Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Schaustellerbund fordert Gesetz zum Schutz der Volksfeste in Deutschland

Im Kampf um die Sicherung der traditionellen Volksfeste hat der Deutsche Schaustellerbund (DSB) ein Volksfestschutzgesetz für die Kirmessen und Jahrmärkte in Deutschland gefordert. Der zunehmende Trend zur Privatisierung von Veranstaltungen und die Bebauung von Volksfestplätzen bedeuten einen Angriff auf die Volksfeste in ihrer traditionellen Form, sagte Präsident Albert Ritter am 16. November 2007 auf einer Verbandstagung in Herford.

Die traditionellen Veranstaltungen seien in der Vergangenheit mehr und mehr kurzfristigen und willkürlichen Entscheidungen der Tagespolitik ausgeliefert gewesen, so Verbandspräsident Ritter. Vor allem kleine und mittlere Feste seien hiervon betroffen und in ihrer Existenz bedroht. Die Schausteller fordern daher einen Schutzmechanismus, der dem Kultur- und Wirtschaftsgut Volksfest eine rechtliche Grundlage liefert. Präsident Ritter: "Wir brauchen keine Subventionen, aber Luft zum Atmen. Die auf den Plätzen geforderten Standgelder etwa stehen in keinem Verhältnis mehr zu den erzielten Einnahmen. Die Gebührenpolitik der Veranstalter muss sich ändern." Es sei, so Ritter, eine Illusion vieler Veranstalter zu denken, volle Kirmesplätze bedeuteten gleichzeitig volle Kassen.

Niemand in den Verwaltungen scheine sich zu fragen, was eigentlich an Voraussetzungen und organisatorischen Rahmenbedingungen vorhanden sein müsse, um dieser speziellen Form der Kultur die Existenz zu ermöglichen, welche Bedürfnisse und Erfordernisse seitens der Schausteller erfüllt sein müssten, um auf hohem Niveau und mit der notwendigen Sicherheitsgarantie Unterhaltung bieten zu können und den Volksfesten weiterhin einen konstanten Besucherstrom zu garantieren.

Hinsichtlich der Umsätze spüren die Schausteller für die Saison 2007 einen leichten Rückenwind. Präsident Ritter: "Da wo der Wettergott uns hold war, konnte das traditionelle Volksfest seine Stärken ausspielen.
Die Angebotsvielfalt und Auswahlmöglichkeiten machen das Besondere der Veranstaltungen aus. Die Plätze waren gefüllt und die Umsätze zufriedenstellend." Die Umsätze der Branche lagen nach Verbandsangaben in diesem Jahr bei zwei Milliarden Euro.

Marketingideen für die Volksfeste

Einen Grund für die positive Entwicklung sieht der Deutsche Schaustellerbund in der erfolgreichen Umsetzung einer Marketingkampagne zum Thema Volksfest. Unter dem Motto "Volksfest - wir machen Freizeit zum Vergnügen!" sorgen die Schausteller seit drei nunmehr drei Jahren für frischen Wind auf den Plätzen. Dabei stehen die verbindliche Vereinbarung von Qualitätsstandards und konzeptionelle Verbesserungen in Platzgestaltung und Werbung im Vordergrund. Beispiele sind die Einführung von Thementagen, wie etwa für die Generation "ü50", mit speziellen Angeboten, Führungen über das Volksfest mit einem "Blick hinter die Kulissen" oder aber "Romantische Abende", auf denen den Besuchern ein besonderes Volksfest-Ambiente mit Kerzenschein und stimmungsvoller Musik geboten wird.

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Christoph Jansen
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