Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Nürnberger Volksfest ausgezeichnet: Stiftungspreis für „Das schönste Stadtfest“

DSB-Vizepräsident Lorenz Kalb spendet Preisgeld an Flutopfer.

Die stolzen Gewinner aus Nürnberg: Dr. Andreas Mattner, Barbara Lauterbach, Christine Schüssler, Alexander Otto, Lorenz Kalb, Bernd Wölfel (v.l.), Quelle: Weidemann. Unter 631 Bewerbungen belegte das Nürnberger Volksfest den 5. Platz. Quelle: DSB. Foto 3: Blick ins Forum, Flughafen Tempelhof. Quelle: DSB.

© Deutscher Schaustellerbund e.V.

© Deutscher Schaustellerbund e.V.

Am 11. Juni wurde das Nürnberger Volksfest von der Stiftung „Lebendige Stadt“ mit dem Preis „Das schönste Stadtfest 2013“ ausgezeichnet. Lorenz Kalb, DSB-Vizepräsident für Organisationsfragen und Vorsitzender des Süddeutschen Verbandes reisender Schausteller und Handelsleute e.V. nahm voller Stolz die Auszeichnung für das Nürnberger Volksfest entgegen.

Bei der Preisverleihung im stillgelegten Flughafen Tempelhof in Berlin waren außerdem der 2. Vorsitzende des Süddeutschen Schaustellerverbandes Rudolf Bergmann, die Presse- und Marketingbeauftragte Barbara Lauterbach sowie Christine Schüssler von der Stadt Nürnberg mit dabei. Unter den 631 Bewerbungen belegte die Stadt Nürnberg gemeinsam mit drei anderen Festen den zweiten Platz. „Das ist eine Spitzenleistung“, sagte Barbara Lauterbach begeistert, „der aufwendige Bewerbungsprozess und die Bemühungen unseres kleinen Teams haben sich voll und ganz gelohnt!“ Lorenz Kalb kündigte an, das Preisgeld in Höhe von 1.250 Euro an die Flutopfer zu spenden. Die über 600 anwesenden Gäste spendeten ihm dafür großen Applaus. Neben der Stadt Nürnberg wurden außerdem die Städte Karlsruhe, Budapest, Neustadt (Holstein) und der Berliner Stadtteil Treptow-Köpenick ausgezeichnet.

Innovativ und bürgernah

Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“, lobte die Festkultur in Deutschland, die „Alt und Jung sowie die unterschiedlichsten Kulturen“ zusammenbringe. „Volksfeste stiften ein Gemeinschaftsgefühl und sind Zeichen der Lebendigkeit einer Stadt“, sagte Otto. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Andreas Mattner, gab sich begeistert von der großen Anzahl an Bewerbungen. Dies zeige, „wie stolz die Bürgerinnen und Bürger auf ihre Feste sind“ so Mattner. Kaspar Kraemer, der Vorsitzende der Stiftungsjury, erläuterte den schwierigen Auswahlprozess der Städte und betonte, dass die Jury vor allem nach Festen gesucht habe, die innovativ und bürgernah seien und einen Beitrag zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt oder ihrem Stadtteil leisteten.

Vorbildfunktion Nürnberger Volksfest

Das Nürnberger Volksfest stach unter den vielen Stadt- und Bürgerfesten besonders hervor. Als traditionelles Volksfest wurde es gerade deswegen ausgezeichnet, weil von ihm für die vielen anderen Traditionsvolksfeste eine Vorbildfunktion ausgeht: Vor einigen Jahren haben die Veranstalter das Volksfest mit kreativen Ideen umgestaltet und durch aufwändige Imagekampagnen und ein neues Marketingkonzept beworben. Seitdem hat das Nürnberger Volksfest den Ruf ein innovatives, sauberes und sicheres Volksfest zu sein. Unzählige Delegationen und Veranstalter haben Nürnberg seither besucht, um sich über die ungewöhnlichen Marketingaktionen zu informieren. Dazu gehören beispielsweise:

  • der Behindertentag, zu dem das Fest extra geöffnet wird, um allen Behindertenverbänden Mittelfrankens und darüber hinaus freie Fahrt und bei allen anderen Betrieben halbe Preise zu gewähren;
  • der Job- und Fun-Day, die Ausbildungsplatzbörse mit Arbeitgebern aus der Region;
  • Thementage mit einheitlicher Gute-Laune-Musik an allen Fahrgeschäften, die über eine extra beantragte Radiofrequenz ausgestrahlt wird;
  • das Soziales Volksfest: jedes Jahr wird ein vierstelliger Betrag gespendet, insgesamt wurden bisher bereits rund 200.000 Euro für einen guten Zweck aufgewandt;
  • der Magic Friday – Zauberhaftes und Wunderbares begeistert die Besucher auf dem Festplatz;
  • Traditionspflege durch Zunftbaum, Nostalgieausstellungen, Orgelkonzerte etc.;
  • Neue Medien wie ein modernisierter Internetauftritt, Facebook und Twitter sowie eine kostenlose Volksfest-App.

Laudator Bernd Wölfel (Leiter der Deutschen Bahn Regio Bus Südost und Nordost) hob sowohl die „modernen und traditionellen Elemente“ des Nürnberger Volksfestes hervor, als auch das soziale Engagement der Veranstalter: „Die Nürnberger Volksfeste werden dem Status ‘schützenswertes Kulturgut’ gerecht“ so der Laudator. Das familienfreundliche Nürnberger Volksfest zeigt somit deutlich, dass ein Volksfest auch heute noch regionaler Anziehungspunkt sein kann mit dem sich die ansässigen Bürgerinnen und Bürger identifizieren. Lorenz Kalb bemerkte abschließend: „Wir werden auch in Zukunft alle Kraft darauf verwenden, dass unser Volksfest weiterhin so beliebt und erfolgreich bleibt wie heute. Die Auszeichnung gibt uns dafür noch mehr Ansporn!“

Das Nürnberger Volksfest

… wird seit 1826 zu Ehren des Geburtstags von König Ludwig I. von Bayern gefeiert. Seit 1953 findet das Volksfest zweimal im Jahr auf dem Festplatz am Dutzendteich statt: Im Frühjahr als Nürnberger Frühlingsfest und im Herbst als Nürnberger Herbstvolksfest. Mit bis zu zwei Millionen Besuchern sind die Nürnberger Volksfeste das zweitgrößte Volksfest Bayerns. Veranstalter des Volksfestes ist der Süddeutsche Verband reisender Schausteller und Handelsleute e.V. Weitere Informationen unter www.volksfest-nuernberg.de und www.facebook.com/Volksfest.Nbg?fref=ts.

Stiftungspreis „Das schönste Stadtfest“

Die Stiftung „Lebendige Stadt“ hat ihren Stiftungspreis in diesem Jahr zum 13. Mal verliehen. Die Ausschreibung des Preises erfolgte europaweit. Jährlich zeichnet die Stiftung in unterschiedlichen Kategorien Städte und Gemeinden für Projekte mit Vorbildfunktion aus. Im letzten Jahr wurden beispielsweise Städte und Gemeinden ausgezeichnet, die sich um eine „barrierefreie Stadt“ bemühen. Neue Konzepte für Museen, Sportstätten oder Spielplätze wurden ebenfalls in der Vergangenheit prämiert. Die Deutsche Bahn AG war Förderer des Stiftungspreises 2013.

Die Stiftung „Lebendige Stadt“ setzt sich zusammen aus Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien. Ihr erklärtes Ziel ist es die „kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit der europäischen Städte zu fördern“. Weitere Informationen zur Stiftung „Lebendige Stadt“: www.lebendige-stadt.de.