Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB kämpft für die Sicherung der Volksfeste in Lengerich

Der Deutsche Schaustellerbund kämpft für die Schaustellerinteressen und die Sicherung der Volksfeste; sei es in Gesprächen auf Bundes- oder Landesebene, mit Bürgermeistern oder Stadträten. So auch in Lengerich. In der Stadt am Teutoburger Wald sollten die traditionellen Kirmessen im Frühjahr und Herbst gestrichen werden. Der DSB und der Schaustellerverband Münsterland setzten sich gegen diese Pläne erfolgreich zur Wehr.

Die Marketingstudie ist ein wichtiges Arbeitsmittel bei den Verhandlungen des DSB zur Sicherung der Volksfeste

Kurz nach dem Bekanntwerden einer möglichen Kirmesabsage hatten DSB-Hauptgeschäftsführer Helmut Gels und der 2. Vorsitzende des Schaustellerverbandes Münsterland e.V., Philipp Heitmann, im August 2008 ein Gespräch mit Lengerichs Bürgermeister Friedrich Prigge geführt. Die Schaustellervertreter betonten die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Lengericher Kirmes. Volksfeste vermittelten als Wirtschaftsfaktor nicht nur Wirtschaftskraft in die unmittelbar betroffenen und beteiligten Bereiche, sondern sie seien Wirtschaftspotenzial für viele benachbarte Gewerbebereiche, wie Hotellerie, Einzelhandel und Brauereien.
Hauptgeschäftsführer Helmut Gels: "Dass sich die wirtschaftlichen Vorteile einstellen können, setzt allerdings voraus, dass gerade die traditionellen Volksfestveranstaltungen, die nicht nur in wirtschaftlicher sondern auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht ihren Stellenwert im Gemeinwesen besitzen, gepflegt und weiter geführt werden. Sicherlich bedeutet dies auch, dass sich Veranstaltungen zumindest in ihren Grundzügen an den gesellschaftlichen Veränderungen orientieren müssen, um sich die Bedeutung und Akzeptanz dauerhaft zu erhalten." Aus diesem Grunde habe der Deutsche Schaustellerbund eine Marketingstudie für Volksfeste entwickelt, die Veranstaltern Hilfestellung gibt, ihre Traditionsveranstaltungen zukunftsfähig zu erhalten und zukunftsfähig zu machen.
Der konstruktive Meinungsaustausch mit Bürgermeister Prigge führte zu einer Neukonzeption der Kirmesveranstaltungen in Lengerich. Nachdem bereits der Frühjahrsmarkt 2009 erste gute Ansätze gezeigt hatte, waren Besucher, Veranstalter und Schausteller auch mit der diesjährigen neuen Gempt-Kirmes vom 7. bis 9. August zufrieden. Die Münsterländische Volkszeitung resümierte: "Das Jahrmarktgeschehen in Lengerich unterliegt momentan einem Wandel. Stöppelmarkt war gestern, die Gempt-Kirmes als Nachfolgeprodukt steckt noch in den Kinderschuhen. Aber sie ist entwicklungsfähig. Das war am Wochenende bei der Erstauflage zu spüren. Der Anfang der Gempt-Kirmes ist gemacht."
Bei den Verhandlungen in Lengerich hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Arbeit des Deutschen Schaustellerbundes Hand in Hand mit seinen regionalen Mitgliedsverbänden ist. Die Einigkeit macht stark!