Liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Newsletters. Im Mittelpunkt steht heute der 61. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes 2010 in Düsseldorf.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihr Deutscher Schaustellerbund e.V.
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 Blick ins Plenum
In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf trafen sich vom 19. bis 21. Januar 2010 die Schausteller aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern zum 61. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes. Im Vorfeld der Jahresversammlung hatten sich die Teilnehmer in Fachgruppensitzungen und Diskussionsrunden über aktuelle Themen des Gewerbes ausgetauscht. Wie bereits in den Vorjahren nutzten die KMK Länderkonferenz und der BERID Arbeitskreis "Circus und Schausteller" den Delegiertentag für ihre Fachsitzungen sowie Gespräche mit Verbänden und Eltern. Hauptgeschäftsführer Helmut Gels informierte die Delegierten in seinem Jahresbericht über die Arbeit des DSB zur Sicherung der Volksfeste und des Schaustellergewerbes. Dabei betonte er die Bedeutung der Volksfeste als Kulturgut. Gels verurteilte die Haltung von Städten, wie z.B. Neu-Ulm und Wiesbaden, die die kulturelle Bedeutung der Traditionsfeste verkannten und Veranstaltungen absagten. Es gebe allerdings auch viele Kommunen, die sich mit Fragen an den Deutschen Schaustellerbund wenden würden, wie ihre örtlichen Volksfeste zeitgemäß angepasst werden könnten. Die DSB-Marketingstudie sei in diesen Fällen mit ihren Handlungsempfehlungen ein wichtiges Argumentationspapier und würde von den Kommunen wohlwollend aufgenommen. Bundesverwaltungsgericht setzt wichtiges Zeichen für die Zukunft der Volksfeste Ausführlich erläuterte Hauptgeschäftsführer Gels zum Thema "Absage von Volksfesten" das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 27. Mai 2009, in dem die Position der Volksfeste als Bestandteil der Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft ausdrücklich festgestellt und damit in ihrer Bestandssicherung gestärkt wird. Helmut Gels bekräftigte die Forderung der Schausteller nach einem Schutzmechanismus für die Volksfeste und Weihnachtsmärkte in Deutschland.
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Mit dieser grundlegenden Entscheidung hätten die Richter den rechtlichen Anspruch maßgeblicher Forderungen des Deutschen Schaustellerbundes für die Bestandssicherung der Volksfeste aber auch für die Zukunft des Gewerbes bestätigt. Somit seien die rechtlichen Grundlagen für viele notwendige zukünftige Diskussionen und Gespräche geschaffen worden. Ein weiteres Schwerpunktthema auf dem Delegiertentag galt der Umsetzung des Mittelstandsentlastungsgesetzes. Entsprechend der Rechtslage soll für Reisegewerbegaststätten zukünftig keine zusätzliche Gestattung mehr verlangt werden, sondern eine klarstellende Festlegung in der jeweiligen Reisegewerbekarte ausreichen. Der DSB kündigte an, den Widerständen in den Bundesländern bei der Umsetzung des Gesetzes massiv entgegentreten. Edmund Radlinger neuer Vizepräsident für Finanzen Die Delegierten wählten in Düsseldorf den 1. Vorsitzenden des Münchner Schausteller-Vereins, Edmund Radlinger, mit großer Mehrheit zum neuen Vizepräsidenten für Finanzen. Der neue "DSB-Finanzchef" stellte im Anschluss an seine Wahl den Haushaltplan für das Jahr 2010 vor. Gegen "Ballermanisierung" von Volksfesten Im Rahmen des Delegiertenforums diskutierte das Plenum weiterhin Anträge zu Berufs- und Organisationsfragen. So wird sich der Deutsche Schaustellerbund gemeinsam mit seinen örtlichen Verbänden und den Veranstaltern auf freiwilliger Basis dafür einsetzen, dass auf den Veranstaltungen kein Alkohol an Personen unter 18 Jahren ausgeschenkt wird. Ein entsprechender Antrag wurde von den Delegierten mehrheitlich angenommen. Die Delegierten sprachen sich mit dem Beschluss eindeutig gegen eine "Ballermanisierung" der Veranstaltungen aus. Dank an Düsseldorfer Team Zum Abschluss der Jahresversammlung dankte Präsident Albert Ritter dem gastgebenden Düsseldorfer Schaustellerverband für eine hervorragende Ausrichtung des 61. Delegiertentages. Der 1. Vorsitzende Bruno Schmelter wurde für seine Verdienste um das deutsche Schaustellergewerbe und die Volksfeste mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Paderborn, Heimatstadt des berühmten Libori Volksfestes, ist vom 17. bis 19. Januar 2011 Gastgeberin des 62. Delegiertentages. (Foto: DSB)
Pressespiegel zum 61. Delegiertentag
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Mit einer eindruckvollen Demonstration seiner Stärke eröffnete der Deutsche Schaustellerbund am 19. Januar 2010 in Düsseldorf den 61. Delegiertentag. Zur Großkundgebung in das Congress Center Süd auf dem Messegelände waren über 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Schaustellergewerbe gekommen. Bundes- und Landespolitiker, unter ihnen der Parlamentarische Staatssekretär und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung Ernst Burgbacher sowie die NRW-Landesminister Christa Thoben, Dr. Ingo Wolf und Eckhard Uhlenberg, zeigten sich tief beeindruckt von der Solidargemeinschaft der Schausteller. Präsident Albert Ritter mahnte in seiner Rede unter anderem politische Hilfe beim Thema Strompreise an. "Es kann nicht angehen, dass Schausteller bei der Stromversorgung mit einem Strafgeld belegt werden", sagte er. Ritter forderte die Politiker auf, gegen die willkürliche Absagen von Volksfesten, Kirmessen und Jahrmärkten vorzugehen, damit die Volksfeste in Deutschland geschützt werden. Es könne nicht sein, dass mit einer Stimme Mehrheit in den Stadträten darüber entschieden werde, ob zum Beispiel ein jahrhundertealtes Volksfest abgesagt werde. so Ritter. Die Schausteller forderten eine Besitzstandswahrung. Staatssekretär Ernst Burgbacher und NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben kündigten zum Thema Gestattung an, sich gemeinsam für eine Problemlösung einzusetzen.
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 Fahneneinmarsch auf der DSB-Großkundgebung in Düsseldorf
"Goldenes Karussellpferd“ für Präses Schneider Im Rahmen der Großkundgebung wurde der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, mit dem "Goldenen Karussellpferd" der ArGe NRW-Mitte ausgezeichnet Schneider erhielt die Auszeichnung für seine Verdienste um Volksfeste und Weihnachtsmärkte in NRW. "Kirmes hat viel mit Kirche zu tun. Beide halten Traditionen hoch und beide wollen Leben gestalten", sagte Schneider. Der frühere SPD-Bundesvorsitzende Franz Müntefering, Träger des "Goldenen Karussellpferdes" im Jahr 2009, lobte in seiner Laudatio die Vergabe der Auszeichnung an Schneider. "Schausteller und Kirche, das passt", sagte Müntefering. (Foto: DSB)
DSB-Großkundgebung: Auszüge aus den Reden und Grußworten
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Nach konstruktiven Verhandlungen zwischen Schaustellern und der Stadtverwaltung Dinslaken steht nunmehr fest, dass die traditionelle Martini-Kirmes nicht an den Ortsrand ausgelagert wird, sondern in der Innenstadt verbleibt. Diese Vereinbarung wird allerdings besondere Anforderungen an die Schausteller und die ausrichtende Verwaltung erfordern, da durch verschiedene Baumaßnahmen, wie dem Bau eines Einkaufzentrums, die nächsten drei bis vier Jahre immer wieder unterschiedliche Flächen für die Kirmes zur Verfügung stehen. Von daher ist zur Sicherung der Kirmes in der Innenstadt eine intensive Kooperation zwischen den Schaustellern und der veranstaltenden Kommune erforderlich. Die Schausteller sind insbesondere dem Bürgermeister der Stadt Dinslaken, Dr. Michael Heidinger, außerordentlich dankbar, dass die Martini-Kirmes in der Innenstadt verbleibt. Somit werden die Arbeitsplätze der Schausteller gesichert und eine große Volkfesttradition bleibt den Dinslakener Bürgerinnen und Bürgern erhalten. (Foto: Stadt Dinslaken)
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Der Jahresbericht 2009 des Deutschen Schaustellerbundes ist erschienen. In einem bunten Mix aus Nachrichten, Statements und Kommentaren informiert die Publikation über die Arbeit des weltgrößten Schaustellerverbandes im vergangenen Jahr. Leitthema ist diesmal die Position des DSB zur Privatisierung von Volksfesten und Weihnachtsmärkten. In den Rubriken "Das Jahr in Schlaglichtern", "Die Entwicklung des Schaustellergewerbes" und "Verbandsarbeit" erhält der Leser einen Überblick zu den aktuellen Verbandsthemen. Doch der Jahresbericht 2009 bietet viel mehr als nur ein Resümee von 365 Tagen erfolgreicher Verbandsarbeit – den Mitgliedsverbänden soll er auch als praktisches Instrument für die eigene Öffentlichkeitsarbeit dienen. Daher stellt sich der DSB erstmals gleich zu Beginn der 52-seitigen Broschüre in einem Porträt vor und informiert mit nützlichen Zahlen und Fakten über das Schaustellergewerbe und die Volksfeste.
Jahresbericht 2009 zum Download
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Vor allem Kleinunternehmen haben es in Zeiten der Finanzkrise schwer, an Kredite zu gelangen, da Banken die Risiken scheuen. Die Bundesregierung will den Unternehmern jetzt mit Hilfe von Kleinstkrediten unter die Arme greifen. Der DSB hat das Vorhaben begrüßt. Über den rund 100 Millionen Euro umfassenden "Mikrokreditfonds Deutschland" können Kleinunternehmen bei Finanzierungsproblemen bis zu 20.000 Euro ohne die sonst üblichen Sicherheiten erhalten. "Der Fonds hat ein Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro", sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen am 27. Januar vor dem Bundeskabinett in Berlin. 60 Prozent davon kämen aus dem Europäischen Sozialfonds und 40 Prozent aus dem Haushalt des Bundesarbeitsministeriums. Oft fehlten gerade jungen, innovativen Betrieben die Sicherheiten. Der Fonds eröffne "in schwieriger Zeit neue Finanzierungswege, mit deren Hilfe kleine Unternehmen Personal und Know-how über die Krise retten können", sagte von der Leyen weiter. Insbesondere Betriebe mit hoher Ausbildungsbereitschaft würden berücksichtigt. Der jährliche Zinssatz liege zunächst bei 7,5 Prozent. Den Fonds werde es vorerst bis 2015 geben. Im Kampf gegen die Kreditklemme hatte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz den Garantiefonds bereits im September vergangenen Jahres gestartet. Die Bochumer GLS Bank vergibt die Kleinstkredite, wobei der "Mikrokreditfonds Deutschland" die möglichen Kreditausfälle gegenüber der GLS absichern soll.
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174. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes e.V. 12.-13. November 2010 in Bad Kreuznach
62. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes e.V. 17.-19. Januar 2011 in Paderborn
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