Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Konstruktives Gespräch in Düsseldorf: CDU-Landtagsabgeordnete des Münsterlandes setzen sich für den Erhalt der Traditionskirmessen in der Region ein!

Am 8. Juni war eine Delegation münsterländischer Schausteller, angeführt von dem ersten Vorsitzenden des Schaustellerverbands Münsterland e.V. Fritz Heitmann, des Weiteren bestehend aus Arno Heitmann, Philipp Heitmann sowie August Schneider jun. mit Unterstützung von DSB-Präsident Albert Ritter und DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg zu einem Gespräch über die Zukunft der Traditionskirmessen im Münsterland mit CDU-Landtagsabgeordneten des Münsterlandes in den nordrhein-westfälischen Landtag nach Düsseldorf eingeladen. Während des Treffens erläuterten die Vertreter des DSB den Mitgliedern des Landtages zunächst, dass es neben vielen florierenden Veranstaltungen aktuell auch Probleme mit  kleinen und mittelgroßen Volksfesten im Münsterland gibt: Einige sind in ihrem Bestand bedroht, manche in den vergangenen Jahren schon unwiederbringlich verloren gegangen.

Zwar herrscht im Freizeitsektor heutzutage eine ganz erhebliche Konkurrenz, trotzdem haben auch kleinere Volksfeste mit einer geringeren Strahlkraft als die großen Feste im Münsterland, wie die Bocholter Kirmes oder der Münsteraner Send, weiterhin ihre Daseinsberechtigung. Zählt beispielsweise eine Gemeinde mit 10.000 Einwohnern auf ihrem Volksfest auch 10.000 Besucher, so könnten die Veranstalter eine durchaus positive Bilanz ziehen – da somit schließlich jeder Einwohner das Fest im Schnitt einmal besucht habe.

Die DSB-Vertreter klärten die Landtagsabgeordneten zudem darüber auf, dass Schausteller stets am besten im Blick haben, ob ein Volksfest funktioniert oder nicht: Wenn sie anreisen, sei dies ein klares Zeichen dafür, dass das Fest auch lukrativ ist. Gleichzeitig äußerten sie ihre Bedenken dazu, dass die veranstaltenden Kommunen immer mehr der Versuchung erliegen würden, nur noch solche Veranstaltungen zu planen, die ein vermeintlich zahlungskräftigeres Publikum anziehen (wie zum Beispiel sogenannte Gourmetmeilen).

Die Schausteller machten den Abgeordneten an diesem Punkt deutlich, dass Volksfeste seit jeher der gesamten Bevölkerung offen stehen, sie sind für alle da. Dies müsse ebenso wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden, wie die jahrhundertalte Tradition der Volksfeste. Darüber hinaus betonten die Schausteller, dass es ihnen weder um Geld, noch um sonstige Subventionen gehe. Was sie fordern, sei lediglich ein sensiblerer Umgang mit dem Thema „Volksfest“ und ein stärkeres Bewusstsein für die historischen Wurzeln der Feste.

Die Landtagsabgeordneten brachten den Schaustellern nicht nur viel Verständnis entgegen, sondern sagten ihnen zudem zu, in ihren Heimatbezirken für die nötige Sensibilisierung zu sorgen. Dazu werden die Schausteller die Abgeordneten zeitnah noch einmal im Detail sowohl über die Probleme, als auch die Chancen informieren, die die münsterländischen Kirmessen mit sich bringen. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich schließlich einig, dass das Treffen als Auftakt für regelmäßige Zusammenkünfte diente, um so zukünftig dem Wegfall der Traditionsveranstaltungen im Münsterland gemeinsam entgegenwirken zu können. 

 

Fotonachweis: Volker Zierhut