Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Neue Arbeitsschutzverordnung für Schaustellerbetriebe

Seit dem 15. Februar 2008 ist die neue Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung auch für Musikdarbietungen in Schaustellerbetrieben in Kraft. In Zukunft werden Verstöße nicht mehr nur als Ordnungswidrigkeit, sondern auch als Straftat geahndet. Die neue Lärmschutzverordnung soll besonders die Gesundheit der Mitarbeiter schützen.

Mitarbeiter in Schaustellerbetrieben, die dauerhaft einer Lautstärke über 80 Dezibel ausgesetzt sind, müssen sich regelmäßig einer gesetzlichen Vorsorgeuntersuchung unterziehen. Dies lässt sich jedoch mit einem einfachen aber gesunden Dreh am Lautstärkeknopf vermeiden und so spart man sich viel Ärger und zusätzliche Kosten.
Aber auch ohne gesetzliche Regelungen sollte allen Schaustellern bewusst sein: Mit Lärm gewinnt man keine Besucher, sondern man vertreibt sie! Dies belegen deutliche Aussagen der Kirmesbesucher. Dass bereits Anwohner durch Lärmklagen vor Gericht, traditionellen Volksfesten Schließzeiten vor 22.00 Uhr aufzwingen konnten, ist wohl jedem verantwortungsvollen Schausteller bekannt und sollte zusätzliche Motivation sein, einen zu hohen Lärmpegel zu vermeiden.
Durch eine freundliche und serviceorientierte Mikrofonansprache werden die Besucher – wie die Marketingstudie des Deutschen Schaustellerbundes belegt – viel stärker motiviert, auf den Plätzen zu verweilen, sich dabei wohlzufühlen und ihr Geld nicht auf anderen Freizeitveranstaltungen auszugeben. Zu lautes und zu aggressives Rekommandieren vertreibt dagegen die Gäste von den Plätzen.
Auch die Marktmeister sind hier aufgerufen, sich bei der Volksfestgestaltung und der Platzierung der Geschäfte für den Lärmschutz einzusetzen und das Gegenüber von Geschäften, die auf Lautsprecherverarbeitung angewiesen sind, zu vermeiden.
Musik und Fröhlichkeit gehören traditionell zu den Kirmessen und Volksfesten – und das soll auch so bleiben! Aber Musik soll Freude bringen und keine Schmerzen verursachen. Der Deutsche Schaustellerbund fordert alle Schausteller auf, aktiv mitzuhelfen, die Zukunft der Kirmessen und damit die Zukunft von Arbeitsplätzen im Schaustellergewerbe zu sichern. Eine Rücksichtnahme auf die Schaustellerkollegen von Gegenüber sollte selbstverständlich sein! Der DSB und die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) stehen mit nützlichen Tipps zur Lärmvermeidung, die den Geschäftsablauf nicht beeinträchtigen, jederzeit hilfreich zur Seite.