Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Süddeutscher Schaustellerverband veranstaltet Nostalgie-Ausstellung

Beste Imagewerbung für den Berufsstand auf dem Nürnberger XXL-Frühlingsfest

© Deutscher Schaustellerbund e.V.

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Das Nürnberger Frühlingsfest hatte mit der Nostalgie-Ausstellung in diesem Jahr eine besondere Attraktion zu bieten: Eine der größten und vielfältigsten Nostalgie-Ausstellungen Deutschlands. Schirmherr der Veranstaltung war der Nürnberger Oberbürgermeister und Städtetagspräsident Ulrich Maly. Erst im vergangenen Jahr hatte der Süddeutsche Schaustellerverband seinen 125. Geburtstag gefeiert – die Ausstellung bot für die Bürger aus Nürnberg und Umgebung noch einmal den passenden Rahmen für dieses Jubiläum.

Eine Besonderheit der Nürnberger Nostalgie-Ausstellung: Eine räumliche Trennung zwischen historisch und modern gab es nicht. Während des Rundgangs über das Volksfestgelände mit seinen zahlreichen Attraktionen – das XXL-Frühlingsfest glänzte mit einer hochrangigen Besetzung – gelangten die Besucher automatisch auch in den Nostalgie-Bereich. Schon im regulären Rundlauf wurde der Besucher dabei vorbeigeführt an verschiedenen historischen Fahr- und Belustigungsgeschäften, um damit nahtlos auch in den historischen Bereich geführt zu werden. So konnte sich der Besucher an einer Raupenbahn, im Flohzirkus, an zwei Hängekarussells, einer Kinderschaukel, einem Armbrustschießen und am Toboggan vergnügen wie in früheren Zeiten.

Den Zugang zum großen Zirkuszelt bildete das „Land des Lächelns“, in dem als Sonderausstellung das Buch von Frau Dr. Ramus präsentiert war (Doktorarbeit zum Thema „Kulturgut Volksfest. Architektur und Dekoration im Schaustellergewerbe“). Auszüge aus dem Buch, die Bezug zu Nürnberg und zu Nürnberger Schaustellern haben, wurden in hier auf großen Tafeln präsentiert, dazu waren Beispiele in Form von Originalmalereien zu besichtigen.

Im professionell beleuchteten Zirkuszelt waren auf ca. 800 qm zahlreiche historische Exponate (Chaisen, Karusellpferde, Automaten, Dekoteile, Schmuckbehänge, Schriften, Zuckerwattemaschinen, Eismaschinen, Figuren etc.) ausgestellt, Leihgaben aus ganz Deutschland, z.B. auch von Rolf Hartmann aus Berlin, aber auch von ortsansässigen alteingesessenen Schaustellerfamilien (Eismüller, Perz, Hartmann-Wunderle, Kreis, Schweizer, Morawski und viele mehr, die alle aufzuzählen den Rahmen sprengen würde). Daneben informierten zahlreiche Schautafeln und bedruckte Planen über die Historie von Schaustellerverband, Nürnberger Volksfest und verschiedenen Schaustellerfamilien (alle Familien hatten die Möglichkeit, sich zu beteiligen). Als Kulisse für die Exponate dienten die Front eines historischen Kasperltheaters sowie die Rückwand eines historischen Autoskooters. Zusätzlich zog eine Modellkirmesanlage auf 16 qm viele Blicke auf sich.

Die Leihgaben wurden dem Süddeutschen Verband unentgeltlich zur Verfügung gestellt, wie auch die Arbeitsleistung der Schausteller ehrenamtlich war! Durch die gute Vernetzung des Verbandes und seiner Mitglieder in Nürnberg und das hervorragende Image gelang es zudem, zahlreiche Sponsoren zur Finanzierung der Ausstellung zu finden.

Trotz der dennoch sehr hohen Kosten für die Umsetzung der Ausstellung (Strom, Bewachung, Reinigung, Beleuchtung, Deko, Vitrinen, Schilder und Tafeln, Versicherung, Material, Zeltmiete, Transporte etc.) konnte diese von den Besuchern bei freiem Eintritt besichtigt werden!

Schilder gaben zu jedem einzelnen Exponat Erläuterungen über Herkunft, Geschichte, Besitzer und Alter.

Ein Film entführte mit historischem Material in die Vergangenheit.

Auch für die Ohren hatte die Ausstellung einiges zu bieten: Insgesamt 14 Orgeln spielten im Zirkuszelt und auf dem Freigelände für die Besucher auf, während man historische Zugmaschinen und einen alten Schaustellerwohnwagen (Baujahr 1920) und einen Packwagen begutachten konnte.

In einem weiteren Zelt fand auf 300 qm eine viertägige Modellkirmes-Ausstellung statt, die vom Publikum sehr bestaunt wurde und bisher in dieser Größenordnung und in authentischem Umfeld einzigartig war.

Besondere Ereignisse waren auch ein großes Ballonglühen mit Musikchoreografie in Erinnerung an den Ballonstart der Luftfahrpionierin Käthe Paulus vom Volksfestplatz um 1900 sowie ein zweitägiges Bulldog-Treffen.

Dieses Bulldogtreffen fand ebenfalls großen Anklang. Die Fahrer lobten dabei das perfekte Ambiente und die hervorragende Organisation und bekamen selbst besonders bei der Präsentation des historischen Dampfbulldogs aus der Dauerausstellung glänzende Augen. Regelmäßige Rundfahrten der historischen Bulldogs und auch des Dampftraktors durch die Besucherstraßen wurden von den Volksfestbesuchern begeistert beobachtet.

 

 

 Mit der Ausstellung konnten die Nürnberger ein deutliches Zeichen setzen:

  • zur Leistungsfähigkeit des Berufsstandes
  • zum Potenzial der Schausteller und des Verbandes in Nürnberg
  • zur Vorreiterrolle der Nürnberger Volksfeste (die ja als „Schönstes Stadtfest“ ausgezeichnet wurden – s. Kometbericht 2013)
  • zur nachhaltigen Profilierung und Imagepflege und somit nachhaltigen Sicherung der Arbeitsplätze durch das Nürnberger Volksfest, und zwar Arbeitsplätze für Schaustellerbetriebe auf der einen Seite, aber auch Arbeitsplätze von Zulieferern, Dienstleistern, Handwerk und Einzelhandel in der Europäischen Metropolregion Nürnberg auf der anderen Seite.

Zur  Unterstützung des Antrages des DSB auf Anerkennung der Volksfeste als immaterielles  Kulturerbe war kaum eine bessere Werbung möglich. Der DSB dankt dem Süddeutschen Verband und seinen Mitstreitern daher ausdrücklich für die Umsetzung dieses aufwändigen Vorzeigeprojekts, die für den gesamten Berufsstand eine tolle Werbung und Imagepflege vom Feinsten darstellte.