Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Verwaltungsgericht stärkt Lohmarer Kirmes

Thorben Wengert / pixelio.de

Die Kirmes in Lohmar konnte in diesem Jahr vom 2. bis 5. September wie gewohnt stattfinden. Dabei mussten die Veranstalter und Schausteller noch kurz vor Beginn des beliebten Volksfestes zittern: Ein Lohmarer Bürger hatte am 30. August einen Eilantrag auf einstweilige Verfügung gegen den Kirmesbetrieb beim Kölner Verwaltungsgericht eingereicht. Der Mann monierte, die Kirmes sei zu laut, zulässige Dezibelwerte seien überschritten. Er habe während der letztjährigen Kirmes aufgrund des Lärms Gesundheitsprobleme gehabt, obwohl er rund 100 Meter entfernt vom Festplatz wohnt.
Das Gericht kam jedoch am 31. August zu dem Urteil, dass die Kirmes, so wie sie geplant ist, sogar unter den zulässigen Lärmwerten bleiben wird. Das Gericht erteilte der Stadt die Erlaubnis, das Brauchtumsfest abzuhalten. „Wir haben nun auch für die nächsten Jahre Planungssicherheit“, freute sich Joseph Fingerhuth, der die Kirmes im Auftrag des Stadtmarketingvereins organisiert.

Der Deutsche Schaustellerbund begrüßte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Das Urteil sei ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Volksfestkultur in Deutschland, sagte Präsident Albert Ritter. „Musik und Fröhlichkeit gehören traditionell zu unseren Kirmessen und Volksfesten – und das soll auch so bleiben!“ betonte Ritter.