Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Olympiade auf dem Volksfest

Das Pferderennen, die Ballkanone, das Büchsenwerfen, der Melody-Star, das verrückte Hotel und die Berliner Rutsche sind offizielle olympische Disziplinen – zumindest bei der Kirmes-Olympiade des Deutschen Schaustellerbundes (DSB). Bereits zum sechsten Mal hatte der Berufsverband der deutschen Schausteller am 3. Juni zum Parlamentarischen Abend auf die Steglitzer Festwoche in Berlin geladen – und zur Teilnahme an der Kirmes-Olympiade 2008 aufgerufen.

Siegerehrung bei der Kirmes-Olympiade 2008, (v.l.) Hauptgeschäftsführer Helmut Gels, Bärbel Kofler MdB (2. Platz), Birgit Heckmann (3. Platz), Kristina Dehé (1. Platz), Präsident Albert Ritter

Da ließen sich die zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung nicht lange bitten und absolvierten mit großem Einsatz die geforderten Kirmes-Disziplinen. Souverän wurde die Fahrt im „Melody Star“ gemeistert und Zielsicherheit an der Ballkanone bewiesen.
Waren mit Bundesminister a.D. Franz Müntefering und Ernst Kranz MdB im letzten Jahr noch zwei Herren auf dem Siegerpodest vertreten, so machten diesmal die Damen die ersten drei Plätze unter sich aus. Mit einem hauchdünnen Vorsprung sicherte sich Kristina Dehé den "Goldenen" Elefanten, gefolgt von Bärbel Kofler MdB, ("Silberner" Bär) und Birgit Heckmann ("Bronzenes" Herz).
DSB-Präsident Albert Ritter dankte den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und den Vertretern der Verbände für die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam habe man in den vergangenen Jahren viel für die Sicherung des Kulturgutes Volksfest in Deutschland bewirken können. Doch nach wie vor bedrohten rechtliche Schranken, wie Umweltschutzzonen und Windlastnormen die Existenz von Schaustellerunternehmen. Präsident Ritter bekräftigte die Forderung des DSB nach einem gesetzlichen Schutz der Volksfeste und besseren Rahmenbedingungen für die Branche. "Wichtig ist, dass Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Schaustellervertretung kontinuierlich ausgebaut wird. Es gilt nicht, Dinge schön zu reden, sondern auf Augenhöhe mit den Ansprechpartnern zu stehen und in Gesprächen und Diskussionen Lösungen zu finden – zum Wohle der Volksfeste in Deutschland", sagte Ritter.