Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Erleichterung bei der Suche nach Aushilfen durch neue Steuer-Sonderregelung

Es ist eine erfreuliche Nachricht für alle Schausteller, die für ihre Geschäfte auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten auf der Suche nach kurzfristig tätigen nebenberuflichen Aushilfen sind:

Der Bundesrat hat im Juni den sog. "permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich" beschlossen und räumt damit mit folgendem Problem auf: Bisher war es so, dass der kurzfristige Mehrverdienst einer Aushilfe, die ansonsten einen Hauptberuf hat, auf das ganze Jahr hochgerechnet wurde. Das führte dazu, dass das Finanzamt monatlich deutlich zu viel Steuer einbehalten hat. Geld, das erst mit der Steuererklärung im Folgejahr rückerstattet wurde.

Die lange Wartezeit machte den Aushilfsjob für manchen Bewerber häufig uninteressant – und erschwerte die ohnehin immer schwerer werdende Suche nach gutem Personal.
Mit der neuen Regelung kann der kurzfristig erzielte hohe Lohn nun auf einen längeren Zeitraum verteilt werden, so dass dann auch der monatliche Lohnsteuerabzug geringer wird. Eine deutliche Erleichterung für die Aushilfen, die damit gleich von Beginn an einen anständigen Lohn für ihre engagierte Arbeit auf den Volksfesten erhalten – und nicht erst über den Umweg der Steuererklärung.

Der DSB begrüßt die neue Regelung daher ausdrücklich, da dem bestehenden Personalmangel so in Zukunft zumindest ein Stück weit entgegengewirkt werden kann.

Auch wenn die neue Regelung erst zum 1. Januar 2018 in Kraft treten wird, komme der permanente Lohnsteuer-Jahresausgleich nach Aussage des Ministeriums für Finanzen Baden-Württemberg aufgrund einer Verwaltungsregelung bereits im Jahr 2017 zur Anwendung. Die Behörde hatte die Initiative für den Beschluss beim Bundesrat eingebracht.

 

Die neue Regelung besteht für die folgende Zielgruppe:

Beschäftigte,

  • die außer der Neben- ebenfalls einer Hauptbeschäftigung nachgehen,
  • deren Beschäftigungsverhältnis nicht länger andauernd besteht,
  • deren zeitlich befristete Aushilfstätigkeit höchstens an 24 aufeinander folgenden Arbeitstagen andauert und
  • deren Einkommen aus der Nebentätigkeit nach Steuerklasse VI besteuert wird.

Es ist sicher sinnvoll, Ihre(n) Steuerberate(in) auf diese Änderung anzusprechen.