Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Gemeinsamer Erfolg der Träger des immateriellen Kulturgutes Volksfest in NRW

Schausteller, Schützen und Karnevalisten haben federführend durch die Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in Nordrhein-Westfalen (ArGe NRW) einen zukunftssichernden Erfolg für die nordrhein-westfälischen Volksfeste erzielt. Nach einer Vorbesprechung zum Umgang mit Freizeitlärm auf verschiedenen Ebenen und weiteren Gesprächen während des imposanten Jahresempfangs der ArGe NRW am 12. Februar, fand am 8. März ein abschließender Termin zwischen dem Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen Johannes Remmel, Albert Ritter in seiner Funktion als DSB-Präsident und 1. Vorsitzenden der ArGe NRW sowie Vertretern der Schützenverbände in Nordrhein-Westfalen und des Bundes Deutscher Karneval e.V. statt. Bereits während dieses Gesprächs hatte der Minister zugesichert, dass er keine nachteiligen Veränderungen am bis dato geltenden Freitzeitlärm-Erlass bei Brauchtumsveranstaltungen vornehmen wolle.

Am 26. April hat das nordrhein-westfälische Umweltministerium nun eine Novellierung des Erlasses zum Umgang mit Freizeitlärm veröffentlicht. Im Zentrum der Neuregelung steht die begrüßenswerte Anhebung der Zahl der sogenannten seltenen Veranstaltungen wie Volks- und Schützenfeste von 10 auf 18. Für die Städte und Gemeinden in NRW bedeutet dies, dass sie zukünftig flexibler Feste und Veranstaltungen, bei denen eine Überschreitung der Immissionsrichtwerte zugelassen ist, genehmigen können. Die Immissionsrichtwerte behalten als zentrale Beurteilungsmaßstäbe ihre Gültigkeit, womit auch der notwendige Anwohnerschutz gewahrt bleibt. DSB-Präsident Albert Ritter zeigte sich erfreut über den geänderten Erlass: „Die Neuregelung ist ein wichtiger Schritt dahin, bestehende Traditionsveranstaltungen auch in Zukunft zu schützen.“

Jenen Kommunen, die zudem darüber nachdenken, die bisherigen Veranstaltungen auszuweiten, empfiehlt das nordrhein-westfälische Umweltministerium, ihre Pläne in einem Konzept vorzustellen, an dem sich auch die Öffentlichkeit beteiligen kann. Darin sollten Art und Anzahl der geplanten Veranstaltungen beschrieben sein. So erhalten die Städte und Gemeinden in NRW zukünftig einen erweiterten Spielraum, um den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort gerecht zu werden und die unterschiedlichen Belange hinsichtlich der Veranstaltung von Festen entsprechend auszugleichen.