Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Große Schaustellersolidarität in Krefeld

Hunderte Schaustellerinnen und Schausteller aus ganz Deutschland sind am 13. Mai in Krefeld mit 72 Fahnendelegationen, der großen Mehrheit der DSB-Mitgliedsverbände und 100 Fahrzeugen für den Erhalt ihrer Berufsfreiheit auf die Straße gegangen.

Auf Einladung des Krefelder Schaustellerverbandes e.V., der Arbeitsgemeinschaft der Schautellerverbände in NRW (ARGE NRW) und des Deutschen Schaustellerbundes e.V. (DSB) demonstrierten die Schausteller für die Sicherung der Gewerbefreiheit ihres Berufsstandes. Sie zogen zu Fuß und mit einem großen Aufgebot an Schaustellerfahrzeugen durch die Krefelder Innenstadt bis zur traditionellen Sprödentalkirmes, wo zum Abschluss der Demonstration eine Kundgebung stattfand.

Die Schausteller wehrten sich mit der Demonstration gegen die Vernichtung von ordnungsgemäßen Schaustellerbetrieben auf der Sprödentalkirmes. Bereits seit Jahrzehnten gastiert dort ein gerade bei den Kindern und Familien überaus beliebtes Pferdereiten – ohne jede Beanstandung. Diese Betriebe sind gesetzlich erlaubt und die Einhaltung der Vorschriften wird ständig und streng von den zuständigen Behörden überprüft.

Dennoch ließ die Krefelder Kreispolizeibehörde an den vier Kirmeshaupttagen der diesjährigen Sprödentalkirmes stundenlange Protestaktionen von selbsternannten Tierexperten direkt vor dem Pferdereitbetrieb zu.

DSB-Präsident Albert Ritter erklärte in seiner kämpferischen Ansprache: "Hier wird unter dem Deckmantel der Versammlungsfreiheit versucht, Schaustellerbetriebe systematisch zu blockieren und somit zu ruinieren! Eine solche Aktion einer vermeintlichen Tierschutzorganisation ist für uns Schausteller daher nicht hinnehmbar".

Für den betroffenen Schausteller sei eine solche Blockade ein Todesurteil so Ritter weiter, da seine Kunden abgeschreckt würden. Es sei dem Schausteller unmöglich, sein Unternehmen zu betreiben. Aber auch alle Schaustellerbetriebe und die Kirmes werden behindert.

"Auch die Berufsausübungsfreiheit der Betreiber von Pferdereitbahnen und ihre Rechte an ihren Gewerbebetrieben werden vom Grundgesetz geschützt. Sie werden aber mit der Genehmigung der Protestaktion direkt vor dem Betrieb völlig außer Acht gelassen. Wir Schausteller halten die Demonstrations- und Meinungsfreiheit traditionell seit jeher hoch – dies gilt allerdings gleichermaßen für die Gewerbefreiheit, die uns unsere Existenz sichert. Daher wurden wir zu einer Gegendemonstration genötigt", betonte Ritter während der Kundgebung zum Abschluss der Schaustellerdemonstration.

Abschließend appellierte DSB-Präsident Albert Ritter an den Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, den friedlichen Ablauf der Kirmes in seiner Stadt zu gewährleisten und die Angelegenheit gegebenenfalls beim Verwaltungsgericht in Düsseldorf zu klären.
"Die von uns allen gewünschte familienfreundliche Durchführung der schönen Krefelder Traditionskirmes ist mit solchen politisch motivierten Aktionen nicht mehr machbar! Wir Schausteller wollen, dass auf der Sprödentalkirmes auch in Zukunft Kinderlachen zu hören ist und nicht boshafte politische Agitation", so Ritter.

Einige Impressionen der Demonstration finden Sie in unserer Bildergalerie.

Ein herzliches Dankeschön an die Schaustellerinnen und Schausteller, alle Verbandsvertreter und Circusunternehmen und in ganz besonderer Weise auch an die Zulieferunternehmen, die Schaustellerseelsorge und die zahlreichen Kirmesfreunde, die die politischen Forderungen der Schausteller mit ihrem Engagement so eindrucksvoll unterstützt haben!

Einigkeit macht stark!