Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Live dabei: Präsident Albert Ritter im Fernsehgespräch

„daheim & unterwegs“ ist ein beliebtes Magazin im WDR Fernsehen, das montags bis freitags von 16.15 bis 18.00 Uhr live ausgestrahlt wird. Es beschäftigt sich mit verschiedenen Themenkreisen wie Reise, Garten, Gesundheit und Verbraucherinformationen. Am 2. August 2012 lautete das Thema „Kirmes“. Zu Gast im Studio: DSB-Präsident Albert Ritter.

Präsident Albert Ritter mit den Moderatoren Sandra Quellmann und Stefan Pinnow (v.r.).

Präsident Ritter im WDR-Studio. Fotoquellen: „daheim + unterwegs“, WDR, 2.8.2012

Da am Sendetag die Cranger Kirmes „inoffiziell“ eröffnet wurde, lag es nahe das traditionsreiche große Volksfest als Aufhänger für einen „Bummel über die Kirmes“ zu nehmen. Als Experten hatte die Redaktion Präsident Albert Ritter ins WDR-Funkhaus nach Düsseldorf eingeladen. Im Gespräch mit den Moderatoren Stefan Pinnow und Sandra Quellmann erzählte Albert Ritter aus seinem Schaustellerleben und von der Faszination, die die Kirmes seit Jahrhunderten ausmacht. Doch nicht nur über Tradition und Freizeitvergnügen wurde gesprochen, sondern auch über aktuelle Themen der Schaustellbranche. Präsident Ritter hatte Gelegenheit, die Zuschauer ausführlich über die Sicherheit von Fahrgeschäften und Sicherheitskonzepte auf den Volksfesten zu informieren. „Wir können jedem Fahrgast auf der Kirmes das gute Gefühl von Sicherheit vermitteln“, betonte er. In Deutschland würden weltweit die strengsten Sicherheitsstandards für Fliegende Bauten gelten. An einem Beispiel listete Ritter die strengen Prüfungskriterien für Fahrgeschäfte von der Ausführungsgenehmigung bis zur Gebrauchsabnahme auf. Mit den zuständigen TÜV-Stellen und Bauordnungsämtern sei man im regelmäßigen Kontakt, „um unsere sicheren Geschäfte noch sicherer zu machen“, sagte Ritter.
Auf die Frage, wie nach dem Loveparade-Unglück mit dem Thema Sicherheit auf den Volksfestplätzen umgegangen werde, erklärte der Schaustellerpräsident: „Man kann eine Retortenveranstaltung wie die Loveparade, die auf einem alten Güterbahnhof mit Tunnelsituation durchgeführt wurde, auf gar keinen Fall mit Traditionskirmessen in Deutschland vergleichen. Die Erfahrungen aus dem Vorjahr werden immer in die Planung für die nächste Kirmes einbezogen.“ Ein großer Unterschied zur Loveparade sei auch, so Ritter, der Faktor Schausteller. „Auf einer Veranstaltung wie der Cranger Kirmes sind 500 Schausteller als „Kirmes-Polizisten“ für die Sicherheit zuständig. Jeder von ihnen ist schon nach der Bauvorschrift verpflichtet, auf sein Geschäft zu achten und für Ordnung zu sorgen. Vergleichen Sie diese Vorgaben einmal mit der Loveparade.“
Das Studiogespräch mit Präsident Albert Ritter wurde ergänzt durch verschiedene Filmbeiträge. So berichtete u.a. die Cranger Kirmesarchitektin Sabine Marek von der Planung und Organisation einer Großkirmes und mit Schaustellerpfarrer Horst Heinrich konnten die Zuschauer eine Schausteller-Taufe auf der Kirmes miterleben.