Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Osnabrücker Schausteller hocherfreut! Schaustellerverband Weser-Ems erringt Senkung der Standgebühr!

1. Vorsitzender Otto Cornelius: „Bahnbrechender Erfolg – Beweis für Wirtschaftskraft der Schausteller“ / DSB-Präsident Albert Ritter: „Osnabrück beispielhaftes Vorbild für starke Verbandsarbeit im DSB“

Der Herbstjahrmarkt an der Halle Gartlage in Osnabrück. Copyright: Detlef Heese

© Deutscher Schaustellerbund e.V.

Nach dem grandiosen Delegiertentag in Osnabrück eine weitere Erfolgsmeldung aus der Friedensstadt: Auf Betreiben des Schaustellervereins Weser-Ems hat der Stadtrat einstimmig die Senkung der Standgebühren für den Osnabrücker Frühlings- und Herbstjahrmarkt beschlossen. Die daraus resultierenden Entlastungen sind deutlich: So können beispielsweise Karussellbetreiber ab diesem Jahr 200 bis 250 Euro Standgeld einsparen.

Otto Cornelius, 1. Vorsitzender des Osnabrücker Schaustellerverbandes Weser-Ems e.V. ist zu Recht stolz auf diese Errungenschaft: „Dieser bahnbrechende Erfolg ist ein öffentlicher Beweis für die große Wirtschaftskraft der Schausteller in der Stadt“. Die Debatte um die Standgebühren schwelte bereits seit Jahren. Anfangs war sogar von einer Erhöhung die Rede, denn die Feste seien zu teuer, mahnte die Stadt. Kurzerhand übernahmen daraufhin die Schausteller in Eigenregie die gewerblichen und sozialen Dienste rund um die Kirmessveranstaltungen: Von der Werbung über das Feuerwerk bis hin zur Straßenreinigung und Müllentsorgung.

Dass die Osnabrücker Jahrmärkte jetzt wieder wirtschaftlich sind, ist ein Erfolg der Schausteller, resümiert Cornelius. Weil die Schausteller die Jahrmärkte so wirtschaftlich beschicken, ist daraus, laut Fachbereich für Bürger und Ordnung der Stadt Osnabrück, eine Kosten-Überdeckung entstanden, die jetzt in Form der Gebührenentlastung an die Schausteller zurückgegeben wird. Bürgernähe und familienfreundliche Preise – das A und O der Volksfeste – sind also weiterhin gewährleistet.

Albert Ritter beglückwünscht die Osnabrücker Schausteller zu ihrem Erfolg. Er sei stolz auf den Verband Weser-Ems. Das Beispiel Osnabrück zeige, „was starke Verbandsarbeit vor Ort alles erreichen kann, wenn Stadt und Schausteller Hand in Hand zum Wohle der Volksfeste zusammenarbeiten“, so der DSB-Präsident. Gerade in ländlichen Regionen und Kleinstädten sind starke Volksfeste ein bedeutender Wirtschaftsfaktor – nicht nur für den Arbeitsmarkt und den Konsum, sondern auch für den Tourismus. Denn Volksfeste sind ein wichtiges werbliches Aushängeschild der Kommunen und werden von zahlreichen Bürgern und auswärtigen Gästen besucht. Sie prägen das Image der Städte und leisten einen wichtigen Beitrag für die Öffentlichkeitsarbeit der Kommunen.

Der DSB setzt sich bereits seit Jahren für eine Gebührensenkung bei den Veranstaltern ein. Denn auf vielen Plätzen stehen die Gebühren heute in keinerlei Maß mehr zu den zu erwartenden Einnahmen. In zahlreichen Gesprächen mit den politisch Verantwortlichen im Bund, in den Ländern und Kommunen hat der DSB auf diese Entwicklung wiederholt energisch hingewiesen. Dabei steht die Mehrheit städtischen Marktmeister aufgrund ihres Fachwissens aufseiten der Schausteller.

Das Beispiel Osnabrück zeigt hingegen, dass es sehr wohl möglich ist, Volksfeste für die Stadt, die Schausteller und die Besucher lukrativ, das heißt volksnah(!) zu gestalten – und dabei die Gebühren sogar noch zu senken. Einmal mehr bewahrheitet sich daher der Satz: „Die Abstimmung mit den Füßen ist für uns!“. DSB-Präsident Ritter ruft die Kommunalpolitiker in anderen Regionen Deutschlands auf, sich an Osnabrück ein Beispiel zu nehmen.