Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Vom Flirt mit dem Publikum

Der Arbeitskreis „Zukunft“ des Deutschen Schaustellerbundes ist ein Erfolgsprojekt. Dies belegen nicht zuletzt die Teilnehmerzahlen an den regelmäßigen Treffen des im Januar 2012 auf dem Delegiertentag in Vechta gegründeten Jugendforums. Trotz Hauptsaison und vieler Verbandstermine waren rund 70 Schaustellerjugendliche aus ganz Deutschland am 26. Juli 2012 der Einladung des DSB zum Workshop „Rekommandieren“ in die Bochumer Kult-Diskothek „Prater“ gefolgt.

Die Workshopteilnehmer in der Bochumer Kultdisco „Prater“. Foto: DSB

Der Begriff „Rekommandieren“ stammt aus dem Englischen „to recommend“ und bedeutet „empfehlen“. Beim Rekommandieren auf dem Volksfeste geht es also nicht nur um die Ansprache und emotionale Mitnahme des Publikums, sondern auch darum, wie der Schausteller sein Geschäft und Produkt empfiehlt.
Über vier Stunden diskutieren die Jugendlichen unter der Moderation von Kevin Kratzsch engagiert über Fragen nach der Bedeutung von Musik auf den Plätzen oder welche Rolle die Optik und Gestaltung eines Geschäftes spielt. Ein Schwerpunkt galt dabei der Qualität und Qualitätssicherung im Schaustellergewerbe.
Fachliche Unterstützung erhielten die Teilnehmer durch die Schaustellerinnen Patrizia Kinzler und Christina Schneider, die Cranger Platzmeisterin Sabine Marek, AK-Vorstandsmitglied Berni Parpalioni und Präsident Albert Ritter, die ihre langjährigen Erfahrungen einbrachten. So entwickelte sich schnell eine lebhafte und konstruktive Diskussion.
Die Referenten verwiesen darauf, wie wichtig es sei, beim Rekommandieren den eigenen, persönlichen Stil zu finden; denn jedes Geschäft, ob Verlosung, Mandelwagen oder Karussell, erfordere eine individuelle Ansprache an das Publikum. Jede Veranstaltung in Deutschland habe ihren eigenen Charakter und Tradition – auch dies gelte es, beim Rekommandieren zu berücksichtigen.
Am Ende des Bochumer Treffens waren sich alle Beteiligten einig: Das ist Jugendarbeit, wie sie sein soll. Präsident Albert Ritter freute sich über das große Interesse und den erfolgreichen Verlauf des Workshops. „Das zeigt uns, wie intensiv sich unsere Jugend mit der Zukunft des Schaustellergewerbes auseinandersetzt. Ich danke allen Teilnehmern und natürlich der Familie Quante, die einfach fantastische Gastgeber waren“, sagte er.
Die nächste Sitzung des Arbeitskreises Zukunft findet im Rahmen des Cannstatter Wasen in Stuttgart statt. Weitere Informationen auf der Facebook-Seite „DSB - Arbeitskreis Zukunft“.

Stichwort: Arbeitskreis „Zukunft“
Was kann der DSB für die Schaustellerjugend tun? Wie können sich Jugendliche noch mehr in die Aufgaben und die Arbeit des Verbandes einbringen? Auf Initiative von Schaustellerjugendlichen wurde auf dem 63. Delegiertentag 2012 in Vechta mit großer Mehrheit die Gründung des Arbeitskreises „Zukunft“ beschlossen. Der Arbeitskreis hat die Aufgabe, durch eine Palette von Informationen, Angeboten und Aktionen, jungen Menschen Anreize zu bieten, sich für den DSB und seine Arbeit intensiver zu engagieren.