Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB startet Bildungsinitiative für Schausteller

Bildung ist heute für den Menschen eine der wichtigsten Ressourcen. Dies gilt speziell auch für die Berufsgruppe der Schausteller. Für den Deutschen Schaustellerbund ist es daher wichtig, dass die Rahmenbedingungen, die im Bereich Bildung für Schausteller in der Vergangenheit geschaffen wurden, weiter ausgebaut und neue Bildungwege initiiert werden. Auf dem 60. Delegiertentag 2009 in Berlin beschlossen die DSB-Vertreter einstimmig die Gründung eines Arbeitskreises Bildung. Ende März 2009 tagte das Gremium erstmals in Hamburg.

Im Januar 2009 beschloss der Delegiertag in Berlin die Gründung eines Arbeitskreises Bildung

Die allgemeine und berufliche Bildung von Schaustellerkindern und -jugendlichen ist durch die Reisetätigkeit der Eltern ständigen Wechseln unterworfen. Obwohl in den meisten Fällen die allgemeine Schulpflicht erfüllt wird, fehlen ihnen doch häufig die erforderlichen Nachweise von erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Schon früh werden sie in den Familienbetrieb integriert und leisten dort ihren Beitrag zum Betriebserfolg.
Professionelles Know-how in technischen und kaufmännischen Fächern wird jedoch in Zukunft auch im Schaustellergewerbe darüber entscheiden, ob ein Betrieb lebensfähig ist oder nicht. Deshalb ist die Berufsbildung heute eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg eines Schaustellers.
Die Teilnehmer des Arbeitskreises Bildung sehen daher als primäres Ziel, die Bildungsvoraussetzungen weiter zu verbessern und neue Angebote zu schaffen, um so jedem Schausteller und jeder Schaustellerin einen Schulabschluss zu ermöglichen. Die aktuellen Diskussionen, unter anderem in den Schausteller-Internetforen, zeigen eindrucksvoll das große Interesse am Thema Bildung. Für Hauptgeschäftsführer Helmut Gels ist es wichtig, dass die Bildungsangebote, die jetzt entwickelt würden, "natürlich auch von den Betroffenen angenommen und umgesetzt werden." Helmut Gels betont, dass im Rahmen der allgemein festzustellenden Professionalisierung, Spezialisierung und Globalisierung sowie der insgesamt veränderten Wettbewerbsvoraussetzungen auch die Berufsgruppe des Schaustellergewerbes nicht umhin kommt, umzudenken und neue Wege zu beschreiten. Gerade die Zukunfts- und Perspektivsicherung für die Kinder und Jugendlichen erfordere einen Neuansatz bei der Entwicklung von Bildungsinitiativen. „Bei der Zukunftssicherung des Schaustellergewerbes in Deutschland sind alle Beteiligten aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten. Die Bildung ist nicht nur eine notwendige Voraussetzung zur Absicherung des Berufsstandes, sondern schafft Perspektiven für die individuelle Entwicklung der Schaustellerkinder und -jugendlichen."