Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen in NRW

In Nordrhein-Westfalen sollen Großveranstaltungen künftig besser koordiniert werden. Das Ministerium für Inneres und Kommunales NRW arbeitet hierfür derzeit an einem „Orientierungsrahmen für kommunale Planung, Genehmigung, Durchführung und Nachbereitung von Großveranstaltungen im Freien“, der im Mai dieses Jahres veröffentlicht werden soll. Am 15. März wurde der Entwurf einer Delegation von Vertretern der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellervereine in NRW und des Landesverbands Westfalen im Innenministerium vorgestellt.

Delegation der NRW-Schausteller mit Präsident Albert Ritter (Mitte), Abteilungsleiterin Cornelia de la Chevallerie (4.v.r) und BSM-Präsident Hans-Peter Arens (3.v.r.). Foto: BSM

Von Seiten der Schausteller nahmen u.a. Präsident Albert Ritter und BSM-Präsident Hans-Peter Arens an dem Gespräch in Düsseldorf teil. Das Ministerium war durch Staatssekretär Dr. Hans-Ulrich Krüger und Abteilungsleiterin Cornelia de la Chevallerie vertreten.
Präsident Albert Ritter zeigte sich nach dem Gespräch zufrieden. „Die Landesregierung hat Wort gehalten. Viele Anregungen der Schausteller sind in den Entwurf für den Orientierungsrahmen eingeflossen. Die besonderen Voraussetzungen der Kirmessen als wiederkehrende Veranstaltungen wurden dabei berücksichtigt“, sagte er.
In Gesprächen, u.a. mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Innenminister Ralf Jäger, hatte der Deutsche Schaustellerbund in den letzten Monaten immer wieder darauf verwiesen, dass ein Volksfest nicht gleichzusetzen sei mit einer Retortenveranstaltung wie der Loveparade in Duisburg. Die Schausteller seien die kompetenten „Kirmesmacher“ und die besten Sicherheitsbeauftragten eines Volksfestes. Sie allein könnten auf einen Fundus an Erfahrungen zurückgreifen, der von Generation zu Generation weitergegeben werde. Albert Ritter: „Auf einem Festplatz mit 300 Geschäften werden immer 300 Schaustellerunternehmer mit ihren Angestellten die Verantwortung für die Sicherheit der Besucher übernehmen. Dabei geht es auch um den Schutz der eigenen Betriebe, die die Existenzgrundlage für die Zukunft des Gewerbes bilden. Die Sicherheit auf den Plätzen ist für uns Schausteller das höchste Gut. Mit dem Orientierungsrahmen hat das Land NRW einen guten Leitfaden für die Planung, Genehmigung und Durchführung von Großveranstaltungen geschaffen.“