Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Tourismuspolitisches Informationsgespräch im Bundestag

DSB-Präsident Albert Ritter und Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg heben Bedeutung der Volksfeste und Weihnachtsmärkte für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Deutschland hervor.

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Für Tourismusbranchen, wie das Schaustellergewerbe, müssen die politischen Rahmenbedingungen stimmen, um so die Zukunft der Volksfeste und damit das Fortbestehen einer Traditionsbranche zu sichern. Umgekehrt ist auch die Attraktivität Deutschlands als Tourismusziel eng mit der lebendigen und florierenden Volksfest- und Weihnachtsmarktkultur hierzulande verknüpft. Diesen Standpunkt machten Schaustellerpräsident Albert Ritter und DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg im April im Rahmen eines tourismuspolitischen Informationsgesprächs im Bundestag mit Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verwaltung deutlich. Eine aktive Kooperation zwischen den Unternehmen, lokalen Tourismus- und Marketinggesellschaften und Behörden in Deutschland ist notwendig, um die Vielzahl der Freizeitangebote sinnvoll zu steuern und international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Tourismuspolitik in Deutschland

Tourismuspolitik ist in Deutschland Teil der Wirtschaftspolitik. Erklärtes tourismuspolitisches Ziel des Wirtschaftsressorts ist es, die unternehmerische Eigenverantwortung zu stärken und die Rahmenbedingungen für die Tourismusbranche so zu verbessern, dass sie im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Zuständig für die Koordination aller Maßnahmen ist der Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus. Seit 2014 ist das die Parlamentarische Staatssekretärin Iris Gleicke. Auf Parlamentsebene macht sich der Ausschuss für Tourismus als eigenes Gremium für eine positive Gestaltung der Zukunftsbranche Tourismus stark. Er fördert durch seine Arbeit die Entwicklung und Vermarktung des Reiselands Deutschland.

 Aufgaben des Ausschusses für Tourismus

Der Tourismusausschuss berät Gesetzentwürfe, Anträge und Unterrichtungen, die das Plenum des Deutschen Bundestags ihm überweist. Ist der Ausschuss federführend, berichtet er dem Plenum über den Beratungsverlauf sowie das Beratungsergebnis und legt dem Bundestag eine Beschlussempfehlung vor. Diese bildet die Grundlage für das Votum im Parlament. Ist der Ausschuss mitberatend beteiligt, leitet er sein Votum an den federführenden Ausschuss weiter. Regelmäßig nimmt der Ausschuss Berichte des Wirtschaftsministeriums zu Themen der Tourismuswirtschaft entgegen. Die Berichte spiegeln ebenfalls die Bandbreite des Spektrums wider, mit denen sich der Ausschuss befasst. Bei touristischen Fehlentwicklungen oder wenn weiterer Handlungsbedarf besteht, erarbeitet der Ausschuss Empfehlungen, wie auf diese zu reagieren ist. Die Tourismuspolitiker setzen sich dafür ein, dass unterschiedliche Interessen oder Rivalitäten innerhalb der Tourismusbranche nicht in gegenseitiger Blockade oder Behinderung, sondern im kreativen Wettbewerb münden. Erklärtes Ziel: Die am Tourismus in Deutschland Beteiligten sollen ihre gemeinsamen Anliegen nicht aus dem Blick verlieren.

 Gesprächspartner des DSB

Der Tourismusausschuss kann auch auf eigene Initiative hin tätig werden und aufgrund des Selbstbefassungsrechts Themen aus dem eigenen Geschäftsbereich ohne Überweisung durch den Bundestag beraten oder sich durch Minister, Botschafter, Interessenvertreter und Experten informieren lassen. Der Bundestagsausschuss für Tourismus ist der zentrale Ansprechpartner des DSB im Deutschen Bundestag. Dort ist man sich der Bedeutung des Schaustellergewerbes sehr wohl bewusst. Dies belegt nicht zuletzt die regelmäßige Teilnahme von Ausschussmitgliedern an den Großkundgebungen des Deutschen Schaustellerbundes. Die enge Zusammenarbeit zwischen Tourismusausschuss und DSB zeigte bereits im Jahr 2000 Erfolg, als der Deutsche Bundestag den vom DSB initiierten Antrag zur „Sicherung der Volksfeste, des Markthandels und des Schaustellergewerbes“ beschloss. Der  Tourismusausschuss hatte daran maßgeblichen Anteil.