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen • Dirk Elbers, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf • Brigitte Zypries, MdB, Bundesministerin a.D.
Ablaufplan zum Download Buchungsinformationen Anreisehinweise
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Gut aufgehoben fühlte sich der neue Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (Bildmitte) im Kreise der Schausteller am 16. Dezember 2009 bei einem Rundgang über den Weihnachtsmarkt vor dem Roten Rathaus in Berlin. Dank der guten Kontakte von Vizepräsident Klaus Wilhelm (links) zur niedersächsischen Landesregierung – Dr. Rösler war bis Oktober 2009 Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Niedersachsen – kam es bei klirrender Kälte zu einem informellen Treffen mit dem DSB, bei dem auch Sachthemen wie der praxisnahe Umgang im Falle von Pandemien auf Großveranstaltungen erörtert wurden. Bundesgesundheitsminister Rösler sicherte Vizepräsident Klaus Wilhelm und Hauptgeschäftsführer Helmut Gels (rechts) seine Hilfestellung rund um dieses Thema zu. Der Minister und eine Delegation aus dem Gesundheitsministerium konnten sich während des Bummels bei dieser Gelegenheit auch einen Eindruck von der hohen Qualität der Schaustellerprodukte auf dem Weihnachtsmarkt verschaffen: Heißer Glühwein, Bratwurst vom Grill und gebrannte Mandeln ließen die Kälte an den Füßen rasch vergessen.
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Trotz schwächelnder Wirtschaft gehörten die Volksfeste auch im Jahr 2009 zu den beliebtesten Freizeitangeboten in Deutschland. Die Besucherzahlen blieben mit rund 180 Millionen Menschen im Vergleich zum Vorjahr auf einem sehr hohen Niveau. Die wirtschaftliche Bilanz der Schausteller ist mit Blick auf die Wirtschaftskrise durchaus positiv, sie gehen für die laufende Saison von stabilen Umsätzen aus. Die noch zu Jahresbeginn befürchteten schweren Umsatzeinbrüche in der Schaustellerbranche sind deutschlandweit im Jahr 2009 ausgeblieben. Die Besucher hielten sich beim Kauf von Fahrchips, Zuckerwatte und Bratwürstchen nicht wie erwartet zurück. Die stabilen Besucherzahlen demonstrierten darüber hinaus eindrucksvoll, dass die Menschen „ihrem Volksfest“ auch in wirtschaftlich schweren Zeiten die Treue halten. Nach einer DSB-internen Umfrage zeigte sich die Mehrheit der Schaustellerunternehmen trotz Finanz- und Wirtschaftskrise mit den wirtschaftlichen Ergebnissen zufrieden. Mit Blick auf die steigenden Kosten der Branche warnt der Deutsche Schaustellerbund die Veranstalter und Energieversorger davor, die Gebührenspirale für die Schausteller weiter in die Höhe zu drehen.
 Freizeitvergnügen Volksfest
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Betroffen hiervon sind vor allem viele kleinere Betriebe. Preisanstiege von über 100 Prozent pro Jahr für Stromanschlüsse und Verbraucherentgelte können die Unternehmen nicht verkraften und sind auch rechtlich zu beanstanden.
Marketingaktionen bringen Erfolg Auf einem erfolgreichen Weg ist nach wie vor die DSB-Marketingkampagne „Wir machen Freizeit zum Vergnügen!“. Unter diesem Motto wird mit neuen Werbekonzepten und verbesserten Serviceleistungen seit Jahren das Produkt Volksfest weiterentwickelt. Schaustellerei kommt von „zur Schau“ stellen. Volksfeste sind „Feste für das Volk“. Im Mittelpunkt der Marketingaktionen steht der Besucher, das Publikum. Die Schausteller haben erkannt: Traditionspflege hat Konjunktur. Die Menschen besinnen sich wieder auf gesellschaftliche Werte, familiäres Zusammensein, soziale Kontakte und Geselligkeit. Im Freizeitbereich suchen sie nach Ablenkung, Unterhaltung und Zerstreuung – Angebote, wie sie nur das Volksfest bieten kann.
Bundesregierung muss Signale setzen Neben dem erfolgreichen Engagement der Schausteller erwartet der Deutsche Schaustellerbund nun auch von der Politik eindeutige Signale. Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sieht vor, dass die Steuern in Deutschland gesenkt werden. So wurde es dem Wähler vor der Wahl versprochen. Die Steuersparpläne sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Steuerminderungen können maßgeblich zum Anreiz der Kauflaune der Menschen beitragen. Entscheidend ist, dass das Vertrauen der Bürger wieder gestärkt wird, um so die Konsumflaute zu überwinden. Parallel wird es erforderlich sein, die Finanzierung hierfür sicherzustellen. Durch den bereits erfolgreich eingeleiteten Weg der Entbürokratisierung mit den Mittelstandsentlastungsgesetzen ist ein erster Schritt getan. Im öffentlich-rechtlichen Dienstleistungsbereich ist ein großes Einsparpotenzial durch effektive Aufgabenkritik und größere Kosteneffizienz, aber auch verändertes Ausgabeverhalten gegeben. Der Staat selbst hat es somit in der Hand, durch Eigeninitiative die notwendigen Ausgaben für die Wirtschaft weitestgehend zu finanzieren.
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Der Bundesglühweinstammtisch ist schon etwas Besonderes in Berlin und so waren Anfang Dezember 2009 zahlreiche Mitglieder des Deutschen Bundestages der Einladung des DSB in die Stiegl-Alm-Hütte auf dem Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz gefolgt. Bei einem rustikalen Essen und guten Getränken fanden die Gäste ausreichend Gelegenheit zu interessanten Gesprächen in einem gemütlichen Ambiente. Präsident Albert Ritter dankte allen Mitgliedern des Bundestages für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zum Wohle der Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland. Er verwies auf die Erfolge, die man gemeinsam in den letzten Jahren erzielt habe. Natürlich gäbe es auch für das deutsche Schaustellergewerbe aktuelle Probleme, die man gemeinsam lösen müsse. Als konkretes Beispiel nannte Albert Ritter die Umsetzung des neuen Mittelstandsentlastungsgesetzes durch die Bundesländer. Das Gesetz sei geschaffen worden, um dem Mittelstand in Deutschland Entlastungen zu verschaffen. So soll entsprechend der Rechtslage für Reisegewerbegaststätten
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 Hauptgeschäftsführer Helmut Gels und Präsident Albert Ritter im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär, Ernst Burgbacher, und Dr. Barbara Hendricks, MdB (von links)
zukünftig keine zusätzliche Erlaubnis mehr verlangt werden, sondern eine klarstellende Festlegung in der jeweiligen Reisegewerbekarte ausreichen. Die Bundesländer würden jedoch durch Erlasse und Anordnungen die Umsetzung dieser Rechtslage verhindern und so das Mittelstandsentlastungsgesetz im Ergebnis ad absurdum führen. Der DSB-Präsident bat die Bundespolitiker um ihre Unterstützung, "um diesem Unsinn ein Ende zu bereiten."
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61. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes 19.-21. Januar 2010 in Düsseldorf Buchungsinformationen: http://business.duesseldorf-tourismus.de/schausteller_delegiertentag.html
125 Jahre Verein selbständiger Gewerbetreibender, Markt- und Messereisender 9. Januar 2010 in Magdeburg
250 Jahre Schaustellervereine in Herford 15. Januar 2010 in Herford
Festakt 20 Jahre Brandenburgischer Schaustellerverband „Sanssouci“ Sitz Potsdam 5. Februar 2010 in Potsdam Einladung Bestellformular
174. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes e.V. 12.-13. November 2010 in Bad Kreuznach
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