Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Referenten beraten Sicherheitskonzepte für Volksfeste

Das Thema "Sicherheit auf großen Volksfesten" bildete den Arbeitsschwerpunkt einer Tagung von rund 40 Markt- und Volksfestreferenten aus ganz Deutschland vom 16.-18. September 2010 in Bad Dürkheim. Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass es nach der Loveparade-Katastrophe vom 24. Juli 2010 in Duisburg in Zukunft bundesweit zu neuen Sicherheitskonzepten kommen werde. Auf der Agenda standen neben der Sicherheitslage auf Volksfestplätzen weiterhin die Themen Berechnung und Höhe von Platzgeldern, Qualitätsmanagement sowie Umweltfragen.

Tagung der Markt- und Volksfestreferenten in Bad Dürkheim.

Für die Schaustellerverbände nahmen an der Tagung Präsident Albert Ritter und Hauptgeschäftsführer Helmut Gels (DSB) sowie Präsident Hans-Peter Ahrens und Hauptgeschäftsführer Werner Hammerschmidt (BSM) teil.

Jedes Volksfest hat seinen eigenen Charakter
Zum Thema Sicherheit sagte Präsident Ritter: "Die Sicherheitskonzepte auf den Volksfesten in Deutschland sind seit Jahrzehnten von Profis entwickelt und seitdem immer weiter verbessert worden. Die Tragödie von Duisburg wird auch Auswirkungen auf die künftige Organisation von großen Jahrmärkten, Volksfesten und Kirchweihen in Deutschland haben. Der Deutsche Schaustellerbund spricht sich aber gegen ein einheitliches, uniformes System von Sicherheitskonzepten aus." Schließlich habe jedes Volksfest und jeder große Jahrmarkt seine eigenen örtlichen und logistischen Voraussetzungen, die nicht miteinander deckungsgleich seien und man könne nicht die Cranger Kirmes mit dem Cannstatter Wasen oder dem Münchner Oktoberfest vergleichen. Zwar würden, nach Ansicht von Albert Ritter, auch die Volksfeste von vielen Menschen besucht. Das Besucheraufkommen sei aber nicht vergleichbar mit den riesigen drängenden Menschenmassen, die schließlich zur Katastrophe von Duisburg geführt hätten.

Sicherheitskonzepte ständig anpassen
Hauptgeschäftsführer Gels betonte, dass das Thema Sicherheit das größte Prädikat für die deutschen Volksfeste und Weihnachtsmärkte sei. Dies gelte für Fahrgeschäfte und Lebensmittel ebenso wie für die Sicherheit der gesamten Peripherie – einschließlich der Fluchtwege, die ständig den Begebenheiten angepasst werden müssten und deren Anzahl gegebenenfalls zu erweitern sei. Für jede Veranstaltung müsse daher auch in Zukunft ein eigenes, maßgeschneidertes Sicherheitskonzept erarbeitet werden.