Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB nimmt an Studienkonferenz zum Thema Weihnachtsmärkte in Köln teil

Am 26. Juni nahmen DSB-Präsident Albert Ritter und der Erste Vorsitzende des Schaustellerverbandes  e.V. - Sitz Köln - Rico von der Gathen an einer Studienkonferenz zum Thema "Weihnachtsmärkte – Ihre Inszenierung, Sicherheit, Perspektive" teil. Veranstaltet wurde die Tagung von der Thomas-Morus-Akademie Bensberg im Erzbistum Köln.

Gab es zu Beginn der Konferenz noch kritische Stimmen einiger Teilnehmer zum Thema Weihnachtsmärkte – sei es im Hinblick auf eine angebliche Kommerzialisierung oder einen mangelnden Gedankenaustausch zwischen den Weihnachtsmarktveranstaltern und den Kirchenvertretern – so zeigten die anschließenden Fachvorträge und die sehr engagiert geführten Diskussionen der Teilnehmer ein eindeutiges Ergebnis: Weihnachtsmärkte seien nach einhelliger Meinung aller Anwesenden ein überaus bedeutender Teil des immateriellen Kulturgutes in Deutschland sowie ein nicht mehr wegzudenkender Wirtschaftsfaktor und damit absolut förderwürdig.

In diesem Zusammenhang machten auch die Vertreter von Seiten der Kölner Polizei noch einmal deutlich, dass die Produktion und Wahrung von Sicherheit auf Weihnachtsmärkten, Volksfesten, Kirmessen und Jahrmärkten eine eindeutig hoheitliche Aufgabe sei, was sich bspw. auch auf den Aufbau von technischen Absperrungen und deren Finanzierung beziehe.

Auch eine zunächst fälschlich aufgestellte Behauptung, dass es um die Zusammenarbeit zwischen Schaustellern und den Kirchen nicht sonderlich gut bestellt sei, konnte direkt in den ersten Diskussionen ausgeräumt werden. So waren beispielsweise u.a. aus den Städten Aachen, Bonn und Wuppertal Vertreter der katholischen Kirche anwesend, die den traditionell engen und vertrauensvollen Kontakt zwischen Kirche und Schaustellern anhand zahlreicher Beispiele für ganz Deutschland belegten. Eines der erfolgreichen Beispiele waren die bundesweiten Trauergottesdienste nach den leidvollen Vorgängen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz im Dezember vergangenen Jahres.

DSB-Präsident Albert Ritter erneuerte in diesem Zuge sein Angebot an die Vertreter der Kirche, die kirchliche Botschaft zukünftig noch verstärkter auf den Weihnachtsmärkten zu verbreiten – sei es durch Gottesdienste, gemeinsame karitative Aktionen o.ä.

Eine ganz besondere Liebeserklärung an die Weihnachtsmärkte machte der Wirtschaftspsychologe der BSP Business School Potsdam Prof. Dr. Christoph Melchers in seinem Fachvortrag und den daran anschließenden Tiefeninterviews: In seinen Augen bilde vor allem die Sehnsucht nach frühkindlichen weihnachtlichen Glücksgefühlen die Motivation für den Besuch der deutschen Weihnachtsmärkte.

Zum Abschluss der Konferenz gaben die anwesenden Veranstalter der Weihnachtsmärkte gemeinsam mit den Beschickern zu bedenken, dass jene Märkte vor allem den Städten und Gemeinden jedes Jahr erhebliche zusätzliche Einkommen und Steuereinnahmen bescheren. Sie appellierten daher an den Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH, sie in Zukunft stärker zu unterstützen und nicht mit neuen oder erhöhten Gebühren zu belasten.

Fotonachweis: www.koelnerweihnachtsmarkt.com