Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Pressekonferenz zum Abschluss der Volksfestsaison

Die Schausteller in Deutschland sind mit dem Verlauf der Volksfestsaison 2012 insgesamt zufrieden. Umsatzeinbußen wegen des verregneten Frühjahrs konnten im Sommer wieder ausgeglichen werden. „Die Entwicklung der Besucherzahlen auf den Volksfesten verläuft grundsätzlich stabil“, erklärte Präsident Albert Ritter am 16. November 2012 in Iserlohn. Zu Beginn seiner 176. Hauptvorstandssitzung hatte der Deutsche Schaustellerbund zu einer Pressekonferenz eingeladen, um über die wirtschaftliche Entwicklung der Branche zu informieren.

Hauptvorstandssitzung 2012 in Iserlohn. Foto: DSB

Neben Präsident Ritter standen Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg und der 1. Vorsitzende des gastgebenden Schaustellervereins Iserlohn-Schwerte, Konstantin Müller, den Medienvertretern im Hotel Vier Jahreszeiten Rede und Antwort.
Während die großen Volksfeste weiterhin das Publikum anzögen, so die DSB-Vertreter, seien die Umsätze der Schausteller bei kleinen Kirmes-Veranstaltungen auf dem Land rückläufig. Den Betrieben machen vor allem die steigenden Kosten für Energie, Treibstoff und Standplätze sehr zu schaffen. Volksfeste seien kein Zuschussbetrieb, sondern ein Gewinn für die Städte, betonte Präsident Ritter. Der Deutsche Schaustellerbund fordere die Veranstalter auf, die immense Gebührenbelastung für die Schausteller zu senken.
Der DSB kritisierte weiterhin, dass sich das Bild vieler Volksfeste in den letzten Jahren verändert habe. Aus kommerziellen Gründen würden Veranstalter immer öfter Standplätze an die Betreiber von Bier- und Essständen vergeben, die scheinbar mehr Einnahmen versprechen als ein Kinderkarussell. Albert Ritter: „Wir lehnen diese Tendenz ab, weil so die Atmosphäre einer Kirmes zerstört wird. Die Kirmes ist ein Familienfest und muss für die Familien attraktiv bleiben.“ Gegen eine zunehmende „Verballermannisierung“ der Volksfeste werden sich die Schausteller auch in Zukunft zur Wehr setzen, sagte Ritter.

Zum Thema Sicherheit von Fahrgeschäften erklärte Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg, dass dem DSB an höchsten Sicherheitsstandards gelegen sei; dies zuallererst aus Fürsorge um die Fahrgäste, aber auch weil ein Unfall ein finanzielles Fiasko für Betreiber und Kirmes insgesamt und zudem ein großer Imageschaden sei. Deshalb sei kürzlich auch eine Verschärfung der Sicherheitsüberprüfungen beschlossen worden. Präsident Ritter ergänzte: „Neben der technischen Überwachung der Fahrgeschäfte muss auch in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf die Qualifizierung der Karussellbetreiber geworfen werden.“