Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Pressestimmen nach DSB-Pressefrühstück zur Eichplatz-Bebauung in Jena

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Thüringer Schausteller gegen Eichplatz-Bebauung – Pressestimmen zur politischen Gesprächsrunde in Jena

Die Bebauung des Eichplatzes in der Innenstadt Jenas – ein Thema, das schon seit längerem in der Öffentlichkeit für heftige Diskussionen sorgt. Auch die Thüringer Schausteller haben sich in diese Diskussion immer wieder eingebracht. Zuletzt in einer Gesprächsrunde mit den Fraktionsvertretern des Jenaer Stadtrates. Zusammen mit den Thüringer Schaustellerverbänden hat der DSB am 11. März zu einem Presselunch geladen. Zahlreiche Medienvertreter waren gekommen, um über das Dilemma zu berichten, dem die Schausteller gegenüberstehen: Fällt der Eichplatz weg, könnte das womöglich das Aus für Stadtfeste und Weihnachtsmarkt bedeuten. So berichteten die Medien.

MDR Thüringen berichtet im Hörfunk, im Fernsehen und Online, 11. März 2014

„Schausteller befürchten Einbußen durch Eichplatz-Bebauung“

„Der Deutsche Schaustellerbund fordert innerstädtische Alternativen für Feste auf dem bald bebauten Jenaer Eichplatz am Fuß des Jentowers. Falle der Platz weg, gingen den Thüringer Schaustellern wichtige Einnahmen verloren, was Arbeitsplätze in der Branche gefährde.

Bisher finden auf dem Eichplatz die zwei großen Stadtfeste sowie der Weihnachtsmarkt statt. Der Leiter von JenaKultur, Bernd Vorjahns, sicherte zu, den Rummel erhalten zu wollen. Zusammen mit den Schaustellern werde die Stadt nun nach alternativen Plätzen suchen. Ein erstes Gespräch dazu sei im April geplant. Seit drei Jahren gibt es eine Diskussion zu neuen Konzepten für die Jenaer Stadtfeste, bislang aber noch ohne Ergebnisse.

Anfang Dezember hatte der Stadtrat den Verkauf des Eichplatzes an ein Investoren-Konsortium aus Jenawohnen und dem zur Helaba gehörenden Projektentwickler OFB beschlossen. Geplant sind fünfgeschossige Gebäude mit Wohnungen, Geschäften, Büros und Gaststätten. Kritiker bemängeln unter anderem zu viel Flächen für Einzelhandel, zu wenig Grünflächen sowie eine zu einfallslose Architektur. Im März sollen nun die Jenaer in einer Bürgerbefragung über das Konzept entscheiden. Die Stadt hat zugesichert, sich an das Ergebnis zu halten.“ (Quelle: http://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/rummel_eichplatz100.html)

Thüringische Landeszeitung, 12. März 2014

„Für Schausteller wird es in Jena sehr eng“

„Albert Ritter sprach einen Brief des Jenaer Oberbürgermeisters vom vorigen Jahr an, wonach die Aufstellung von Karussells auf einem wiederbebauten Eichplatz nicht möglich sei. Es möge aber an das Lachen der Kinder gedacht werden, sagte Ritter, das mit dem "Rummel" verschwinde. Und: ‚Man muss doch mit den Planungsverdrängten sprechen.‘

Diese Worte brachten den Jenaer Stadtentwicklungsdezernenten Denis Peisker (Bündnisgrüne) etwas in Rage: ‚Niemand will das Kinderlachen aus unserer Stadt verbannen!’ Zudem dürfe es nicht im Raume stehen bleiben, dass es keine Kommunikation mit den Schaustellern gegeben habe. Freilich müsse konstatiert sein dürfen, dass der Eichplatz für Feste das Jahr über unbenutzt bleibe bis auf ‘zwei-, dreimal Rummel‘. (…)Die Politiker und Stadtverwalter mühten sich um Zuspruch: ‚Wenn der Druck steigt, kann sich die Abwägung ändern‘, sagte FDP-Kreis-Chef Thomas Nitzsche. Was spreche konkret etwa gegen Lobeda oder eine Straßenkirmes mit Sperrung von Seitenstraßen? Der Eichplatz lasse erkennen, wie ‚die Entwicklung der Stadt am Herzen der Stadt vorbeigegangen ist‘, sagte SPD-Fraktions-Chef Jörg Vogel. - Fünf, sechs Wochen Stadtfeste samt Rummel, ‚und wenn Sie nicht da sind, ist tote Hose.‘ Gleichwohl gebe es – Stichwort: Parkplätze, Stichwort: Oberleitungen – noch etwas zu überlegen. Jenakultur-Werkleiter Bernd Vorjans lud die Schausteller ein: ‚Sie rennen eigentlich offene Türen bei uns ein.‘ Im April möge man zusammenkommen und weitere Schritte erörtern. Ähnlich hatte sich Benjamin Koppe (CDU) geäußert. Oder Reinhard Wöckel: ‚Schluss! Aus! Bumms, die Maus! - Das geht nicht.‘ Da müsse man noch einmal die Köpfe zusammenstecken.“ (Quelle: http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Fuer-Schausteller-wird-es-in-Jena-sehr-eng-1690608830)

Jena TV, 11. März 2014

„Was wird mit dem Rummel? Der Schaustellerbund beklagt die Platznot in Jena“

Im Interview betont Albert Ritter, dass mit der Bebauung des Eichplatzes ganze 32 Arbeitstage für die Schausteller wegfallen würde. Gerade in einer „so gebeutelten Region“ sei das für viele Schaustellerinnen und Schausteller existenzgefährdend. (Quelle: http://www.jenatv.de/sendungen/jenajournal/JenaJournal_vom_11032014-1207.html)

Deutschland today, 12. März, 2014

„Stadt und Schausteller wollen nach Alternativen suchen“

„Zusammen auch mit Schaustellern habe die Stadt alle überhaupt in Frage kommenden Areale im Stadtgebiet geprüft (Größe, Parken, ÖPNV-Anbindung, Flurschäden), ohne fündig zu werden. Eine gedanklich durchgespielte Variante sei eine Rummelmeile entlang der Saale vom Schleichersee bis zum Gries. Dann allerdings nur für vier bis fünf Tage.

Eine Pauschalaussage, die die Schausteller nicht stehen lassen konnten und wollten. ‚Ich akzeptiere die kommunale Selbstverwaltung der Stadt. Ich fordere gleichzeitig einen fairen Umgang mit den Schaustellern und Händlern‘, gab sich Albert Ritter, Präsident Deutscher Schaustellerbund, kämpferisch. Stadtfeste seien wichtiger Bestandteil der Kultur. Die Schausteller geben Menschen Arbeit, den Bürgern Unterhaltung und Freude, der Stadt Einnahmen. Nach einer Unterbrechung dieser in Deutschland über 1.200 Jahre alten Tradition oder der in jüngster Vergangenheit erfolgten Verlagerung aus den Innenstädten an die Peripherie seien die davon betroffenen Feste abgestorben, sagte Ritter.“ (Quelle: http://www.dtoday.de/regionen/lokal-nachrichten_artikel,-Stadt-und-Schausteller-wollen-nach-Alternativen-suchen-_arid,328685.html

Jenapolis, 11. März 2014

„Schausteller bangen um Stadtfeste und Arbeitsplätze“

„So richtig glücklich war am Ende niemand. Die Probleme sind erkannt, eine Lösung nicht in Sicht. Es geht um Stadtfeste im Herzen der Stadt. ‚Wohnen und Arbeiten lassen sich im neuen Herzen von Jena perfekt mit Einkaufen, Erholen und Freizeitgestaltung verbinden.‘, heißt es in einer Eichplatzbroschüre von OFB und Jenawohnen. ‚Wo soll das Kinderlachen stattfinden?!‘, setzt Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes e.V., entgegen.“

(Quelle: http://www.jenapolis.de/2014/03/11/schausteller-bangen-um-stadtfeste-und-arbeitsplaetze/)