Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB-Präsidium berät aktuelle Verbandsthemen in Bremen

Der Ausruf „Ischa Freimaak!“ läutet jedes Jahres traditionell die fünfte Jahreszeit in Bremen ein. Die Entstehung des Bremer Freimarktes geht zurück ins 11. Jahrhundert. Mit jährlich rund vier Millionen Besuchern und über 350 Schaustellern ist er eines der ältesten und größten deutschen Volksfeste. Das Präsidium des Deutschen Schaustellerbundes traf sich am 15. Oktober 2011 anlässlich der Eröffnung des 976. Bremer Freimarktes zu einer turnusmäßigen Sitzung, um über aktuelle Verbandsthemen zu beraten.

Gesprächspartner in Bremen: (v.l.n.r.) vordere Reihe Vizepräsident Edmund Radlinger, Präsident Albert Ritter, und Rudolf Robrahn, 1. Vorsitzender des Bremer Schaustellerverbandes; mittlere Reihe die Vizepräsidenten Lorenz Kalb, Michael Hempen und Klaus Wilhelm; hintere Reihe Carl-Hans Röhrßen, Geschäftsführer des Bremer Schaustellerverbandes, Hauptgeschäftsführer Helmut Gels und Frank Hakelberg.

Präsident Albert Ritter spricht zur Eröffnung des Bremer Freimarktes. Fotos: Bremer Photo Service

Zu Beginn begrüßten der 1. Vorsitzende Rudolf Robrahn und Geschäftsführer Carl-Hans Röhrßen im Namen des Bremer Schaustellerverbandes die Gäste recht herzlich in der Hansestadt. Neben den Präsidiumsmitgliedern Albert Ritter, Klaus Wilhelm, Lorenz Kalb, Michael Hempen und Edmund Radlinger nahmen Hauptgeschäftsführer Helmut Gels und der designierte DSB-Geschäftsführer Frank Hakelberg an dem Arbeitstreffen teil.
Das Präsidium diskutierte nachhaltig über anstehende Probleme des Schaustellergewerbes und deren Lösungsmöglichkeiten. U.a. informierte Präsident Albert Ritter über die erhöhten Sicherheitsanforderungen auf den Plätzen in NRW sowie die Anerkennung der Volksfeste als immaterielles Kulturerbe. Die Ankündigung der Bundesregierung, die entsprechende UNESCO-Konvention nun endlich zu ratifizieren, sei ein großer Erfolg für den Deutschen Schaustellerbund, der sich seit vielen Jahren für die Aufnahme der Volksfeste in die Liste der immateriellen Kulturgüter einsetzt.
Die erfolgreiche Durchführung der Flüssiggas-Seminare auf den Plätzen in 2011 wertete das Präsidium als ein sehr positives Zeichen. Das große Interesse an dem Seminar, das der DSB gemeinsam mit der BGN veranstaltet, bedeute einen Ansporn für den DSB, seine Bildungsangebote weiter auszubauen.
Hauptgeschäftsführer Helmut Gels berichtete in Bremen über die Ergebnisse der Gespräche, die er u.a. zu den Themen Sicherheitsstandards, ISO-Norm Fliegende Bauten, Zulassungsrichtlinien, Umweltzonen und Glücksspiele auf Volksfesten geführt hatte.
Die Organisation und das Programm der bevorstehenden Hauptvorstandssitzung im November in Oberhausen sowie die Vorbereitungen zum 63. Delegiertentag 2012 in Vechta bildeten einen weiteren Arbeitsschwerpunkt der Präsidiumssitzung.

Freimarkt-Eröffnung mit DSB-Präsidium
Bei der offiziellen Eröffnung des Bremer Freimarktes am Vorabend der Sitzung hatte Präsident Albert Ritter Gelegenheit, die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft auf die aktuellen Probleme der deutschen Schausteller hinzuweisen. Albert Ritter erinnerte an die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste für die Kommunen und betonte den enormen Imagegewinn, den eine Veranstaltung wie der Freimarkt der Stadt Bremen alljährlich bringen würde. Dieses Wirtschafts- und Werbepotential dürfe man nicht unterschätzen, erklärte der DSB-Präsident.