Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Mit Herzblut für das Schaustellergewerbe!

Innenansichten zum 64. Delegiertentag 2013 vom Schaustellerverband Weser-Ems e.V.

Oben: Das Orga-Team des Schaustellerverbandes Weser-Ems e.V.

Unten: Otto Cornelius, 1. Vorsitzender des Schaustellerverbandes Weser-Ems e.V.

„Wenn man nicht dabei gewesen ist, weiß man nicht, was man verpasst hat. All die Anstrengungen und Mühen haben sich vollends gelohnt!“, so ein emotional aufgewühlter Otto Cornelius am dem Ende der drei ereignisreichen Tage in Osnabrück. Das Orga-Team des Schaustellerverbandes Weser-Ems hatte einiges zu stemmen, doch Otto Cornelius wusste um die Stärken seiner Teammitglieder und hat alle richtig eingesetzt. 

Zwar lief von Anfang bis zum Ende des Delegiertentages alles wie am Schnürchen. Dennoch musste hinter den Kulissen noch einiges kurzfristig umdisponiert werden: So sagte die Musikkapelle zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn plötzlich ab und die Luftballons, zu Hunderten herangekarrt, durften aus sicherheitstechnischen Gründen nicht wie geplant mit Helium gefüllt werden. Dann am Sonntagmorgen der Schreck, als mitgeteilt wurde, der Bäcker mit den bestellten Brötchen sei verunglückt. Kurzerhand wurden Mitarbeiter der OsnabrückHalle entsandt, die umliegenden Tankstellen abzuklappern – Problemlösung „nach Schaustellerart“.

Die Idee, den Kinderchor aus Georgsmarienhütte-Holzhausen mit Volksfestherz-Ballons zur Großkundgebung auftreten zu lassen, kam von Marie Hammoor. Sie war es auch, die gemeinsam mit Bernd Kracke sen. den Fahneneinmarsch kommentierte. „Ohne den Beistand von Frau Kroll vom DSB“, verriet sie später, „hätte ich keinen Ton rausgekriegt“. Mit 81 Fahnen war es wohl der bisher größte Fahneneinmarsch in der Geschichte der Delegiertentage. Davon sichtlich gerührt war auch Ehrenfahnenträger Karl Heinz Strothmann, der die Fahne des Schaustellverbandes Weser-Ems e.V. zur Kundgebung mit dem Rolli hereinfuhr: „Ich habe mich so gefreut, all die bekannten Gesichter wiederzusehen!“. Schriftführer Heinz Hammoor betonte: „Der Delegiertentag ist ein Höhepunkt in unserer über neunzigjährigen Verbandsgeschichte“. Ihre Väter und Großväter hätten sich noch vor der Ausrichtung des Delegiertentags gescheut, berichtete Hammoor weiter. „Aber wir wollten es anpacken. Jetzt sind wir stolz und freuen uns darüber.“

Lutz Hölschermann, Leiter des Event-Service der OsnabrückHalle staunte noch eine Woche später: „Frauenkarneval, Männerkarneval und die Osnabrücker Mahlzeit (größter Männerstammtisch Europas) sind zusammen ein Kindergeburtstag gegen drei Tage Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes!“. Auch die Hotels, in denen die Delegierten untergebracht waren zeigten sich sichtlich zufrieden. Es sei „nichts kaputt gegangen und es gab keinerlei Schwierigkeiten“ sagte Ira Klusmann, Direktorin des Hotel Remarque, „ich freue mich jederzeit wieder, Schausteller und Gäste in meinem Haus begrüßen zu dürfen.“

Boris Pistorius, Oberbürgermeister und designierte Innenminister ins spe, ließ verlauten, er hätte sich sehr gefreut, zu den Delegierten zu sprechen und sei von der gesamten Kulisse und dem Fahneneinmarsch sehr beeindruckt gewesen. Ein Beweis für das gute Standing des DSB und des Schaustellerverband Weser-Ems e.V. in Osnabrück. Das kleine Kirmeskarussell, das Pistorius zum Abschied auf dem Delegiertentag erhalten hat, dreht sich nun in seinem Vorzimmer. Auch Jörg Bode, Niedersachsens Minister für Wirtschaft und Arbeit und NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider sparten nicht mit Lob und Anerkennung für den 64. Delegiertentag und bekundeten ihre Unterstützung für die Schausteller.

„Mein besonderer und überaus herzlicher Dank geht an alle Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass der 64. Delegiertentag erfolgreich durchgeführt wurde und unvergesslich bleibt“ so ein begeisterter Otto Cornelius am dem Ende der Veranstaltung.

(Gez. Jürgen Leimkühler, Referent Schaustellerverband Weser-Ems e. V.)