Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Ohne Weihnachtsmärkte geht es nicht

Glühweinstammtisch im Essener Rathaus. Von links: Präsident Albert Ritter, Oberbürgermeister Reinhard Paß, Richard Müller ( 2. Vors. Schaustellerverband Essen) und Hauptgeschäftsführer Helmut Gels.

Die Weihnachtsmärkte sind in Deutschland beliebte Tourismusziele mit jährlich über 50 Millionen Besuchern. Für die Schausteller bedeuten die Veranstaltungen – gerade vor dem Hintergrund stagnierender oder gar rückläufiger Umsätze auf den Volksfesten – eine unverzichtbare Einnahmequelle.

Der Deutsche Schaustellerbund informierte am 3. Dezember 2010 beim Glühweinstammtisch in Essen über die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Weihnachtsmärkte. Präsident Albert Ritter betonte, dass neben den Ausstellern auch die Kommunen und der Städtetourismus, der örtliche Einzelhandel sowie Gaststätten und Hotels jedes Jahr von der Wirtschafts- und Werbekraft der Veranstaltungen erheblich profitierten.
Weihnachtsmärkte in Deutschland seien nicht nur wegen ihrer langen Tradition einzigartig. Als vom Deutschen Bundestag anerkanntes Kulturgut stellten die Märkte einen wichtigen kommunikativen Treffpunkt für Jung und Alt, für Besucher aus nah und fern dar.

Qualität ist größtes Prädikat
Die Schaustellerbetriebe auf den Weihnachtsmärkten seien ein Garant für Qualität und stellten das größte Prädikat dar. "Unsere Produkte stehen unter ständiger behördlicher Kontrolle", sagte Präsident Ritter. Die Lebensmittehygieneverordnung fordere von jedem Betrieb, der mit Lebensmitteln umgehe und diese in Verkehr bringe, ein wirksames Managementsystem, um eine hygienisch einwandfreie Beschaffenheit der Produkte sicherzustellen. Der DSB-Präsident: "Kaum ein anderes Gewerbe ist hier strengeren Kontrollen unterlegen. Unsere Produkte werden nicht hinter verschlossenen Türen zubereitet, sondern stets unter den Augen des Publikums in optisch offenen Verkaufseinrichtungen."
Die Schaustellerbetriebe auf den Weihnachtsmärkten seien zu 90 Prozent familienstrukturiert. Diese Unternehmen ständen seit vielen Generationen für bekannte und bewährte Qualität. Wenn jemand über Jahrzehnte seine Stammkundschaft auf einem Volksfest oder Weihnachtsmarkt halten könne, dann sei dies auch ein Indikator für anerkannten Service und gute Produkte.

Qualität der Weihnachtsmärkte auch Sache der Kommunen
Helmut Gels, Hauptgeschäftsführer des DSB, verwies auf die Rolle der Kommunen beim Kulturgut Weihnachtsmarkt: "Eine besondere Bedeutung im Zusammenhang mit dem Thema Weihnachtsmarkt hat sicherlich die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, die die Position der Weihnachtsmärkte und Volksfeste wesentlich gestärkt hat. Mit ihrem kulturellen, sozialen und traditionsbildenden Charakter sind sie zweifelsfrei ein Bestandteil der Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft. Die Qualität der Weihnachtsmärkte liegt damit auch in der Verantwortlichkeit der Kommunen", sagte Gels.

Dialog und Diskussion beim Glühweinstammtisch
Traditionell lädt der Deutsche Schaustellerbund am Ende des Jahres gemeinsam mit seinen örtlichen Verbänden Vertreter der Städte, Politik und Medien zum Glühweinstammtisch ein. Der Austausch mit Vertretern der Kommunen, Tourismuszentralen und Medien sowie Informationen über die Besonderheiten und die bundesweite Bedeutung der Weihnachtsmärkte stehen dabei im Vordergrund. Aus Anlass des Kulturhauptstadtjahres fand der Stammtisch 2010 im Essener Rathaus statt.