Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Erfolgreicher 69. Delegiertentag in Neumünster

Unter dem Motto „Immer weiter dreht sich das Karussell. Immer weiter gestalten wir die Zukunft.“ tagte der 69. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes vom 27. bis zum 30. Januar 2018 im schleswig-holsteinischen Neumünster. Viele Vertreter der regionalen und überregionalen Presse sowie Vertreter der Deutschen Presseagentur besuchten zum Auftakt des Delegiertentages die Pressekonferenz am 27. Januar.

Fachlich leiteten der AK Zukunft, der AK Marketing und die Fachgruppen den 69. Delegiertentag mit ihren Sitzungen am 27. und am Vormittag des 28. Januar ein.

 

Pressekonferenz und Präsidiumssitzung

Am Samstag vor der Großkundgebung standen DSB-Präsident Albert Ritter und die Ersten Vorsitzenden der gastgebenden Verbände, dem Schaustellerverband Schleswig-Holstein e.V. sowie dem Schaustellerverein Westküste e.V. – Sitz Heide –, Ludolf Fock und Dieter Fehlauer gemeinsam mit DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg auf einer Pressekonferenz den zahlreichen Journalisten Rede und Antwort. Gemeinsam zogen sie eine Bilanz der Volksfest- und Weihnachtsmarktsaison 2017 und warfen einen Ausblick auf die Saison 2018. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Neumünster Dr. Olaf Tauras war zugegen, um den Journalisten einen Einblick in die Neumünsteraner Volksfestkultur zu geben.

Zusammen mit Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg erläuterte Präsident Albert Ritter den Journalisten anschließend, dass das Gewerbe nach wie vor mit einer Vielzahl bürokratischer Hürden zu kämpfen hat, die den Schaustellern die Ausübung ihres Berufes erschweren.

Präsident Ritter betonte zudem erneut, dass die gestiegenen Kosten für Sicherheitsmaßnahmen nicht auf Schausteller umgewälzt werden dürfen: „Die Produktion von Sicherheit ist eine hoheitliche Aufgabe. Wir Schausteller können dies nicht leisten. Wir sind aber grundsätzlich bereit, mit Manpower beim Auf- und Abbau etwa von Barrieren zu helfen oder unsere Zugmaschinen und Kräne zur Verfügung zu stellen.“ Er sprach sich außerdem für dauerhafte Lösungen, wie versenkbare Zufahrtssperren aus. DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg verdeutlichte, dass es in der Debatte zu den Kosten der Terrorabwehr nicht um eine Gefahr gehe, die aus einem Volksfest oder einem Weihnachtsmarkt heraus entstehe, somit auch die Gewerbeordnung als gesetzliche Grundlage ausscheide. Vielmehr handele es sich um einen Angriff auf unseren Staat. Die Abwehr von Gewalt sei aber Aufgabe des Staates, die er nicht abwälzen kann und darf – auch nicht finanziell. Diese Rechtsauffassung wurde dem DSB von Prof. Dr. Christian Pielow von der Ruhr-Universität in Bochum in seinem Gutachten ausdrücklich bestätigt. Die Pressekonferenz erzeugte bundesweit ein beachtliches Echo in den Medien.

In seiner nachfolgenden mehrstündigen Sitzung besprach das Präsidium intensiv die Themen, die zwei Tage später auch das Delegiertenforum bewegten. Darunter waren die aktuellen Entwicklungen rund um den Themenbereich der Fliegenden Bauten, die gestiegenen Kosten für Sicherheitsmaßnahmen auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten sowie Maßnahmen zum Erhalt von Volksfesten. Schaustellerpräsident Albert Ritter betonte, dass der DSB auch im vergangenen Jahr erfolgreich für die Interessen des Gewerbes gekämpft hat. Gerade im Hinblick auf große Herausforderungen wie den längst überfälligen Abbau von Bürokratie und die gestiegenen Kosten für Sicherheitsmaßnahmen auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten sei die Bündelung der Interessen in einem starken Berufsverband umso wichtiger.

Impressionen finden Sie in unserer Bildergalerie.