Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Ministerpräsidentin Kraft mit „Goldenem Karussellpferd“ ausgezeichnet

Über 500 Gäste aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Schaustellervereinen waren am 9. März 2012 der Einladung der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellervereine NRW zum Jahresempfang in die ehemalige Waschkaue der Zeche Adolf von Hansemann gefolgt. Viele Helferinnen und Helfer hatten das alte Industriegebäude liebevoll mit historischen Kirmesexponaten geschmückt und so für ein einmaliges Ambiente gesorgt. Der Empfang fand aus Anlass des 115-jährigen Jubiläums des Schaustellervereins „Rote Erde“ e.V. in diesem Jahr in Dortmund statt.

Verleihung des „Goldenen Karussellpferdes“: (v.l.) Präsident Albert Ritter; Ministerpräsidentin Hannelore Kraft; Hans-Peter Arens, Präsident Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute; Hansi Luxem, Mitglied im ArGe Vorstand.

Fahneneinmarsch zu Beginn des Jahresempfangs. Fotos: DSB

Für ihre Verdienste um das Kulturgut Volksfest und das Schaustellergewerbe in Nordrhein-Westfalen wurde die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, mit dem „Goldenen Karussellpferd“ ausgezeichnet.
Bisherige Preisträger der auch als „Kirmes-Oscar“ bekannten Auszeichnung sind Rolf Ostermann, Unternehmer und Vorsitzender der Wittener Gesellschaft für Volksfeste Hermann Bonner e.V.; der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider; die Bundesminister a.D. Franz Müntefering und Wolfgang Clement; die ehemaligen NRW-Landesminister Dr. Ingo Wolf, Eckhard Uhlenberg, Christa Thoben, Wolfram Kuschke und Harald Schartau, sowie der verstorbene Vorsitzende der Migrationskommission der katholischen Kirche, Weihbischof Dr. Josef Voß.
Der Vorjahrespreisträger Rolf Ostermann hob in seiner Laudatio Ministerpräsidentin Kraft als eine Person hervor, „die anpackt, die sich kümmert, Interesse zeigt und Verantwortung übernimmt.“ Die Brauchtumspflege sei ein wichtiger Eckpfeiler ihrer Arbeit. „Ob nun bei der Eröffnung der Cranger Kirmes oder als Ehrengast auf dem Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes 2011 in Paderborn – Hannelore Kraft bezieht Stellung, wenn es darum geht, die Jahrhunderte alte Volksfestkultur und das Schaustellergewerbe in Nordrhein-Westfalen zu schützen. Sie erkennt den Deutschen Schaustellerbund als einen wichtigen Multiplikator, der die Volksfeste und die Brauchtumspflege mit Leben füllt“, betonte Ostermann.
Ministerpräsidentin Kraft dankte den Schaustellern für die hohe Auszeichnung, die in ihrem Büro einen Ehrenplatz erhalte. Sie kündigte an, sich weiterhin für das Schaustellergewerbe und das Kulturgut Volksfest einzusetzen. „Und das Goldene Karussellpferd wird mich immer daran erinnern“, sagte sie.
Der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellervereine NRW, Albert Ritter, dankte der Landesregierung und den Fraktionen im Düsseldorfer Landtag für ihre Zusagen, den Deutschen Schaustellerbund bei der Anerkennung der Volksfeste als immaterielles Kulturgut weiter zu unterstützen. Zum Thema „Sicherheit auf Volksfesten“ verwies der Präsident auf die Kompetenzen der Schausteller, für die die Sicherheit auf den Plätzen das höchste Gut sei. Eine Retortenveranstaltung, wie die Duisburger Loverparade, organisiert auf einem ehemaligen Eisenbahngelände mit mangelhaften Sicherheitsbedingungen, sei mit den Traditionsveranstaltungen, die seit Jahrhunderten auf erprobten Kirmesflächen stattfinden, nicht zu vergleichen.
Der Empfang der NRW-Schausteller zu Beginn der neuen Saison hat eine lange Tradition. Traditionell ist auch das gemütliche Beisammensein im Anschluss an den Fahneneinmarsch und die Verleihung des „Goldenen Karussellpferdes“. Die alte Waschkaue der Zeche Adolf von Hansemann bot hiefür die besten Rahmenbedingungen. Präsident Ritter dankte den vielen Helferinnen und Helfern des Schaustellervereins „Rote Erde“ für ihren Einsatz.