Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB warnt seine Mitglieder

Vorsicht bei neuerlichen Schreiben der GWE Wirtschaftsinformations GmbH / Betreiberin des Internetportals "Gewerbeauskunft-Zentrale" (GWE)!

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Aktuell versendet die so genannte Gewerbeauskunft-Zentrale (kurz GWE) auch an Schausteller und Schaustellerverbände wieder Formulare für einen angeblichen Eintrag ihres Gewerbes/Vereins in ein Online-Branchenbuch. Die Gestaltung dieser Vordrucke ähnelt amtlichen Formularen verblüffend. Das ist beabsichtigt und Teil der Masche. Die Angeschriebenen meinen so, es handele sich um ein behördliches Schreiben und gehen davon aus, dass es sich um einen kostenfreien Eintrag handelt.

Vorsicht Falle! Mancher Unternehmer unterschreibt in diesem Glauben und sendet das Formular zurück. Hinter diesem Schriftstück verbirgt sich jedoch ein kostenpflichtiges Vertragsangebot – dies steht jedoch nur im sehr, sehr Kleingedruckten … So ist dann die Überraschung groß, wenn Rechnungen über 569,06 Euro ins Haus flattern – und dies ist nur die erste Teilforderung aus einem Zweijahresvertrag. DSB-Hauptgeschäftsführer und Rechtsanwalt Frank Hakelberg rät, keinesfalls zu bezahlen, sondern sich gegen diese Forderung zu wehren! Mehr als 5.000 Betroffene haben sich bereits beim Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität (DSW) gemeldet, mehr als 2.000 Strafanzeigen gingen bereits bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf ein.

Hilfe bei Zahlungsaufforderungen: Sollten Sie, so wie viele tausend andere Unternehmer und Vereine in Deutschland, von der GWE mit Schreiben wie „Rechnung“, „Mahnung“ oder „Inkasso“ zur Zahlung aufgefordert werden, empfehlen wir, sich an die für Sie örtlich zuständige IHK, die Staatsanwaltschaft und gerne auch an Ihren DSB zu wenden. Auch eine „Anfechtung der Erklärung wegen arglistiger Täuschung“ (§ 123 BGB) und eine hilfsweise Kündigung des möglicherweise eingegangenen Vertrages sind angeraten.

Fristen einhalten: Sollte Ihnen, was unwahrscheinlich ist, ein Mahnbescheid in dieser Sache zugestellt werden, so sind die darin enthaltenen Fristen für einen Widerspruch zwingend zu beachten! Tatsächlich gibt es kaum bekannte Fälle, in denen die Gewerbeauskunft-Zentrale ihre Forderung gerichtlich verfolgt hat. „Die Verantwortlichen (GWE) scheuen die Öffentlichkeit und profitieren von denen, die stillschweigend zahlen, nur um ihre Ruhe zu haben“, so DSB-Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg.

 

Achtung!

  • Ähnliche Betrugsschreiben sind auch als gefälschte Schreiben der Sparkasse im Umlauf! Durch sogenannte Phishing-Aktionen versuchen Kriminelle, über fingierte E-Mails an Ihre sensiblen Kundendaten zu gelangen, wie z. B. persönliche Daten oder PIN und TAN des Kontoinhabers. Geben Sie diese Daten niemals per E-Mail, Telefon oder Post an Dritte weiter! Wie Sie sich vor Phishing-Mails schützen erfahren Sie unter https://www.sparkasse.de/privatkunden/sicherheit-im-internet/phishing-was-tun.html und in den „10 wichtigsten Sicherheitstipps“ als Download im DSB Mitgliederbereich (unter „aktuelle Meldungen“).
  • Im letzten Jahr waren auch gefälschte Postwurf-Sendungen von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) im Umlauf. Auch hier ist Vorsicht geboten, die Fälschung ist u.a. am Adressfeld zu erkennen: Die Fälschungen haben im Adressfeld folgende Angaben: An alle privaten Haushalte im Beitragsgebiet Deutschland. Ein Originalbrief des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio spricht die Teilnehmer immer direkt mit Namen und personalisierter Adresse an! Unter www.rundfunkbeitrag.de ist ein Muster einer korrekten Zahlungsaufforderung zu finden.