Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Schaustellerverband Weser-Ems veranstaltet „Historische Kirmes“-Ausstellung in Hagen am Teutoburger Wald

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Rechtzeitig zum Beginn der Kirmes in Hagen am Teutoburger Wald (Niedersachsen) eröffnete der Schaustellerverband Weser-Ems gemeinsam mit Bürgermeister Peter Gausmann am 3.Oktober eine historische Kirmesausstellung in der Ehemaligen Kirche in Hagen. Auf dem Vorplatz luden historische Zugmaschinen, Traktoren, ein einhundert Jahre alter Schaustellerwohnwagen und historische Drehorgeln die Besucher zum Staunen ein. „Kirmes", das sei "ein Mini-Urlaub für die Seele!“ fasste Heinz Frickenschmidt, Ehrenvorsitzender des Schaustellerverbandes Weser-Ems, das Anliegen der Ausstellung zusammen. Begleitet von einem Festumzug durch die Stadt mit Musik und Kinderlachen feierten die Hundert Besucher anschließend einen ökumenischen Gottesdienst, denn schließlich stammt die Kirmes ja von der Kirchmesse ab. Die Ausstellung selbst wartete mit zahlreichen historischen Kirmesattraktionen auf, darunter ein Showfahrt-Motorrad aus den 30er Jahren, historische Chaisen sowie Urkunden und Fotos der Kirmeswelt aus den 70er, bis 90er Jahren. Eine liebevoll gestaltete Miniaturkirmes mit über dreißig Fahrgeschäften rundete die gelungene Ausstellung ab.


Bischof Bode Ehrengast beim Ferkelmarkt

Schon vor 400 Jahren wurde in Hagen a.T.W. zum Ferkelmarkt „aufgetrommelt“. Beim diesjährigen Festumzug mit Fahnenträgern, Trommlern und Jagdhornbläsern nahmen neben Bürgermeister Peter Gausmann wieder tausende Besucher, Bundestags- und Landtagsabgeordnete und die Ratsmitglieder am traditionellen Gang durch den Ort teil. Bischof Franz Josef Bode war als Jubiläums-Ehrengast geladen und wurde von den Pastoren der Gemeinde begleitet. Dafür hatte sich ein Ausschuss des Gemeinderates gemeinsam mit Marktmeister Ralf Zumstrull einige besondere Programmpunkte einfallen lassen: An verschiedenen Stationen des Umzugs ließen die Teilnehmer historische Ereignisse des Ferkelmarkts noch einmal Revue passieren. Bischof Bode sprach sich dafür aus, den Hagenern gleich für die nächsten 100 Jahre die Markrechte einzuräumen. Bürgermeister Peter Gausmann erinnerte an die Bedeutung des Marktes vor 400 Jahren: „Wir denken heute auch daran, wie wichtig dieser Tag für unsere Vorfahren war. Landwirte, Kaufleute und Händler, schwer von Kriegswirren gebeutelt, erhielten durch das Marktrecht die Gelegenheit zu einem zusätzlichen Verdienst.“ Seine Eindrücke zur Eröffnung des diesjährigen Hagener Ferkelmarktes fasste der Bürgermeister so zusammen: „Ich glaube, dass Hagener und ihre Gäste noch nie eine so stimmungsvolle Kirmes, die eigentlich bereits mit der Ausstellungseröffnung in der Ehemaligen Kirche am Donnerstag begann, erlebt haben.“